Badewanne: Typen und Größen

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Die Auswahl ist groß – die neue Badewanne will gut geplant sein

Wer für einen Neubau das Badezimmer plant, sollte sich früh damit befassen, welche Badewanne eingebaut werden soll. Denn es gibt unterschiedliche Formen und Größen, und das heißt auch, dass Wasseranschluss und der Ablauf gleich an den richtigen Stellen platziert werden müssen. Wer ein vorhandenes Bad saniert, der muss wiederum bei der Auswahl der neuen Wanne die Lage der Anschlüsse berücksichtigen.

Badewanne © bennnn, stock.adobe.com
Badewanne © bennnn, stock.adobe.com

Ob und welche Veränderungen möglich sind, ergibt sich aus den örtlichen Verhältnissen – wer sich da kein Urteil zutraut, der muss den Fachhandwerker einschalten. Unter anderem müssen die Abflussrohre gewisse Mindestneigungen haben, damit das Wasser tatsächlich abläuft.

Badewannen: Diese Badewannenarten gibt es
Badewannen: Diese Badewannenarten gibt es

Zusätzliche Kosten bedeuten solche Veränderungen auf jeden Fall. Trotzdem ist es natürlich gut, dass es durch ein breiteres Angebot viel mehr Möglichkeiten gibt. Wir geben einen Überblick:

Bewährt: Die Rechteckbadewanne

Der Klassiker ist die traditionelle rechteckige Badewanne, die zumeist 75 oder 80 Zentimeter breit ist. Die meisten eingebauten Modelle sind zwischen 170 und 190 Zentimetern lang. Wenn nicht viel Platz ist, kann man auch Längen von 140 oder 150 Zentimetern nehmen, was aber bereits für Nutzer durchschnittlicher Größe eine Einschränkung bei der Bequemlichkeit bedeutet. Aber die Menschen werden immer größer, und dem müssen sich die Wannen anpassen. Durchaus zu haben sind auch 220 Zentimeter lange Wannen. Über eine große Auswahl kann man allerdings nur für Längen bis 190 Zentimeter verfügen, und längere Varianten sind zumeist auch deutlich teurer. Bei den Breiten kann man sich mit 60 Zentimeter begnügen, wenn man nicht viel Platz hat. Wer gerne zu zweit badet, entscheidet sich aber lieber für eine 100 Zentimeter breite Wanne.

Badsanierung im Trockenbau © Marco2811, stock.adobe.com
Rechteckbadewanne wird eingebaut © Marco2811, stock.adobe.com

Dabei kann man durchaus ein paar allgemeine Grundregeln formulieren. Gut ist, wenn man bis zum Hals eintauchen kann und die Schultern bequem zwischen die Außenwände passen. Am besten kann man die Beine komplett ausstrecken, denn es ist unbequem, wenn man sie anwinkeln muss. Zu lange Wannen sind übrigens auch ein Problem – die Füße können nicht am Rand abgestützt werden, und der Nutzer rutscht ständig ab. Gut überlegen sollte man auch, ob die Wand am Rücken eher steil oder eher flach sein sollte. Wannen mit flacher Rückenlehne sind tendenziell niedriger, so dass man leichter ein- und aussteigen kann, dafür sind sie länger. Mit einer steilen Rückenlehne braucht man mehr Wasser, möchte man, dass die Schultern bedeckt sind. Dafür können die Wannen kürzer ausfallen.

Die Bezeichnung Rechteckwanne bezieht sich übrigens auf die äußere Form der Wanne. Das Innenbecken kann unterschiedliche Formen haben – ebenfalls strikt rechteckig beispielsweise, oval, trapezartig oder auch tropfenförmig. Die inneren Ecken sind zumeist abgerundet, aber es gibt auch Modelle, bei denen die Innenwände im rechten Winkel aufeinander treffen. Die Form des Innenbeckens ist vor allem Geschmacksache.

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Auf den Zweck kommt es an

Am Ausgangspunkt der Planungen sollte aber auch die Überlegung stehen, welchen Zweck die Badewanne erfüllen soll. Hält man sich gerne zu zweit auf, sollte sie groß genug sein. Geht es vor allem um das schnelle Bad, muss die ganze Anlage praktisch sein. Verbringt man lange Zeit in der Wanne, geht es auch um Komfort und Behaglichkeit.

Badezimmer im Dachgeschoß © mariesacha, fotolia.com
Badezimmer im Dachgeschoß mit Eckbadewanne © mariesacha, fotolia.com

Eine geräumige Eckbadewanne bietet natürlich ein ganz anderes Badevergnügen als die oft eher enge Rechteckwanne. Zu bedenken ist, dass sie mehr Platz braucht. Oft ist die Anordnung aller Badelemente schwieriger, wenn eine Eckbadewanne eingebaut werden soll, denn von gleich zwei Badezimmerwänden wird ein größeres Stück für die Wanne gebraucht. Der gleiche Effekt ist bei sechs- oder achteckigen Badewannen zu bedenken.

Wenn es eng wird

Wer nicht viel Platz hat, der kann zu einer Raumsparwanne greifen. Beispielsweise durch abgeschrägte Ecken kann deutlich mehr Bewegungsspielraum im Badezimmer gewonnen werden. Auch eine Eckbadewanne kann übrigens eine Raumsparwanne sein. Die Liegerichtung ist dann schräg zu den Wänden, das kann in bestimmten kleinen Bädern ein Vorteil sein.

Ein Hingucker in jedem Badezimmer sind freistehende Wannen. Aber aufgepasst: Es muss an die betreffende Stelle ein Ablauf gelegt und natürlich auch freistehende Armaturen platziert werden. Das kann ziemlich teuer werden, vor allem wenn es nachträglich eingebaut wird. Baut man neu, kann man die Rohre gleich entsprechend einplanen. Will man sie nicht nutzen, lässt man sie unter dem Bodenbelag verschwinden. Generell sollte man auch berücksichtigen, dass eine frei stehende Wanne ihre optische Wirkung nur in einem recht große Badezimmer entfaltet. Rundum sollte der Abstand zur Wand oder anderen Badelementen mindestens 55 Zentimeter betragen. Freistehende Badewannen gibt es in eher nostalgischer Optik, etwa auf messing- oder goldfarbenen Füßen, aber auch mit Verkleidung, gerne einige Zentimeter in den Boden eingelassen.

Badewanne freistehend © ALDECAstudio, fotolia.com
Badewanne freistehend © ALDECAstudio, fotolia.com
Badezimmer mit Granitboden © photographee.eu, fotolia.com
Badezimmer mit freistehender Badewanne © photographee.eu, fotolia.com

Eine zusätzliche Wellnesskomponente bringt eine Badewanne mit Whirlpoolfunktion ins Badezimmer. Technisch gibt es zwei Varianten – entweder wird Umgebungsluft am Wannenboden ins Badewasser geblasen, oder es wird Wasser angesaugt, mit Luft versetzt und zurück in die Wanne gedrückt. In beiden Fällen wird eine Massagewirkung erzielt. Es gibt auch Wannen, die beide Methoden kombinieren.

Daneben gibt es noch einiges an Zubehör, das für zusätzlichen Komfort sorgt. Griffe an den richtigen Stellen erleichtern Ein- und Ausstieg. Nackenrollen stützen den Kopf, Armlehnen geben Halt. Manches kann man nachttäglich anbringen, anderes wird in die Wanne integriert. Angeboten werde auch Gimmicks wie Unterwassermusik und Lichteffekte.

Welches Material soll es sein?

Bevor man sich um solche Dinge kümmert, steht aber noch eine ganz andere Entscheidung, nämlich die, aus welchem Material die Badewanne bestehen soll. Da gibt es mehr Möglichkeiten, als man im ersten Moment glaubt. Der Klassiker ist emailliertes Stahl, robust, haltbar, leicht zu reinigen, aber beim Einsteigen etwas kühl. Acryl erlaubt eine größere Formvielfalt, und das Wasser kühlt nicht so schnell ab, allerdings sind diese Flächen etwas empfindlicher.

Natursteine und Beton haben ihren besonderen Charme, aber auch ihr Gewicht und ihren Preis. Holz hat ökologische Vorteile und speichert die Wärme lange, braucht aber etwas Pflege. Gusseiserne Wannen halten die Wärme lang, entfalten ihre optische Wirkung aber nur, wenn das Bad nicht zu klein ist. Glas kommt sehr elegant daher, muss aber gut sauber gehalten werden. Mehr Informationen zum Material findet Sie in unserem Artikel Badewannen Materialwahl.

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