Toilette austauschen

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Toiletten tauschen – so geht‘s: Mit den richtigen Kniffen kein Problem

Toiletten werden mit der Zeit unansehnlich – je anspruchsvoller man in Sachen Toilettenoptik ist, um so früher wird der Austausch fällig. Möchte man den Stil des Badezimmers ändern oder von Flach- auf Tiefspüler wechseln, führt daran ebenfalls kein Weg vorbei. Nicht unbedingt notwendig ist es, einen teuren Handwerker zu bestellen. Wer mit Bedacht arbeiten kann, der kriegt das hin. Nur in Eile sollte man eine solche Arbeit nicht ausführen – bei Pfusch drohen teure und nervige Wasserschäden. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Badezimmer mit schwarzen Fliesen © Photographee.eu, stock.adobe.com
Badezimmer mit neuem WC © Photographee.eu, stock.adobe.com

Es geht hier ausdrücklich nicht um einen Wechsel vom Stand- zum Wand-WC. Das ist möglich, bedeutet aber einen erheblichen Aufwand. Ohne weiteres machbar ist dagegen der Wechsel vom Flach- zum Tiefspüler oder umgekehrt.

Gute Planung ist (fast) alles

Einige Vorbereitungen trifft man am besten eine Weile vorher. Wohnt man in einer Mietwohnung, sollte man mit dem Vermieter Kontakt aufnehmen. Ist das vorhandene WC kaputt, muss er den Austausch sogar bezahlen. Vor allem wenn neue Löcher in Fliesen gebohrt werden sollen, muss er damit einverstanden sein. In älteren Mehrfamilienhäusern gibt es gelegentlich keinen Absperrhahn an der Toilette, manchmal noch nicht einmal für jede Wohnung. Stellt man das Wasser für das ganze Haus ab, muss das mit den anderen Bewohnern abgesprochen werden.

Dass man ein neues WC besorgen muss, liegt auf der Hand. Bringt man es an Ort und Stelle, kann man oft gleich erkennen, ob die vorhandenen Rohre reichen, oder ob sich wegen anderer Größenverhältnisse etwas ändert. Muss man andere Rohre einbauen, sollte man auch diese rechtzeitig besorgen.

Notwendig sein könnte es, angerostete Muttern mit Rostlöser zu lockern. Am besten setzt man dieses Mittel bereits am Vortag ein. Und wenn man sich am Spülkasten ohnehin zu schaffen macht, etwa um das Eckventil zu schließen, dann sollte man ihn auch gleich entkalken. Das bietet sich vor allem bei in die Wand eingebauten Spülkästen an.

Kann es dann endlich losgehen? Fast! Am besten legt man noch das Badezimmer oder wenigstens den Bereich um die Toilette mit Pappe oder einer alten Decke aus. Dann kann man das neue und das alte WC abstellen, oder die Fliesen oder die Keramik zu beschädigen. Außerdem sollte man einen Eimer bereitstellen, um aus den Rohren auslaufendes Wasser aufzufangen.

WC austauschen: Gute Vorbereitung ist wichtig
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Wasser aus, sonst droht die Überschwemmung

Zuerst muss dann das Wasser abgestellt werden. Liegt das Eckventil offen, wird es fest zugedreht. Verbirgt sich der Zulauf in einer Vorwandinstallation, schiebt man die Drückerplatte etwas nach oben und nimmt sie ab. Dahinter befindet sich auch das Ventil. Nach dem Zudrehen betätigt man die Toilettenspülung, damit der Spülkasten leer ist. Dann löst man das Silikon zwischen der Toilette und der Wand oder dem Fußboden; je nachdem, wo die Toilette befestigt ist. Man kann dafür ein spitzes Küchenmesser oder ein Teppichmesser verwenden.

Toilettenspülung reparieren © jozsitoeroe, fotolia.com
Spülkasten vor Demontage leeren © jozsitoeroe, fotolia.com

Um die Abdeckungen der Befestigungsmuttern zu lösen, benutzt man eher einen Schraubenzieher, dann löst man die Muttern selbst. Dann kann man das WC auch schon entfernen – das Wand-WC wird vorsichtig von den Gewindestangen gezogen, das Stand-WC muss etwas angehoben werden. Da noch Wasser in der Toilette sein kann, ist Vorsicht geboten, und dieses Wasser kann in den bereitgehaltenen Eimer geleert werden.

Das gilt auch für das Wasser in den Rohren, die eventuell abgebaut werden müssen. Das hängt von der Situation im Einzelnen ab. Wenn die alten Rohre in Position bleiben und wiederverwendet werden können, sollte sie auf Kalk- und Schmutzablagerungen überprüft werden. Finden sich solche, können sie mit einer Reinigungsspirale, einem Schraubenzieher oder einem starken Wasserstrahl beseitigt werden.

Wer sich an den Gerüchen stört, die oft aus dem Ablaufrohr kommen, der kann dieses für den weiteren Verlauf der Arbeiten mit einem Lappen verstopfen. Entfernt werden muss eventuell noch der Schallschutz – das sind Kunststoffelemente, die auf den Gewindestangen sitzen oder auf den Bohrlöchern im Fußboden. Aus diesen holt man auch noch eventuell vorhandene Dübel heraus. Außerdem werden jetzt noch vorhandene Silikonreste an den Fliesen entfernt. Wenn es nicht anders geht, kann man dafür Silikonlöser verwenden.

Löcher in die Fliesen – auf den Bohrer kommt es an

Dann muss geprüft werden, ob das neue WC in die alte Befestigung passt. Beim Wand-WC kommt es darauf an, dass die Gewindestangen den richtigen Abstand zueinander haben. Manche kann man nachstellen – wenn nicht, muss man die Toilette umtauschen. Beim Stand-WC ist es am einfachsten, wenn man die vorhandenen Bohrlöcher erneut benutzen kann.

Andernfalls muss man neue Löcher bohren. Dabei ist einiges zu beachten, um Schäden an den Fliesen zu vermeiden. Auf jeden Fall ist ein spezieller Fliesenbohrer notwendig. Die zu bohrende Stelle sollte kreuzweise mit zwei Klebebändern verklebt werden – dies verhindert ein Ausplatzen der Ränder, und die Bohrmaschine verrutscht nicht. Die Bohrmaschine sollte auf eine niedrige Drehzahl eingestellt und, sofern vorhanden, unbedingt ohne Schlagfunktion eingesetzt werden. Sind die Löcher fertig, wird der Staub herausgesaugt und die Dübel eingesetzt.

Dann wird geprüft, ob die vorhandenen Rohre wiederverwendet werden können. Müssen Rohre gekürzt werden, verwendet man eine feinzahnige Handsäge. Wichtig ist, dass die Rohre gerade und weit genug ineinander stecken. Wenn nötig, kann man sich diesen Zusammenbau mit Gleitmittel einfacher machen. Nicht vergessen darf man jetzt die Schallschutzelemente und die Manschette, die den Übergang des Abwasserrohres in die Wand verdeckt. Beim Platzieren des WCs, ob an der Wand oder auf dem Boden, achtet man auf eine einwandfreie Führung der Rohre. Unbedingt notwendig sind auch die mitgelieferten Unterlegscheiben. Dass die Muttern ordentlich festgezogen werden müssen, versteht sich von selbst.

Schallschutz bei Sanitäranlagen
Schallschutz bei Sanitäranlagen

Zum Schluss das Silikon

Bevor man die Muttern und die Enden der Schrauben wieder unter den Abdeckungen verschwinden lässt, sollte man prüfen, ob das ganze System richtig funktioniert und dicht ist.

Toilette mit Silikon verfugen  © WavebreakmediaMicro, fotolia.com
Toilette mit Silikon verfugen © WavebreakmediaMicro, fotolia.com

Also wird die Wasserzufuhr wiederhergestellt, schließlich die Spülung betätigt. Ist alles einwandfrei, steckt man die Abdeckungen auf die Muttern verschließt die Fugen wieder mit Silikon.

WC-Einbau: Zum Schluss kommt das Silikon
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