Waschtische

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Waschtische: Gut geplant, bringen sie jeden Tag Freude ins Bad.

Selten ist uns bewusst, wie wichtig das Waschbecken für unsere Badezimmereinrichtung ist. Wir träumen bei der Planung von einer gemütlichen Badewanne oder einer Regendusche, vielleicht sogar von einem integrierten Dampfbad. Dabei vergessen wir, dass wir das Waschbecken am meisten benutzen.

Der Waschplatz zu Omas Zeiten
Der Waschplatz zu Omas Zeiten

Zähneputzen, Händewaschen, Rasieren, Frisieren und Schminken finden hier täglich statt. Meistens verwenden mehrere Familienmitglieder denselben Waschplatz, sodass sich eine wohlüberlegte Planung lohnt.

Fragen Sie sich, wer in Ihrem Haushalt den Waschtisch benutzt und welche Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

Möbelwaschtische bieten Multifunktionalität und Komfort am Waschplatz und zaubern wohnliches Ambiente ins Badezimmer, weswegen sie sich bei der Badplanung immer größerer Beliebtheit erfreuen.

In unserem Überblick erfahren Sie, welche Arten von Möbelwaschtischen es gibt und welche Kriterien für die richtige Planung und Auswahl wichtig sind, damit Sie sich jeden Tag an Ihrem neuen Waschplatz wohlfühlen.

Badezimmer mit moderner Beleuchtung © Mihalis A., stock.adobe.com
Badezimmer mit modernem Waschtisch © Mihalis A., stock.adobe.com

So gehen Sie bei der Planung vor

1. Ermitteln Sie die Größe Ihres Waschplatzes

Entscheidend für die Auswahl des richtigen Waschtisches, ist der Platz, der Ihnen im Badezimmer zur Verfügung steht. Messen Sie sorgfältig aus.

Höhe, Breite und Tiefe Ihres Waschtisches richten sich vor allem nach den räumlichen Gegebenheiten. Aber auch persönliche Bedürfnisse und Vorlieben sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

Ist Ihnen beispielsweise viel Stauraum wichtig, setzen Sie auf eine Lösung mit einem geräumigen Unterschrank. Wünschen Sie sich Abstellfläche zum Schminken und Frisieren, wählen Sie einen Waschtisch mit einem größeren Trockenarbeitsplatz. Falls Sie besonders groß sind, montieren Sie das Waschbecken auf eine für Sie angenehme Höhe. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Ihren Waschtisch individuell zu gestalten und ihn zu Ihrem Wohlfühlort zu machen.

Tipp: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung auch den richtigen Abstand zwischen Waschtisch und Spiegelelement.
Doppelwaschtisch mit schöner Beleuchtung © photowahn, stock.adobe.com
Doppelwaschtisch mit schöner Beleuchtung © photowahn, stock.adobe.com

Für eine bequeme Nutzung des Waschtisches sind aber nicht nur dessen Maße selbst entscheidend, sondern auch die Bewegungsfläche vor und neben dem Waschtisch. Der Platz, den Sie insgesamt für Ihren Waschtisch benötigen, ergibt sich aus den Maßen des Waschtisches und den Abständen, die Sie bei einer soliden Planung einhalten sollten.

Bewegungsfläche rund um das Waschbecken
Bewegungsfläche rund um das Waschbecken
Tipp: Planen Sie zu den Seiten des Waschtisches jeweils 20 Zentimeter Luft. Vor dem Waschtisch sollten Sie über 70 Zentimeter Bewegungsfläche verfügen. Die Bewegungsflächen der einzelnen Sanitärgegenstände, dürfen sich dabei überschneiden.

Welches Waschbecken passt?

Die Größe des Möbelwaschtisches richtet sich auch nach der Größe des gewählten Waschbeckens und sollte proportional ausgewogen sein. Die Auswahl, der für Sie passenden Waschbeckengröße, richtet sich nach dem Platzangebot und natürlich Ihren Bedürfnissen.

  • Handwaschbecken:
    Handwaschbecken finden fast ausschließlich in sehr kleinen Badezimmern Verwendung, wie beispielsweise in einem Gäste-WC. Hier reicht es aus, einen kleinen Waschplatz für die Hände zu haben.
    Ein Handwaschbecken ist etwa 40 Zentimeter tief und 28 Zentimeter breit. Es beansprucht inklusive Bewegungsfläche 0,78 Quadratmeter.
  • Standardwaschbecken:
    Standard Waschbecken gibt es in kleineren und größeren Ausgaben. Sie sind der „Standard“ in unseren Badezimmern. Hier waschen und pflegen wir uns täglich. Es gibt sie in Größen von etwa 60, beziehungsweise 80 Zentimetern Breite und etwa 47 Zentimetern Tiefe. Hieraus ergibt sich ein durchschnittlicher Platzbedarf von 1,30 Quadratmetern.
  • Doppelwaschbecken:
    Auch das Doppelwaschbecken gibt es in „Medium“ und „XL“ Variante mit ungefähr 100, beziehungsweise120 Zentimetern Breite und 47 Zentimeter Tiefe. Hieraus ergibt sich im Durchschnitt mit Bewegungsfläche ein Platzbedarf von 1,70 Quadratmetern.
Standardgrößen bei Waschbecken
Standardgrößen bei Waschbecken
Tipp: Die Montagehöhe für Waschbecken richtet sich in öffentlichen Einrichtungen und Mietwohnungen nach der DIN-Norm 68935 und liegt bei 85 – 95 Zentimetern. In Ihren privaten Räumen dürfen Sie davon abweichen und Ihr Waschbecken auf eine Ihnen angenehme Höhe montieren lassen. Zur Berechnung Ihrer individuellen Montagehöhe können Sie die Faustregel „Körpergröße dividiert durch zwei“ anwenden.
Waschtisch: Wichtige Überlegungen bei der Planung
Waschtisch: Wichtige Überlegungen bei der Planung

Manchmal lohnt sich eine Anfertigung nach Maß

Inzwischen können Sie sich Ihr Bad ebenso professionell planen lassen, wie Ihre Küche. Fragen Sie bei Ihrem Sanitärfachhändler nach einem maßgeschneiderten Angebot. Bedenken Sie dabei, dass Sie die Badezimmereinrichtung für die nächsten Jahrzehnte planen. Im Durchschnitt erhält sie sich 20 bis 40 Jahre, sodass es sich durchaus lohnen kann, mit einem Fachmann zu planen und in eine maßgeschneiderte Lösung zu investieren. Besonders bei kleinen Badezimmern lässt sich durch einen maßgeschneiderten Zuschnitt des Waschtisches der begrenzte Raum perfekt nutzen. So können dringend benötigter Stauraum und Ablageflächen jenseits des Standards entstehen.

2. Bestimmen Sie die Montageart Ihres Waschtisches

Es gibt Waschtische, die auf dem Boden stehend installiert werden und solche, die an die Wand montiert werden. Am beliebtesten ist heutzutage die Montage des Waschtisches an der Wand. Sie bietet gegenüber einer bodenstehenden Version deutliche Vorteile:

  • Die Montagehöhe lässt sich flexibel auf Ihre Körpergröße abstimmen
  • Ihr Badezimmer wirkt durch die schwebende Optik modern und großzügig
  • Das Putzen unter dem Waschtisch geht leicht und schnell
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3. Wählen Sie zwischen Einbauwaschtisch oder Auflagewaschtisch

Als Möbelwaschtisch bezeichnet man die Kombination von Waschbecken und fest verbundenem Unterschrank zu einer Einheit. Dabei kann der Unterschrank das Waschbecken auf zwei verschiedene Weisen tragen; als Einbauwaschtisch oder als Auflagewaschtisch. Den Unterschied bestimmt der Einbau des Waschbeckens.

Waschbecken: Welche Möglichkeiten gibt es?
Waschbecken: Welche Möglichkeiten gibt es?

Der Auflagewaschtisch: Schickes Design, aber aufwendig in der Pflege

Beim Auflagewaschtisch liegt das Waschbecken auf dem Waschtisch auf und steht somit wie eine Schüssel auf der Waschtischplatte. Auf diese Weise kommen sorgfältig designte Aufsatzwaschbecken gut zur Geltung und bringen besonderes Ambiente in das Badezimmer.

Badezimmer mit Aufsatzwaschbecken © schulzfoto, fotolia.com
Badezimmer mit Aufsatzwaschbecken © schulzfoto, fotolia.com

Gegen das frei stehende Design sprechen jedoch praktische Gründe. Denn beim Auflagewaschbecken müssen Sie nicht nur die Innen-, sondern auch die Außenseiten des Beckens putzen. Zudem landet beim Auflagewaschbecken typischerweise Spritzwasser daneben, dass Sie aufnehmen müssen, um Flecken oder Kriechwasser zu vermeiden.

Aufsatzwaschbecken: Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Aufsatzwaschbecken: Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

Falls Sie sich aus rein ästhetischen Gründen dennoch für einen Auflagewaschtisch entscheiden, sollten Sie den erhöhten Reinigungsbedarf einkalkulieren. Achten Sie bei der Auswahl des Waschtisches auf eine pflegeleichte Oberfläche. Keinesfalls zu empfehlen wären hier unbehandelte, wasserdurchlässige Tischplatten aus Holz, auch wenn Ihnen der Landhauscharme gefällt. Wählen Sie ein Wasser abweisendes und kratzfestes Material, auf denen Ihr Waschbecken aufliegen soll. Die Auswahl ist groß. Wegen ihrer Unempfindlichkeit eignen sich besonders Waschtischplatten aus Glas, keramischen oder mineralischen Werkstoffen.

Aufsatzwaschbecken: Vorteile und Nachteile
Aufsatzwaschbecken: Vorteile und Nachteile
Tipp: Verringern Sie die Spritzwassergefahr bei Auflagewaschtischen, indem Sie Armatur und Waschbecken richtig aufeinander abstimmen.

Der Einbauwaschtisch: Komfortabel und alltagstauglich

Beim Einbauwaschtisch ist das Waschbecken in den Unterschrank eingebaut und verschmilzt optisch mit ihm zu einer Fläche. Er überzeugt durch seine schlichte Eleganz und den geringen Pflegeaufwand.
Einbauwaschtische unterscheiden sich in zwei Ausführungen:

  • als Unterschrank, mit einem in die Tischplatte eingelassenen Einbaubecken, klassischerweise aus Keramik, um einen spannungsvollen Akzent durch den Materialmix zu setzen, beziehungsweise einem Unterbaubecken, das unterhalb der Waschtischplatte montiert wird.
  • als Waschtischplatte, bei der Waschbecken und Tischfläche aus einem Guss sind und eine kompakte Einheit mit dem Unterschrank bilden. Hier kommen meist moderne Materialien zum Einsatz, wie Glas und Mineralguss. Durch die einheitliche Oberfläche entsteht eine ruhige und großzügige Optik, die besonders kleinen Badezimmern gut steht. Ein weiteres Plus: Die fugenlose Waschtischplatte lässt sich sehr einfach reinigen.

Für welche dieser Einbauwaschtisch-Varianten Sie sich entscheiden, ist vor allem Geschmackssache.

Tipp: Lassen Sie sich nicht nur von Ihrem Geschmack leiten. Auflagewaschtische sehen besonders schick aus, sind aber im Alltag weniger praktisch. In Sachen Pflegeleichtigkeit hat der Einbauwaschtisch die Nase vorn.

4. Entscheiden Sie sich für Aufteilung und Design des Waschtisches

„Form follows function“; die Form folgt der Funktion. Mit diesem berühmten Design-Leitspruch sollten Sie auch an die Auswahl Ihres Waschtisches gehen. Wie er gestaltet ist, sollte sich nach den Anforderungen richten, die Sie an ihn haben. Hier entscheiden frühe Überlegungen bei der Planung über den Komfort bei der späteren Nutzung im Alltag.
Ein Waschplatz lässt sich in folgende Aufgabenbereiche gliedern.

  • Nassarbeitsplatz
  • Trockenarbeitsplatz
  • Unterschrank/Aufbewahrung
  • (Spiegelelement)

Teilen Sie Ihre Handlungen und Bedürfnisse am Waschplatz den verschiedenen Aufgabenbereichen an Ihrem Waschtisch zu. Stellen Sie Überlegungen zu seiner praktischen Nutzung an:

  • Benötigen Sie tatsächlich ein Doppelwaschbecken?
  • Oder wäre der Platz auf dem Waschtisch mit einem Waschbecken und einer Ablagefläche besser genutzt?
  • Sind Sie bereit, ständig zu putzen, damit Ihr Waschtisch sauber aussieht?
  • Welche Familienmitglieder benutzen den Waschplatz und zu welchen Zeiten?
  • Wie soll der Unterschrank für Ihre Sachen beschaffen sein?
  • Möchten Sie Ihre Kosmetikutensilien in komfortablen Schubladen verwahren oder wäre es hilfreicher, den Schrankraum in Fächer aufzuteilen, um dort Handtücher griffbereit zu halten?

Im Vorfeld gilt es also, viele Fragen zur persönlichen Nutzung Ihres Waschplatzes zu klären. Erst wenn Sie sich über Ihre Bedürfnisse im Klaren sind, wissen Sie, welche Anforderungen Ihr Waschtisch erfüllen muss.

Danach ergibt sich dessen Gestaltung fast von selbst.

Sobald Sie sich für die Art des Waschtisches und seine Funktionalitäten entschieden haben, können Sie sich den Details des Designs widmen. Je nach dem, welcher Stil Ihnen gefällt, wählen Sie Farbe, Oberfläche und Form Ihres Waschtisches passend dazu aus.

Tendieren Sie zu einer modernen Einrichtung, wählen Sie wahrscheinlich eine monochrome Farbpalette, schlichte Formen und glatte Oberflächen für Ihren Waschtisch aus. Fühlen Sie sich in einem traditionellen Ambiente wohler, gefallen Ihnen eher Oberflächen aus (behandeltem) Holz, eine warme Farbgebung und verspielte Details.

Das Angebot der Hersteller ist vielfältig und reicht von der günstigen Kompaktlösung im Baumarkt bis hin zum maßgeschneiderten Einzelmöbel vom Fachmann.

Tipp: Gefallen Ihnen Details, wie LED-Beleuchtung, Waschbecken mit Lotuseffekt oder Ordnungssysteme für Schubladen? Es gibt viele Extras, mit denen Sie Ihren Waschtisch gestalten können.

Materialien für Ihren Waschtisch; mehr als nur Keramik

Nachdem Sie sich für die Art Ihres Möbelwaschtisches entschieden haben, empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf die verschiedenen Materialien zu werfen. Bei Waschtischen finden inzwischen vielfältige Werkstoffe Verwendung, die unterschiedliche Merkmale und Stärken aufweisen. Von der klassischen Keramik über Glas bis hin zu Mineralguss. Hier stellen wir Ihnen die gängigsten Materialien vor.

Tipps zur Auswahl des richtigen Waschtisch
Tipps zur Auswahl des richtigen Waschtisch
  • Keramik:
    Keramik ist der Klassiker unter den Waschtischmaterialien und seit längster Zeit im Badezimmer im Einsatz. Das gebrannte Naturmaterial bietet viele Vorteile. Vor allem besticht Sanitärkeramik durch seine Beständigkeit und Robustheit. Die Oberfläche ist kratzfest, pflegeleicht, unempfindlich gegen Hitze (kochendes Wasser) und farbecht. Immer häufiger bekommt man sie auch mit Nano-Beschichtung. Durch diesen sogenannten Lotuseffekt, ist die Reinigung noch einfacher.

    Allerdings können herabfallende Gegenstände Splitterschäden verursachen, die dann ein Fachmann in Ordnung bringen muss.

  • Tipp: Ein Waschbecken in Keramik strahlt traditionelles Flair aus und ist die ideale Ergänzung für eine Badezimmereinrichtung im Landhausstil.
  • Stahlemaille:
    Denken Sie bei Stahlemaille bitte nicht mehr an den alten Krug aus Omas Zeiten mit den abgeplatzten Splittern. Heute ist Stahlemaille ein High-Tech-Material, das Stahl und Glas unter enormer Hitze zu einer untrennbaren Einheit verbindet und somit die Eigenschaften beider Werkstoffe ideal kombiniert. Das Material ist sehr hart und belastbar und dies bei einer unwiderstehlichen Optik. Die Oberfläche ist porenfrei und besonders hygienisch, weil sich keine Bakterien ansammeln können.
  • Tipp: Waschbecken aus Stahlemaille strahlen besondere Coolness und Eleganz aus. Sie sind zu schön zum Verstecken und eignen sich daher besonders gut für einen Auflagewaschtisch.
  • Glas:
    Vielleicht erstaunt es Sie, aber ein Waschbecken aus bruchsicherem Glas ist ebenso robust, wie ein Waschbecken aus Keramik oder Mineralguss. Glas als Werkstoff ist vor allem bei den Waschtischplatten im Kommen. Es verfügt über eine absolut porenfreie Oberfläche, die chemischen Angriffen durch Nagellackentferner oder scharfe Reinigungsmittel standhält. Auch gegen Hitze ist Glas beständig.

    Die brillant hochglänzende Optik macht den Glaswaschtisch zu einem edlen Blickfang. Allerdings ist eine Glasoberfläche anfälliger für sichtbare Kalkablagerungen, sodass Sie die Flächen regelmäßig mit einem Tuch abreiben sollten.

    Ein besonders großer Vorteil von Glaswaschtischen ist die bunte Farbauswahl unter Hunderten von Farbtönen.

  • Besonders edel: Schalen aus Glas
    Besonders edel: Schalen aus Glas
    Tipp: Mit einem Glaswaschtisch können Sie individuelle Farbe ins Bad zaubern. Wählen Sie aus der riesigen Farbpalette Ihren Lieblingston und stimmen Sie ihn auf Ihre Boden- und Wandfliesen ab.
  • Mineralguss:
    Ein Mineralguss entsteht durch die Verbindung von pulverförmigen Mineralien, die mit Kunstharz gebunden werden und erfreut sich wegen seiner vielen Vorzüge wachsender Beliebtheit. Das Material wird in Form gegossen, härtet aus und wird abschließend poliert und mit einem Hartlack versiegelt. Der Werkstoff besticht durch seine Formbarkeit und sein leichtes Gewicht, das jede Montage erleichtert. Der Mineralguss ist besonders bei Waschtischplatten beliebt, weil er viele Designs ermöglicht und durch seinen fugenlosen, glatten Look sehr modern wirkt. Versehentliche Beschädigungen am Material lassen sich meistens problemlos abschleifen. Auch zusätzliche Bohrlöcher, beispielsweise für einen Seifenspender, können nachträglich bruchsicher gebohrt werden. Jedoch ist der Mineralguss kratzanfälliger, als die anderen Materialien und verträgt weniger Hitze.

    Tipp: Mineralguss zeichnet sich durch seine samtweiche Oberfläche und angenehme Haptik aus. Das Material hat eine warme Ausstrahlung und steigert den wohnlichen Charakter Ihres Badezimmers.
    Was ist eigentlich Mineralguss?
    Was ist eigentlich Mineralguss?

Schnellvergleich der Materialien:

Material Vorteile Nachteile
Keramik
  • Robust, kratzfest, pflegeleicht, riesige Auswahl
  • Schlagempfindlich, schwer zu reparieren
Stahlemaille
  • Robust, kratzfest, pflegeleicht, besonders hygienisch, stylischer Look
  • Wenige Hersteller, kleine Auswahl, schlichte Designs
Glas
  • Robust, porenfrei, Riesige Farbauswahl
  • verstärkte Kalkablagerungen, aufwendigere Reinigung
Mineralguss
  • Leichte Montage, Formenvielfalt, verschiedene Farben, fugenfrei, pflegeleicht, langlebig, zusätzliche Bohrung möglich, warme Optik, gut zu reparieren
  • Geringere Temperaturbelastung, Reinigung schwieriger, kratzempfindlich

Formen für Ihren Waschtisch; Akzente mit starker Wirkung

Auch bei der Wahl Ihrer Waschbeckenform können Sie, dank flexibler Werkstoffe, aus vielen Möglichkeiten wählen. Unterschätzen Sie nicht die raumgreifende Wirkung von Linien bei Ihrer Auswahl. Ihr Waschtisch ist Stil gebend für Ihr Bad.

Wenn Sie sachliches Design bevorzugen, liegen Ihnen strenge, gradlinige Formen. Mögen Sie lieber das Verspielte, setzen Sie eher auf runde Waschbecken oder asymmetrisch geschwungene Exemplare.

Beziehen Sie ruhig Ihr Bauchgefühl mit ein. Welcher Formen-Typ sind Sie?

  • Gerade Linien zeigen klare Kante:

    Rechteckige Waschbecken bestechen durch ihre aufgeräumte Ästhetik und passen ideal in ein modernes Bad. Meistens sind sie für eine Wandmontage vorgesehen. Da sich dieser Formentyp besonders in zeitgemäßen Badeinrichtungen immer größerer Beliebtheit erfreut, gibt es inzwischen auch eine große Auswahl an eckigen Einbau-, Unterbau-, Halbeinbau- und Aufsatzbecken für Ihren Möbelwaschtisch.

    Schlauchbad © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
    Rechteckiges Waschbecken © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

    Als Aufsatzwaschbecken kommen sie besonders gut zur Geltung und setzen durch ihre kubische Formen klare Akzente für ein strenges Design.

  • Tipp: Aufgrund seiner Materialeigenschaft werden Sie bei Glaswaschtischen nur „runde Ecken“ finden. Aber auch ohne harte Kanten, kann ein Becken aus Glas sehr modern, gar futuristisch wirken und steht Ihrem Wunsch nach einem modernen Stil nicht im Wege.
  • Runde und ovale Formen wirken weich:
    Weiche Waschbeckenformen sind im Kommen. Es gibt sie in vielseitigen Varianten, die von oval bis kreisrund reichen.

    Sie passen sich gut an verschiedene Einrichtungsstile an. Je nachdem, wie das Becken gestaltet ist, fügt es sich in moderne Ausstattungen ebenso ein wie in ein traditionelles Ambiente.

  • Aufsatz-Waschbecken © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
    Rundes Aufsatz-Waschbecken © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
    Tipp: Ein rundes Aufsatzwaschbecken erinnert an Waschschüsseln aus Omas Zeiten und vermittelt vertraute Behaglichkeit. Es passt gut zum Landhausstil oder kann mediterranes Flair ins Bad bringen.
  • Organische Formen erscheinen natürlich und verspielt:
    Es gibt alternative Modelle, die jenseits von rund und eckig ein asymmetrisches Formenspiel bieten. Flexible, moderne Werkstoffe ermöglichen verspielte Designs. Organische Formen sind besonders bei Schalenbecken und Waschschalen („ruht“ auf einem Sockelring) beliebt und am häufigsten bei den Aufsatzbecken zu finden, weil hier ihre außergewöhnliche Form besonders zur Geltung kommt. Aber auch Waschtischplatten aus Mineralguss oder Glas nutzen die Möglichkeiten des Materials und werden in asymmetrische Formen gepresst.
Tipp: In diesem Segment finden Sie auch extravagante Becken aus Naturstein, von denen jedes ein Unikat ist. Bedenken Sie aber, dass Naturmaterialien empfindlich sind und eines höheren Pflegeaufwandes bedürfen.

Fazit

Waschtische gibt es heute in unzähligen Varianten, Formen und Materialien.
Es wird Ihnen in dieser Angebotsfülle leichter fallen, ein Modell zu wählen, wenn Sie sich im Vorfeld über Ihre räumlichen Gegebenheiten, Ihre Bedürfnisse und geschmacklichen Vorlieben bewusst sind. Danach entscheidet sich erst, welcher Waschtisch Ihre Anforderungen erfüllt und für Sie infrage kommt. Planen Sie Ihre Auswahl nach sachlichen Kriterien und lassen Sie sich nicht nur von der Optik eines Modells verführen.

Schließlich benutzen Sie im Badezimmer den Waschtisch am häufigsten. Es lohnt sich, ihn mit Bedacht auszuwählen, damit Sie sich dort jeden Tag wohlfühlen.

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