Energiesparen im Bad

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Im Bad wird im Vergleich zu den anderen Räumen der Wohnung oder des Hauses viel Wärme, warmes und kaltes Wasser sowie Strom benötigt. Durch verschiedene Installationen und elektrische Geräte kann der Energieverbrauch dort gut im Rahmen gehalten werden. Wird das System dann noch mit einem energiesparenden Verhalten der Benutzer unterstützt, sind effektive Einsparungen leicht umzusetzen.

Energiekosten sparen © gourmecana, fotolia.com
Energiekosten sparen © gourmecana, fotolia.com

Strom sparen mit Durchlauferhitzer

Durchlauferhitzer, die Warmwasser mit Strom erwärmen, sind relativ bekannt. Die modernen Geräte heizen das Wasser nur nach Bedarf auf, es wird kein Warmwasser vorgehalten.

Durchlauferhitzer © magraphics, stock.adobe.com
Durchlauferhitzer © magraphics, stock.adobe.com

Das bedeutet, dass auch nur dann Strom verbraucht wird, wenn warmes Wasser zum Baden, Duschen oder Waschen benötigt wird. Der Wirkungsgrad elektrischer Geräte erreicht Werte von fast 100 %, diese nutzen damit den benötigten Strom ausgezeichnet aus. Optimal für die Umwelt und noch effizienter ist, wenn der Strom aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach stammt. Der Nachteil am Durchlauferhitzer: Anfangs laufen einige Liter kaltes Wasser durch das Gerät und möglicherweise ungenutzt ab.

Unterschied Boiler und Durchlauferhitzer
Unterschied Boiler und Durchlauferhitzer
Tipp: Besonders umweltschonend lässt sich Wasser auch mit Durchlauferhitzern im Gasbetrieb erwärmen. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei 85 %, wird das Gerät mit einem Brennwertgerät kombiniert, dann steigt dieser Wert noch an.

Solarthermie für warmes Wasser

Warmwasserbereitung mit Solarthermie © arahan, fotolia.com
Warmwasserbereitung mit Solarthermie © arahan, fotolia.com

Solaranlagen auf dem Dach können Warmwasser erzeugen. In Kollektoren wird die Wärme der Sonne gespeichert und anschließend auf den Warmwasserspeicher übertragen. Von dort kann das umweltfreundlich und – abgesehen von den Anschaffungskosten – kostenlose erwärmte Wasser abgenommen werden. Im Sommer kann in der Regel das gesamte Warmwasser über die Solaranlage erhitzt werden, im Winter übernimmt die Heizungsanlage diese Aufgabe größtenteils oder ganz. Der große Vorteil der Solarthermie: Die Zentralheizung kann im Sommer meist im Schlaf liegen. Nur dann, wenn die Sonne gar nicht scheint und keine Sonnenenergie gewonnen werden kann, kommt sie für die Warmwasserbereitung zum Einsatz.

Solare Trinkwassererwärmung macht insbesondere im Sommer Sinn
Solare Trinkwassererwärmung macht insbesondere im Sommer Sinn

Ist die Anlage richtig dimensioniert und optimal installiert, dann ergeben sich folgende Einsparpotenziale:

  • Für die Trinkwassererwärmung können jährlich etwa 60 % an Energie eingespart werden. Der Sparanteil am Gesamtenergiebedarf beträgt ca. 10 %.
  • Wird eine Solarthermieanlage als Ergänzung zur Warmwasserbereitung und außerdem noch zur Heizungsunterstützung genutzt, dann beträgt das Einsparpotenzial am Gesamtwärmebedarf etwa 20 %.
Solarthermie auf Hausdach © Eberhard Rudert, stock.adobe.com
Solarthermie auf Hausdach © Eberhard Rudert, stock.adobe.com
Tipp: Da die Kosten für fossile Energieträger in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich weiterhin steigen, erhöhen sich voraussichtlich die möglichen absoluten Einsparungen durch den Betrieb einer Solarthermieanlage. Die Anschaffungskosten lassen sich durch die Nutzung von Förderprogrammen von Bund, Land oder Kommune weiter senken.
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Wasser sparen durch Regenwassernutzung

Wasser sparen © pixelot, fotolia.com
Wasser sparen © pixelot, fotolia.com

Bei der Regenwassernutzung wird das Niederschlagswasser gesammelt und als Brauchwasser weiterverwendet. Was im Garten gang und gäbe ist, lässt sich auch für den Haushalt umsetzen. Regenwasser kann für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine genutzt werden. Das spart nicht nur Trinkwasser, sondern auch Waschmittel und schont die Geräte, denn Regenwasser ist sehr kalkarm. Aufwändig ist die Verlegung der Leitungen zu den einzelnen Abnahmestellen, deshalb ist die Installation einer Anlage am einfachsten und günstigsten, wenn ein Gebäude oder dessen Wasserinstallation ohnehin saniert werden. Um eine hohe Kosteneffizienz zu erreichen, ist die richtige Bemessung des Wasserspeichers wichtig. Der schlägt bei den Gesamtkosten mit 50 % zu Buche.

Die Regenwassernutzung ist im Prinzip folgendermaßen aufgebaut:

  • Zisterne (Speicher)
  • Filter
  • Hauswasserwerk
  • Leitungsnetz

Das Niederschlagswasser wird über die Entwässerungsleitungen in der Zisterne gesammelt, diese kann innerhalb oder außerhalb des Gebäudes oder im Erdreich untergebracht werden. Die Zuführung des Regenwassers erfolgt beruhigt, dadurch können Schmutzpartikel zum Boden absinken. Über eine Saugpumpe wird das Wasser zu den Abnahmestellen transportiert, das extra installierte Leitungsnetz ist hauptsächlich in Kunststoff ausgeführt. Vor dem Überlaufen der Zisterne schützen Anschlüsse an die Kanalisation oder eine Versickerungsmulde, bei Niedrigstand sorgt eine automatische Füllstandserfassung dafür, dass Trinkwasser zugespeist wird.

Tipp: Wie wirtschaftlich eine Regenwassernutzung letztendlich ist, hängt von der Kommune ab. Werden Abwassergebühren für das genutzte Regenwasser erhoben, dann liegen die Einsparungen deutlich geringer als im gegenteiligen Fall. Dieser Parameter muss also unbedingt bei der Kalkulation der Anlage berücksichtigt werden.

Grauwasser recyceln

Als Grauwasser werden gering verschmutzte Abwässer ohne Fäkalien bezeichnet. Im Haushalt entstehen diese Abwässer durch Baden, Duschen oder Händewaschen, auch alles Wasser, das ungenutzt durch den Abfluss fließt, wird zum Grauwasser. Dieses Wasser kann gereinigt und entkeimt werden. Trinkwasser ist es zwar dann immer noch nicht, aber nutzbar für Autowäsche, Hausputz, Toilettenspülung, Waschmaschine oder den Garten. Gewinner dieser Maßnahme sind die Umwelt und langfristig gesehen auch das Budget. Denn die fälligen Abwasserkosten halbieren sich für jeden Kubikmeter Wasser, der doppelt genutzt wird.

Grauwasser recyceln spart kostbares Trinkwasser
Grauwasser recyceln spart kostbares Trinkwasser

Je nachdem, wie der allgemeine Umgang mit Wasser im Haushalt ist, kann ein Vier-Personen-Haushalt seinen Wasserverbrauch um bis zu 50 % absenken. Allerdings dauert es, bis sich die Anlage amortisiert hat, idealerweise schließen sich Bewohner eines Doppelhauses oder Reihenhausbesitzer zusammen und finanzieren die Anlage gemeinsam. Auch wer einen großen Garten zu bewässern hat und keinen Brunnen besitzt, wird die Einsparungen schneller und deutlicher spüren.

Es gibt verschiedene Systeme, die als Miniklärwerke das im Haus anfallende Grauwasser aufbereiten. Erforderlich ist eine separate Wasserleitung, die das geeignete Abwasser vom Abfluss zur Anlage leiten. Im Einfamilienhaus wird in der Regel eine Anlage benötigt, die etwa 300 bis 500 Liter Grauwasser am Tag aufbereiten kann.

Tipp: Ausgeschlossen vom Grauwasser-Recycling sind Küchenabwässer., da diese zu stark verschmutzt und mit Keimen hochbelastet sind.

Einhebelmischer und Durchflussbegrenzer für weniger Wasserverbrauch

Mit den mittlerweile ohnehin als Standard geltenden Einhebelmischern wird die Wassertemperatur schnell und effektiv reguliert. Das spart bis zu 30 % an Warmwasser ein. Wird an der Dusche ein Durchflussbegrenzer montiert, sparen diese Sparduschköpfe bis zu 50 % an Wasser ein.

Tipp: Sehr effektiv sind sogenannte Strahlregler oder auch Luftsprudler. Sie reichern den Wasserstrahl mit Luft an und verringern so den Wasserverbrauch um mehr als 50 %. Als Anwender merkt man diese Einsparung kaum.
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