Alternativen zu Fliesen im Bad

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Alternativen zum Fliesenbelag im Bad

Fliesen an Wand und Boden sind in unseren Badezimmern seit Jahrzehnten Standard. Vor allem hinsichtlich der Bodenbeläge gibt es jedoch zahlreiche Alternativen. Es muss nicht immer Fliese sein! Auch elastische Bodenbeläge, Holz oder Laminat können bei richtiger Verlegung und Abdichtung vollwertige Aufgaben im Bad übernehmen.

PVC Fußboden verlegen © Ingo Bartussek, fotolia.com
Vinyl Fußboden eignen sich auch für das Badezimmer © Ingo Bartussek, fotolia.com

Designbeläge

Als Designbeläge werden Bodenbeläge aus Vinyl bezeichnet, die Holz, Stein oder Metall täuschend echt nachahmen. Die Beläge bestehen aus einer Unterschicht aus PVC und einer Trägerschicht, auf die eine entsprechende Dekorschicht aufgeklebt ist. Eine transparente Nutzschicht versiegelt das Dekor. Die hochstrapazierfähigen Beläge werden in vielen Dekors vor allem auf stark beanspruchten Flächen verlegt. Durch die geringe Materialstärke eignen sich Designbeläge mit einer Dicke von zwei bis fünf Millimetern besonders gut für die Sanierung von Wohnräumen, die Verlegung ist je nach Untergrund auch auf dem bereits verlegten Boden möglich. Die für das Badezimmer geeigneten Designbeläge sind bei fachgerechter Verlegung und Abdichtung unempfindlich gegen Wasser und Chemikalien und erzeugen eine warme und wohnliche Atmosphäre. Im Handel sind die Beläge als Klicksystem oder als selbstklebende Vinylplanken erhältlich.

Badezimmer: Alternativen zu Fliesen
Badezimmer: Alternativen zu Fliesen
Tipp: Der Austausch eines Bodenbelags durch einen Designbelag kann die Trittschalldämmung stark beeinträchtigen. Vor allem in Mietwohnungen ist dies relevant. Durch den Einbau einer Dämmmatte kann dieser Effekt abgeschwächt werden.

Teppich aus Steinen

Sogenannte Steinteppiche bestehen aus in Acryl oder Epoxidharz eingebetteten Steinen in unterschiedlichen Farben, Korngrößen und Kornformen. Die vielseitig einsetzbaren Böden eignen sich auch fürs Badezimmer, die Verlegung des langlebigen Belages ist vergleichsweise einfach. Zur Vorbereitung wird der vorhandene Boden grundiert, zum Beispiel mit flexibler Zementschlämme. Die körnige Struktur sorgt für eine gute Haftung des anschließend verlegten Steinteppichs. Steinteppiche sind in unterschiedlichen Schichtstärken von 6 bis 12 mm erhältlich und fugenlos verlegbar auf allen festen und tragfähigen Untergründen. Zum Auftragen werden die Komponenten des Bindemittels gemischt und mit den gewählten Steinen gründlich vermengt. Anschließend wird die Masse in der gewünschten Stärke auf den Boden aufgestrichen. Ein Porenverschluss der Oberfläche sorgt im Badezimmer dafür, dass der Belag zu 99 % wasserdicht wird.

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Korkfußboden

Bodenbeläge aus Korkfliesen eignen sich perfekt für Badezimmer. Fußwarm und langlebig schaffen sie eine behagliche Atmosphäre und halten bei fachgerechter Verlegung auch die Feuchtigkeit im Badezimmer problemlos aus. Eine Versiegelung mit Wasserlack und ein spezieller Kantenschutz verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit, halten den Korkboden trocken und verhindern das Aufquellen. Für lange Haltbarkeit ist ein tragfähiger und flächig abgedichteter Untergrund wichtig. Besonders rund um Dusche und Badewanne muss diese so ausgeführt sein, dass kein Wasser unter den Belag gelangen kann.

Korkboden © abcmedia, fotolia.com
Korkboden © abcmedia, fotolia.com
Tipp: Fürs Bad eignet sich ausschließlich verklebter Korkboden, Korkparkett im Klick-System ist durch den Fugenanteil nicht geeignet. Durch die geringe Aufbauhöhe von 4 mm eignen sich Korkfliesen auch bestens für die Sanierung.
Badezimmer: Alternativen zu Fliesen
Badezimmer: weitere Alternativen zu Fliesen

Holz im Bad

Gerade im Badezimmer sind warme und behagliche Fußböden erwünscht. Warum also nicht ein Bodenbelag aus Holz im Badezimmer? Das alte Vorurteil, dass Holz für Feuchträume nicht geeignet ist, gilt aufgrund der neuen Abdichtungstechnologien und moderner Beschichtungs- und Versiegelungsprodukte längst nicht mehr. Ob Holzdielen oder Parkett – richtig verlegt machen die natürlichen Beläge im Bad keine Probleme.

Badewanne freistehend © ALDECAstudio, fotolia.com
Badewanne freistehend auf Holzboden © ALDECAstudio, fotolia.com

Durch das Klima im Bad mit erhöhter Luftfeuchtigkeit eignen sich vor allem feuchtunempfindliche und quellarme Hölzer für das Badezimmer. Sehr gut verarbeiten lassen sich thermisch behandelte Hölzer, ebenso tropische Hölzer wie Teak oder Merbau. Als einheimische Hölzer eignen sich Douglasie, Eiche oder Nussbaum, da diese Hölzer nur wenig auf Feuchtigkeit reagieren.

Unabhängig von der gewählten Holzart ist eine sorgfältige und fugenarme Verarbeitung bei Holzböden im Badezimmer besonders wichtig. Das Holz wird aus Abdichtungsgründen vollflächig verklebt, die Kanten werden mit elastischen Dichtstoffen abgedichtet. Ideal ist die Oberflächenbehandlung mit Ölen und Wachsen, Versiegelungen bieten die Gefahr, dass durch feinste Haarrisse Feuchtigkeit ins Holz eindringt und anschließend nicht mehr abtrocknen kann. Tabu sind stehende Pfützen auf Holzböden, für eine gute Belüftung und möglichst schnelle Abtrocknung muss in jedem Fall gesorgt werden. Beginnt das Holz, Wasser aufzusaugen, dann muss die Oberfläche nachgeölt oder neu gewachst werden.

Tipp: Nicht geeignet als hölzerner Belag im Bad ist die für Vollholzparkett so beliebte Buche, da dieses Holz bei Nässe stark aufquillt.

Laminat im Badezimmer

Im Handel ist sogenanntes wasserfestes oder feuchtraumgeeignetes Laminat erhältlich und wird auch für die Verlegung im Badezimmer als geeignet empfohlen. Die Bodenbeläge haben laut Herstellerangaben eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Spritzwasser, sind formbeständig und pflegeleicht. Verlegt werden die Klickelemente wie herkömmliches Laminat, für die geleimte Variante muss wasserfester Kleber verwendet werden. Eine abschließende Versiegelung wird empfohlen. Ebenso wie bei anderen Klickböden, zum Beispiel Fertigparkett oder Korkparkett liefern die Fugen die größte Schwachstelle. Von dort kann Feuchtigkeit in die Trägerplatte aus Pressspan eindringen und zu Wasserschäden führen, die den Belag zerstören. Laminat im Badezimmer ist deshalb nur sehr eingeschränkt zu empfehlen und muss auf jeden Fall vom erfahrenen Fachbetrieb verlegt werden.

Bodenbelag verlegen: Laminat © Alexander Raths, fotolia.com
Bodenbelag verlegen: Laminat im Badezimmer © Alexander Raths, fotolia.com

Fliesen und alternative Bodenbeläge im Mix

Wer Holz oder einen anderen Bodenbelag im Bad den Fliesen vorzieht, aber dennoch nicht auf die Sicherheit, die eine fachgerecht verlegte Fliese bietet, verzichten will, der kann auch mixen. So ist es möglich, die ausgesprochenen Nassbereiche rund um Dusche und Badewanne zu fliesen, während die weniger betroffenen Zonen mit alternativen Materialien belegt werden. Dadurch können reizvolle Effekte entstehen, da die Funktionszonen im Badezimmer auch optisch erkennbar sind.

Tipp: Die Anschlüsse zwischen den Belagsarten müssen besonders sorgfältig abgedichtet werden, für einen optisch harmonischen wie auch funktionalen Übergang sorgen spezielle Profile aus Metall oder Kunststoff.
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