Kratzer in der Wannebanne entfernen

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Kratzer in der Badewanne – in sechs Schritten ist er weg

Schnell ist es passiert: Eine Flasche mit Rasierwasser, ein Föhn oder ein anderer Gegenstand rutscht aus der Hand, knallt auf das Waschbecken oder in die Badewanne – ist schon ist ein Kratzer da, wenn nicht eine größere Beschädigung. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch üble Folgen haben: Liegt das Metall unter der Emailleschicht blank, beginnt es irgendwann zu rosten. Einmal ganz davon abgesehen, dass raue Stellen in der Oberfläche das Badevergnügen beeinträchtigen. Irgendwann führt dann am Austausch der Badewanne kein Weg mehr vorbei. Dabei ist es gar nicht schwer, solche Schäden selbst zu reparieren

Badewanne © bennnn, stock.adobe.com
Badewanne: Kleine Kratzer in der Wannebanne entfernen © bennnn, stock.adobe.com

Für kleinere Schäden, oberflächliche Kratzer also, kann man auf einen Reparaturlack zurückgreifen, denn es als Spray und als Stift gibt. Kleinere Kratzer im Wannenacryl lassen sich gelegentlich mit einem herkömmlichen Radiergummi herauspolieren – ein Test lohnt sich. Wenn es doch mehr ist, besorgt man sich am besten im Baumarkt ein spezielles Set, das alle notwendigen Materialien enthält. Dabei sollte man gleich darauf achten, das Set für die richtige Wannenfarbe zu kaufen. Und wenn die Löcher tiefer sind als ein halber Zentimeter, dann sollte man schon einen Fachmann hinzuziehen.

Wenn man es übrigens nicht schafft, die Spuren des Malheurs gänzlich zu beseitigen, so ist eine optisch nicht ganz hundertprozentige Stelle eher akzeptabel und hat keine Folgeschäden, im Unterschied zu einem Loch. Zögern sollte man also nicht. Weil es hier vor allem um Badewannen geht, konzentriere wir uns auf zwei Materialien – Emaille und Acryl.

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Hier kommt die Anleitung – so geht die Reparatur Schritt für Schritt. Lesen Sie sie zuerst komplett durch, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt.

  1. Schritt 1: Reinigen der schadhaften Stelle
    Entfernen Sie auf jeden Fall Schmutz und Rost – ob Sie dafür Schleifpapier nehmen oder ein hartes Werkzeug, mit dem man auch etwas abkratzen kann, müssen Sie je nach Art des Schadens entscheiden. Gehen Sie aber vorsichtig zu Werke, um nicht weitere Schäden zu verursachen. Acryl beispielsweise verträgt Schmirgelpapier gar nicht gut. Fettfrei und trocken muss die beschädigte Stelle auch sein.
  2. Schritt 2: Spachtelmasse anmischen
    In den gängigen Sets für Emaille gibt es Spachtelmasse und Härter, die zumeist in Mischungsverhältnis 30 zu 1 miteinander vermischt werden müssen. Dazu kann man ein Holzstäbchen oder ein ähnliches Werkzeug verwenden. Das Verhältnis ist ungefähr so wie das von Walnuss zu Erbse – es kommt nicht so darauf an, das angegebene Verhältnis genau zu treffen.
    Praxis-Tipp: Damit die Mischung blasenfrei ist, streicht man sie auf einem Stück Pappe zunächst auseinander und schiebt sie dann wieder zusammen.
    Bei Acrylwannen besorgt man sich ein für die Reparatur vorgesehenes spezielles Gel.
  3. Schritt 3: Spachtelmasse auftragen
    Nun wird die schadhafte Stelle ausgespachtelt. Liegt die schadhafte Stelle in einer Rundung, können Sie einen Teigschaber oder ein ähnlich flexibles Werkzeug nehmen, um die Rundung einigermaßen hinzubekommen. Trödeln Sie nicht zu lang – die angemischte Spachtelmasse sollte im Lauf der nächsten vier Minuten verarbeitet werden. Deshalb sollte man gleich entfernen, was auf der angrenzenden Emaille kleben bleibt. Anschließend muss die Spachtelmasse 30 Minuten aushärten. Löcher in Acrylwannen werden mit Gel wieder aufgefüllt.
  4. Schritt 4: Schleifen
    Eine verspachtelte Fläche in einer Emaille-Wanne wird trocken mit herkömmlichem braunen Schmirgelpapier geschliffen, in einer Emailwanne kommt schwarzes Schleifpapier nass zum Einsatz. Passen Sie auf, dass Sie mit dem Schleifpapier nicht im angrenzenden Bereich neue Schäden am Acryl oder an der Emailleschicht anrichten. Begutachten Sie nach dem Schleifen Ihr Ergebnis. Ist die Fläche nicht so glatt, wie Sie es sich vorgestellt haben, verspachteln Sie sie nochmals und schleifen anschließend wieder. Je nach Größe des Schadens müssen diese beiden Arbeitsgänge sogar mehrfach wiederholt werden.
  5. Schritt 5: Lack auftragen
    Den Badewannenlack gibt es zu Sprühen oder zum Auftragen mit einem Pinsel. Sprühdosen müssen immer kräftig geschüttelt werden, in jedem Fall empfiehlt sich ein Test.

    Praxis-Tipp: Praktisch ist, sich eine Schablone aus Papier in Form der beschädigten Stelle anzufertigen.

    Womöglich sind mehrere Schichten erforderlich. Anschließend muss die Stelle vier Tage trocknen. Wer nicht ein Set kaufen, sondern sich das Material selbst zusammenstellen möchte, der sollte darauf achten, dass der ausgewählte Lack für die Reparatur von Badewannen vorgesehen ist. Überhaupt sollte man ausschließlich hochwertige Spezialprodukte verwenden.

  6. Schritt 6: Polieren
    Mit einer im Handel erhältlichen Lackpolitur kann die ausgebesserte Stelle poliert werden, wenn man möchte. Diese Politur ist in den meisten Sets nicht enthalten.

Und später: Behandeln Sie die reparierte Stelle nicht mit konzentrierten oder scheuernden Reinigungsmittel. Organische Polituren, Desinfektionsmittel und alkoholhaltige Polituren sind ebenfalls tabu.

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