Wasserhahn und Armaturen entkalken

Teilen:

Wasserhahn und Armaturen entkalken – so wird’s gemacht

Kalkränder am Wasserhahn, das sieht nicht gut aus. Aber sie sind unvermeidlich, wenn hartes Wasser aus der Leitung kommt. Kalk im Innern kann dazu führen, dass das Wasser nicht mehr richtig fließt oder gar zur Seite spritzt – das nervt. Kalkablagerungen sind darüber hinaus auch ein Nährboden für Bakterien. Zum Glück ist es nicht allzu schwierig, sie los zu werden.

Verkalkter Wasserhahn © Angela Shirinov, stock.adobe.com
Verkalkter Wasserhahn © Angela Shirinov, stock.adobe.com

Zu Anfang kann man es mit einer Reinigung des Perlators versuchen, das ist der Teil des Wasserhahns, aus dem das Wasser läuft. Das ist ganz einfach. Reicht das nicht, muss man die gesamte Armatur abbauen.

Reinigung des Perlators – in fünf Schritten zum Erfolg

  1. Zuerst schraubt man den Perlator ab. Am besten ist es, wenn das mit der bloßen Hand geht, dann beschädigt man das Metall nicht. Muss man eine Zange benutzen, legt man einen kleinen Lappen um den Perlator, damit das Metall nicht zerkratzt wird.
  2. Der Perlator wird in seine drei Einzelteile zerlegt, nämlich Überwurfmutter, Dichtungsring und Sieb.
  3. Aller drei Teile werden über Nacht in eine Mischung aus Essigessenz und Wasser (Verhältnis 1 zu 3) gelegt. Man kann auch Essigsäurepulver oder eine Aspirin-Tabelle in Wasser auflösen und diese Flüssigkeit verwenden. Die Wirkung wird verstärkt, wenn alles erwärmt, aber keinesfalls zum Kochen gebracht wird.
  4. Am nächsten Tag werden alle Teile unter klarem Wasser abgespült und eventuelle Reste mit einer kleinen Bürste entfernt.
  5. Abschließend den Perlator wieder zusammensetzen und an der Armatur befestigen.
Perlator © matthiasrethmann, stock.adobe.com
Der Perlator wird auseinandergebaut gereinigt und wieder zusammengesetzt © matthiasrethmann, stock.adobe.com
Tipp: Günstigste Sanitär-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

Reinigung der gesamten Armatur – elf Schritte, die jeder kann

Achtung: Zur Reinigung wird die Armatur über mehrere Stunden zum Beispiel in ein Essiggemisch gelegt. In dieser Zeit kann man dort kein Wasser zapfen, die Arbeiten sollten daher mit allen Bewohnern der Wohnung abgestimmt sein.

  1. Schließen der beiden Eckventile, so dass kein Wasser mehr in die Armatur laufen kann. Die Eckventile befinden sich unter dem Waschbecken.
  2. Wasserhahn kurz öffnen, damit Restwasser abfließen kann.
  3. Lösen der Schläuche an den Eckventilen. Sie sind mit sogenannten Überwurfmuttern befestigt. Am besten nimmt man einen passenden Schraubenschlüssel. Ein sogenannter Engländer oder eine Rohrzange gehen auch, aber man riskiert Beschädigungen an den Muttern damit.
  4. Befestigung der Armatur unter dem Becken lösen und Armatur nach oben wegziehen. Die Schläuche können an der Armatur bleiben und bei der Gelegenheit mit gereinigt werden.
  5. Perlator lösen und auseinandernehmen
  6. Armatur und Perlator über Nacht in eine Reinigungslösung (siehe „Reinigung des Perlators“) legen.
  7. Alles unter klarem Wasser abspülen und eventuelle Kalkreste mit einer Bürste entfernen.
  8. Perlator zusammenbauen und an der Armatur befestigen.
  9. Schläuche der Armatur durch das Loch im Waschbecken schieben und Armatur auf der Unterseite befestigen.
  10. Schläuche an den Eckventilen gut befestigen.
  11. Eckventile aufdrehen und Dichtigkeit der Anschlüsse prüfen. Zeigen sich Wassertropfen am Anschluss der Schläuche, müssen die Schrauben fester gedreht oder die Dichtungen ausgetauscht werden.
Übrigens: Mit der gleichen Methode kann man natürlich auch Duschköpfe und andere Armaturen reinigen.

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie News, Trends und Tipps zum Modernisieren und Sanieren kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Daten werden nicht weitergegeben. Datenschutzerklärung

Artikel teilen: