Wasserhahn tropft

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Wenn der Wasserhahn tropft, dann nervt das nicht nur. Sondern es läuft auch kostbares Trinkwasser weg, und zwar gar nicht so wenig. Fünf Liter können am Tag durchaus zusammenkommen, und das wird dann mit der Zeit auch teuer. Zumal aus den einzelnen Tropfen im Laufe der Zeit ein dünnes Rinnsal wird.

Als muss der Wasserhahn repariert werden – und das ist gar nicht so schwer. Schon gar nicht bei einer Mischbatterie mit mehreren Ventilen, die man aufschrauben muss, um die Dichtungen auszutauschen. Aber auch beim Einhebelmischer muss nicht unbedingt der Fachmann ran.

Wasserhahn tropft © Andrey Kuzmin, stock.adobe.com
Wasserhahn tropft © Andrey Kuzmin, stock.adobe.com

Wir erklären in sieben Schritten, wie es geht:

  1. Eimer und Wischlappen bereitlegen. Wenn man sich an Armaturen zu schaffen macht, kann immer auch Wasser auf den Boden laufen, dann ist es am einfachsten, wenn man es gleich wieder aufnehmen kann.
  2. Eckventile schließen. Diese Ventile befinden sich zumeist unter dem Spül- oder Waschbecken. Sie sperren den weiteren Zulauf von Wasser ab. Wer diesen Schritt vergisst, hat ein Problem. Aber unbedingt nach dem Schließen der Ventile kurz Wasser laufen lassen, um den Druck aus der Leitung zu nehmen.
  3. Wasserablauf im Becken abdecken. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Kleinteile im Ausguss verschwinden, und dann muss man auch noch den Siphon ausbauen.
  4. Griff abschrauben. Zu diesem Zweck müssen die oft versteckt angebrachten Schrauben gelöst werden. Ob man dafür einen Schraubendreher braucht oder auch Inbusschlüssel, hängt vom Modell der Armatur ab. Finden sich keine Schrauben, kann es auch sein, dass der Griff nur nach oben abgezogen werden muss. Damit man ihn ordentlich packen kann, sollten Hand und Griff trocken und fettfrei sein.
  5. Kartusche abschrauben und herausnehmen. Die Kartusche ist das Bauteil im Inneren der Armatur, in der kaltes und heißes Wasser gemischt werden. Optimal für diesen Arbeitsgang ist ein Steckschlüssel, mit einem Gabelschlüssel oder einer Rohrzange kommt man aber auch zurecht.
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  7. Kartusche reinigen. Zu diesem Zweck wird sie über Nacht in eine Mischung aus Essigessenz und Wasser (Verhältnis 1 zu 3) gelegt. Man kann auch Essigsäurepulver oder eine Aspirin-Tabelle in Wasser auflösen und diese Flüssigkeit verwenden. Die Wirkung wird verstärkt, wenn alles erwärmt, aber keinesfalls zum Kochen gebracht wird. Vorsicht ist geboten, wenn man mit Essig in der Nähe der Armatur hantiert – diese kann die Oberflächen dauerhaft matt machen, und das ergibt unschöne Flecken.
  8. Kartusche abspülen. Mit klarem Wasser spült man Reste der Reinigungslösung ab, die man ja nicht im Wasser haben möchte. Eventuell immer noch vorhandene Kalk- und Schmutzreste kann man beispielsweise mit einer gebrauchten Zahnbürste entfernen.
  9. Dichtungen austauschen. Bei Einhebelmischer mit beweglichem Wasserablauf sind Dichtungen eingebaut. Diese sollten ausgetauscht werden, wenn man schon die gesamte Apparatur aufschraubt. Gelegentlich sind diese Dichtungen auch die Ursache des Übels, aber dann gilt umgekehrt: Wenn man schon alles offen hat, kann man auch gleich noch die Kartusche reinigen.
  10. Kartusche einsetzen und befestigen. Natürlich gelangt die Kartusche auf dem gleichen Weg in die Armatur, wie sie zuvor herausgekommen ist, und sie wird auch wieder entsprechend befestigt. Bei diesem und beim nächsten Schritt ist darauf zu achten, Schrauben beim Befestigen nicht zu überdrehen. „Nach fest kommt ab“, sagt der Handwerker.
  11. Griff befestigen, Eckventile aufdrehen, Eimer und Wischlappen wegräumen. Tropft es immer noch, hat man nicht sorgfältig gearbeitet – dann muss ein zweiter Versuch her, oder ein Handwerker.
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