Heizung im Bad

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Heizen im Bad

Bei einer Badsanierung ist oft auch die Heizungsanlage mit auf dem Plan. Sehr alte Bäder verfügen über keine Heizkörper und müssen nachgerüstet werden, teilweise werden veraltete Heizelemente gegen optisch und funktional ausgereifte Modelle ausgetauscht. Um die Heizung im Badezimmer nachzurüsten oder zu modernisieren, gibt es verschiedene Varianten.

Bad mit Heizkoerper © photowahn, fotolia.com
Bad mit Heizkoerper © photowahn, fotolia.com

Elektrisch oder Warmwasser?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob der Heizkörper oder die Flächenheizung im Badezimmer elektrisch betrieben oder an die Heizungsanlage angeschlossen wird. Während die elektrische Variante deutlich weniger baulichen Aufwand mitbringt, haben sich die Kosten für den Anschluss an die Heizung schnell amortisiert. Der teure Strom dagegen belastet dauerhaft das Haushaltsbudget. Dies gilt insbesondere für größere Bäder, in denen die Heizleistung leicht 1.000 bis 1.500 Watt beträgt. Die elektrische Variante bietet sich in kleinen und selten genutzten Badezimmern, in Gäste-WCs oder als Zusatzheizung zur warmwasserbetriebenen Fußbodenheizung an. Umgekehrt kann eine elektrische Fußbodenheizung einen warmwasserbetriebenen Heizkörper im Bad sinnvoll ergänzen.

Die Varianten im Überblick

Einen klassischen Heizkörper einzubauen macht Sinn, wenn

  • das Badezimmer eine große Grundfläche besitzt.
  • der Heizkörper die einzige Wärmequelle darstellt.
  • die Zentralheizung effizient und energiesparend arbeitet.

Die elektrische Variante der Badezimmerheizung kommt in Frage, wenn

  • eine Fußbodenheizung oder eine andere Heizquelle vorhanden ist.
  • der Heizkörper vorwiegend als Handtuchwärmer dient.
  • das Badezimmer sehr klein ist.
  • das Bad selten benutzt wird.
Heizung im Badezimmer: Elektrische Heizung oder Warmwasser-Heizung
Heizung im Badezimmer: Elektrische Heizung oder Warmwasser-Heizung

Der Raumwärmebedarf

Damit der gewählte Heizkörper fürs Bad auch richtig dimensioniert ist, muss im ersten Schritt der Heizwärmebedarf ermittelt werden. Dazu sind folgende Parameter von Bedeutung:

  • Die Raumgröße
  • Der Zustand der Wärmedämmung der Außenwände
  • Die Raumlage in Bezug auf Außenwandflächen, Fensterflächen, Himmelsrichtung und Geschosslage
  • Die gewünschten Temperaturen im Bad
  • Das gewünschte Verhalten des Heizkörpers
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Badheizkörper

Im Handel sind verschiedene Arten von Heizkörpern erhältlich, einige davon sind fürs Badezimmer besonders gut geeignet. Man unterscheidet:

  • Flachheizkörper, die auch als Heizwand installiert werden können und einen hohen Anteil an Strahlungswärme mitbringen.
  • Röhrenheizkörper als Handtuchhalter und Handtuchwärmer im modernen Design. Die Formen reichen von flach-eckig bis geschwungen, ebenso vielfältig sind Farben und Größen. Wer im Badezimmer einen stylischen Touch einbringen will, wird hier sicher fündig.
  • Konvektoren sind für normal große Bäder suboptimal, da die Luft stark zirkuliert und somit viel Staub aufgewirbelt wird.
Tipp: Der klassische, warmwasserbetriebene Heizkörper kann solo oder auch in Kombination mit der Fußbodenheizung betrieben werden. Dann dient er vorwiegend als Handtuchalter und -trockner. Beim Alleinbetrieb muss die Dimensionierung gut an die Größe des Badezimmers angepasst werden.

Fußbodenheizung im Badezimmer

Fußbodenheizungen sind im Bad perfekt. Sie liefern die Wärme in Bodennähe und damit dort, wo sie gebraucht wird. Außerdem sorgen sie für ein angenehmes Raumklima und bringen Strahlungswärme ins Badezimmer. Dadurch kann die Raumtemperatur insgesamt auf niedrigerem Niveau bleiben als mit Heizkörpern. Die Fliesen im Bad eignen sich ausgezeichnet als Bodenbelag, da sie in der Lage sind, Wärme zu speichern. Idealerweise wird eine Fußbodenheizung – wahlweise elektrisch oder als Warmwassersystem bei einer Badsanierung mit eingebaut. Doch auch das Nachrüsten ist möglich, wenn auch etwas aufwändiger. In kleineren Bädern kann die Heizung oft an die vorhandene Heizungsanlage angeschlossen werden, diese sind in der Regel ausreichend dimensioniert. Der Anschluss erfolgt über den bereits vorhandenen Heizkörper oder wird bei Bedarf neu verlegt.

Elektrische Fußbodenheizung © view7, fotolia.com
Elektrische Fußbodenheizung © view7, fotolia.com

Für die nachträgliche Verlegung eignen sich sehr dünne elektrische Flächenheizsysteme mit einer Stärke von knapp 10 mm, die kaum auf den Fußbodenaufbau und dessen Höhe aufschlagen. Zur Auswahl stehen, wenn bauseits möglich, auch Warmwassersysteme oder Kombi-Fußbodenheizungen, die im Winter über die Heizungsanlage arbeiten und im Sommer elektrisch betrieben sind und so den Fußboden im Bad bei Bedarf warmhalten.

Fußbodenheizung im Badezimmer
Fußbodenheizung im Badezimmer
Tipp: Anstatt der oder zusätzlich zur Fußbodenheizung kann auch eine Wandheizung als Flächenheizung im Bad installiert werden und für angenehme Wärme als Strahlungswärme sorgen.

Wohin mit dem Heizkörper – die richtige Position

Als Standard wird für Badheizkörper ein Anschlussmaß von 15 cm über dem Fertigfußboden angegeben. Kommen Designheizkörper zum Einsatz, ist diese Maß nicht immer sinnvoll und kann auch individuell gewählt werden. Damit das Erscheinungsbild passt, sollten vor allem hohe Heizkörper in Flucht mit einer weiteren signifikanten Linie installiert werden. Das kann die Oberkante von Fenster und Tür oder Dusche, aber auch der obere Rand der Fliesen sein.

Tipp: Die Regel „Am besten unters Fenster“ wie sie für Heizkörper früher üblich war, ist bei gut gedämmten Wänden und hochisolierten Fenstern heute nicht mehr unbedingt einzuhalten.

Richtig heizen im Bad

Die Komfort-Temperatur im Badezimmer liegt bei 21 bis 24 Grad, allerdings ist diese hohe Temperatur nur zu den Nutzungszeiten nötig, zum Beispiel beim Baden oder Duschen. Eine Zeitsteuerung, zum Beispiel in Form von elektronisch steuerbaren Thermostaten oder der Hausautomation, sorgt dafür, dass es dann im Bad warm ist, wenn die Wärme gebraucht wird. Zu den anderen Tageszeiten kann die Badtemperatur abgesenkt werden. Zu kalt im Bad darf es allerdings nicht werden, sonst kostet das Aufheizen mehr Energie als die Absenkung einbringt.

Richtig heizen im Badezimmer mit Zeitsteuerung
Richtig heizen im Badezimmer mit Zeitsteuerung
Tipp: Nicht sinnvoll ist das Absenken der Temperatur bei einer modernen Fußbodenheizung. Diese ist durch die niedrigen Vorlauftemperaturen sehr träge und reagiert zeitverzögert auf Veränderungen der Einstellungen. Besser ist eine moderate, dafür aber konstante Temperatureinstellung.
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