Neues Bad im alten Haus

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Neues Bad im Altbau

Badrenovierung © megakunstfoto, fotolia.com
Badrenovierung © megakunstfoto, fotolia.com

Ob Komplett- oder Teilsanierung, das Badezimmer im Altbau hat häufig eine Auffrischung nötig. Viele Badzimmer in alten Gebäuden stammen aus den 1970er Jahren, weder der Allgemeinzustand noch das Fliesendesign entsprechen dann den Anforderungen an ein modernes Wohlfühlbadezimmer. Ist eine Komplettsanierung des Badezimmers fällig, dann muss die komplette vorhandene Ausstattung entfernt und neu auf- bzw. eingebaut werden. Am Umbau sind zahlreiche Gewerke beteiligt.

Badsanierung: Viele Gewerke sind beteiligt
Badsanierung: Viele Gewerke sind beteiligt

Erste Überlegungen und Planungsgrundlagen

Soll im Altbau ein komplett neues Badezimmer entstehen, dann beginnen die Arbeiten mit der Entkernung. Sanitärobjekte und Fliesen an Wand und Boden werden entfernt, zum Teil muss auch die Wasser- und Abwasserinstallation sowie die Elektrik ausgebaut und erneuert werden. Der Zustand der Elektro- und Wasserleitungen zeigt sich oft erst nach der Entkernung, bei der Kalkulation der Badsanierung sollte dieser Posten als Zeit- und Kostenfaktor bereits mit eingeplant sein. Als Richtlinie für die Haltbarkeit von Wasserleitungen aus Kupfer oder Stahl gilt eine Lebensdauer von maximal 40 Jahren oder weniger. Generell empfiehlt es sich, bei einer Badsanierung gründlich vorzugehen und alte Leitungen auszutauschen, auch wenn sie noch einigermaßen intakt sind.

Bad Planung: Wichtige Punkte
Bad Planung: Wichtige Punkte
Tipp: Sind die Rohre und Leitungen veraltet, müssen diese nicht zwangsläufig ausgebaut werden. Der moderne Trockenbau bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, neue Leitungen und Rohre elegant verschwinden zu lassen, zum Beispiel über eine vorgefertigte Vorwandinstallation. Diese Variante erfordert jedoch ein ausreichendes Platzangebot.

Grundrissplanung fürs neue Bad

Bei der Badezimmersanierung im Altbau hat man es häufig mit kleinen und beengten Bädern zu tun. Eine Möglichkeit besteht darin, das Bad zu vergrößern und damit mehr Großzügigkeit zu schaffen. Dazu können bestehend nichttragende Wände komplett entfernt oder Wanddurchbrüche geschaffen werden. Die neuen Raumbegrenzungen schaffen leichte Trennwände, die flexibel auf die vorhandene Decke aufgestellt werden können.

Lässt sich das Bad nicht vergrößern, dann gibt es heute verschiedene Lösungen, um auch kleine Bäder zu Wohlfühlräumen zu machen. Einer der Hauptpunkte ist oft der Wunsch nach einer Dusche und einer Badewanne zugleich. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, liefern Hersteller heute intelligente Kombinationen, die teilweise auch über einen barrierefreien Zugang verfügen. So wird auch das enge Bad für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung nutzbar.

Tipp: Insbesondere die vorhandenen Abwasseranschlüsse sollten für die Planung des neuen Bades übernommen werden. Eine Verlegung ist meist mit aufwändigen Arbeiten verbunden, die sich durchs ganze Haus ziehen.
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Neue Abflussleitungen in alten Kanälen

Müssen die Abflussleitungen neu verlegt werden, ist ein möglicher Weg die Nutzung der bereits vorhandenen Kanäle und Schächte. Müssen aufgrund der Anordnung der Sanitärobjekte Anschlüsse verlegt werden, lässt sich dies häufig über Anschlussleitungen regeln, die innerhalb von Vorsatzschalen zu den Fallrohren hin verzogen werden.

Bad- und Sanitärrenovierung © megakunstfoto, fotolia.com
Bad- und Sanitärrenovierung © megakunstfoto, fotolia.com

Ist ein kompletter Austausch und die Neuanlage der Abwasserinstallation unumgänglich, dann muss der Platzbedarf von Anfang an berücksichtigt werden. Fallrohre DN 100 benötigen einen Schachtquerschnitt von 15 x 15 cm. Der vergleichsweise große Spielraum ist erforderlich, um eine sichere Befestigung mit Schallentkopplung zu gewährleisten. Für die Verlegung neuer Abwasserleitungen gibt es drei mögliche Methoden:

  • Unter Putz mit neu angelegtem Mauerschlitz
  • Innerhalb einer verkleideten Vorwandinstallation
  • Innerhalb eines bereits vorhandenen ungenutzten Kamins
Tipp: Die Verlegung im Kamin erfolgt über eine abschnittsweise Öffnung des Zuges, dieses Verfahren ist mit sehr viel Staub und Schmutz verbunden. In der Regel kann das Verfahren nicht angewandt werden, wenn die Räume bewohnt sind.

Lieber ersetzen statt sanieren!

Einige Anbieter versprechen mit der sogenannten Innenrohrsanierung eine praktikable, kostengünstige und schnelle Lösung für die Sanierung alter Rohrleitungen. Die Rohre werden dabei mit einem Sandstahlverfahren von innen gereinigt und mit Epoxidharz ausgekleidet. Nach dem Abtrocknen sind die Rohrleitungen wieder dicht und halten noch einige Jahre. Das scheinbar so vorteilhafte Verfahren der Rohrsanierung hat allerdings seine Tücken. So können Schadstoffe aus der Beschichtung, wie zum Beispiel Bisphenol A, ins Trinkwasser übergehen, bereits bei der Reinigung der Rohre mit der Sandstrahltechnik kann es zu Rohrbrüchen durch Überlastung kommen.

Tipp: Es sollte wohl überlegt werden, ob sich Einsparungen an dieser Stelle wirklich auszahlen. Wird das Bad ohnehin komplett saniert, sollte auf jeden auch ein Austausch der alten Rohre vorgenommen werden. Ansonsten müssten nach einigen Jahren die neuen Fliesen und Sanitärobjekte im Bad für die Rohrsanierung wieder ausgebaut werden.

Vorwandinstallationen für neue Sanitärobjekte

Vorwandinstallationen sind die eleganteste Art, neue Sanitärobjekte in ein Bad zu integrieren. Sie bieten Platz für Rohre, Leitungen und Technik und ermöglichen die einfache Wandmontage von WC, Waschbecken oder Bidet. Gleichzeitig werden bei halbhohen Installationen zusätzliche Ablageflächen im Bad gewonnen. Raumhohe Vorwandinstallationen verdecken hässliche Wände oder Flecken. Zu beachten ist allerdings, dass die Ständerwerke eine Breite von 15 bis 20 cm mitbringen und damit die Grundfläche des Bades spürbar verringern.

Vorwandinstallation für Sanitärobjekte
Vorwandinstallation für Sanitärobjekte

Vorwandinstallationen gibt es als vorgefertigte Elemente, die als Ständerkonstruktion aus Metallprofilen an der Badezimmerwand sowie am Fußboden befestigt werden. Die Installationswände bieten vorgefertigte Anschlüsse, Abstände werden über flexible Kunststoffleitungen überbrückt. Das schafft vor allem bei der Altbausanierung zusätzliche Freiheit bei der Gestaltung. Durch Dämmmaterial in den Hohlräumen wird der Schallschutz gesichert, Kaltwasserrohre sind zusätzlich gedämmt, um Kondensation zu vermeiden. Die Vorwandinstallation wird mit Gipskartonplatten verschalt, diese dienen – nach der entsprechenden Abdichtung – als Untergrund für die Wandfliesen. Die Abdichtung erfolgt mit dauerelastischen Fugenmassen.

Neue Fliesen – neues Bad

Fliesen im Bad entfernen © VRD, fotolia.com
Fliesen im Bad entfernen © VRD, fotolia.com

Die Fliesen bestimmen den Eindruck des Badezimmers maßgeblich mit. Das gilt für Atmosphäre und Stil, aber auch für den Alterseindruck. Wird das Badezimmer renoviert, dann sind neue Fliesen fast schon obligatorisch. Muss die Installation unter dem Wand- und Bodenbelag ohnehin erneuert werden, dann kann fast in einem Aufwasch auch neu gefliest werden. Alternativ gibt es die Möglichkeit, die alten Fliesen zu belassen und neu darüber zu fliesen. Das spart viel Aufwand, hat allerdings den Nachteil, dass die Fliesenaufkantung zur Wand sehr dick wird. Ist das Budget sehr knapp, dann gibt es eine weitere Möglichkeit, das Badezimmer aufzuwerten: Bei einer Fliesenbeschichtung werden die vorhandenen Fliesen repariert und anschließend mit einem widerstandsfähigen Anstrich versehen. Gleiches gilt für die Fugen. Fachgerecht ausgeführt, kann die Beschichtung das Badezimmer optisch aufwerten. Zu bedenken ist dabei, dass die alte Fliesensubstanz erhalten bleibt und möglicherweise nach einigen Jahren doch ausgetauscht werden muss.

Fliesen Erneuerung im Badezimmer: Möglichkeiten
Fliesen Erneuerung im Badezimmer: Möglichkeiten
Tipp: Bei der Wahl der Fliesen sollte Farbe und Muster unabhängig von der Sanierungsmethode so gewählt werden, dass die Vorzüge des Badezimmers herausgestellt werden. Dekofliesen, helle Fliesen für kleine Bäder und weitere Gestaltungselemente setzen jedes Bad ins richtige Licht.
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