Elektroinstallation im Badezimmer

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Im Bad gelten für die Elektroinstallation besondere Regeln, da die Kombination von Wasser und Strom gefährlich werden kann. Elektroinstallationen gehören in Feuchträumen unbedingt in die Hände des Fachbetriebes, nur der Elektriker kennt zuverlässig alle Regelungen und Vorschriften.
Elektroplanung im neuen Bad

Elektro- und Wasserinstallation im Bad
Elektro- und Wasserinstallation im Bad

Bei der Badsanierung wird in der Regel das komplette Badezimmer entkernt und umgestaltet. Die Umgestaltung betrifft meist die ohnehin marode Elektroinstallation. Bei der Neuplanung sind die notwendigen Anschlüsse, Steckdosen und Schalter zu berücksichtigen, auch Elektroanschlüsse für Dusch-WCs oder Geruchsabsaugungen sollten jetzt schon mit eingeplant und eingebaut werden. Ein wichtiges Regelwerk ist die DIN VDE 0100-701 in der die Bereiche festgelegt sind, in denen Anschlüsse im Bad platziert werden dürfen. Als Grundlage der Elektroplanung gilt ein möglichst genauer Grundriss, in dem die Sanitärmöbel eingezeichnet sind. Anhand der Angaben kann eine auf die Bewohner zugeschnittene Elektroplanung erstellt und später im Rahmen des Ausbaus realisiert werden.

Steckdosen und Schalter © maho, fotolia.com
Elektroinstallationen im Badezimmer © maho, fotolia.com
Tipp: Die Elektroplanung und Installation gehört in fachkundige Hände. Der Elektriker kennt alle Sicherheitsbestimmungen rund um die Badezimmerelektrik und ist in der Lage, die richtigen Materialien zu wählen. Weiterhin kann er vorausschauend planen und so einer späteren Überlastung der Leitungen von Anfang an vorbeugen.
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Elektro im Bad – Die Schutzbereiche

Damit im Badezimmer vom elektrischen Strom keine Gefahr ausgeht, sind Bäder und andere Feuchträume in verschiedene Zonen, bzw. Schutzbereiche eingeteilt. Die DIN-Norm VDE 0100-701 beschreibt diese Zonen und die dafür zugelassenen Betriebsmittel und Leitungsarten. Folgende Zonen sind zu unterscheiden:

Elektroinstallation: Schutzbereiche im Badezimmer
Elektroinstallation: Schutzbereiche im Badezimmer

Bereich 0 – Innenbereiche von Badewannen und Duschen

Hier verlegte Installationen und Leuchten müssen der Schutzart IP X7, der höchsten Schutzklasse, entsprechen. Die Schutzkleinspannung fest installierter Elektrogeräte darf 12 Volt nicht überschreiten, Unterwasserbeleuchtungen sind erlaubt.

Bereich 1 – Oberhalb von Badewanne und Dusche

Oberhalb des Bereiches über Badewannen und Duschtassen darf bis in eine Höhe von 2,25 cm über Oberkante Fußboden eine Leuchte nur dann eingebaut werden, wenn ihre Schutzart IP X5, geschützt gegen Strahlwasser entspricht. In einem Abstand von 60 cm rund um Brause- und Duschkopf gelten die gleichen Regeln. Fest installierte Elektrogeräte müssen über senkrecht verlegte Zuleitungen verfügen.

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Bereich 2 – 60 cm

Bis in eine Tiefe von 60 cm vor Badewanne oder Dusche und an den seitlichen Wänden bis in eine Höhe von 2,25 m gelten die gleichen Regeln wie im Schutzbereich 1. Leuchten der Schutzart IP X4 und Waschmaschinenanschlüsse können dort installiert werden, Steckdosen und Schalter sind nicht erlaubt. Durch eine Trennwand, die vor Spritzwasser schützt, darf dieser Bereich verkleinert werden.

Bereich 3 – 240 cm

Flächen vor dem Schutzbereich 2 dürfen bis in eine Tiefe von 240 cm FI-geschützte Steckdosen und Schalter enthalten. Eine weitere Bedingung sind Trenntransformatoren oder Schutzkleinspannungen <12 Volt. Auch Verbindungsdosen können in diesem Bereich installiert sein. Nicht Din-konform sind Zuleitungen, die andere Räume mit Strom versorgen.

Tipp: In den Schutzbereichen 0,1, und 2 sind Steckdosen und Schalter auch in den installierten Leuchten nicht erlaubt. Möglich sind jedoch in die Schalter integrierte Leuchten, solange dadurch die Schutzklasse der Schalter nicht gemindert wird.

Der Potentialausgleich

Der Potentialausgleich schützt vor elektrischen Schlägen, indem er die Spannung von berührbaren Teilen eines Elektrogerätes oder anderen leitfähigen Teilen nimmt. Früher mussten selbst Duschtasse und Badewanne in den Potentialausgleich miteinbezogen werden, in der aktuellen Fassung der DIN VDE 0100, Teil 200 bezieht sich die Regelung auf metallische Rohr- und Heizungsleitungen, Wasserleitungen und Gasleitungen. Um einen Potentialausgleich zu erreichen, werden alle leitfähigen Teile eines Elektrogerätes mit einem geerdeten Schutzleiter und über die Haupterdungsschiene mit dem Fundamenterder verbunden. Kommt es zu einem Fehler, wird die Stromversorgung abgeschaltet und der Schaden an der Elektroinstallation kann gefahrlos beseitigt werden.

Elektroinstallation: Der Potentialausgleich
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