Lüften im fensterlosen Badezimmern

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Frische Luft im fensterlosen Bad

Ein Badezimmer ohne Fenster ist eine Bausünde – meistens aus vergangenen Zeiten. Wenn also kein Tageslicht und auch keine frische Luft durchs Fenster ins eigene Bad gelangt, muss man sich anders helfen. Das ist im Übrigen auch vorgeschrieben: Die DIN 18017 und Richtlinien der Bundesländer regeln, dass Räume ohne Fenster durch eine mechanische Anlage entlüftet werden müssen. Bei Bädern ist dabei ein Volumenstrom von 40 oder 60 Kubikmetern pro Stunde vorgeschrieben.

Kleines Badezimmer © Photographee.eu, fotolia.com
Kleines Badezimmer ohne Tageslicht © Photographee.eu, fotolia.com

Dabei geht es nicht nur darum, feuchte Luft und unangenehme Gerüche aus dem fensterlosen Bad zu entfernen, sondern auch die Bausubstanz zu schützen und Schimmelbildung zu vermeiden. Die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer sollte bei 50 bis 70 Prozent liegen (in anderen Wohnräumen bei 40 bei 60 Prozent). Beim Duschen steigt sie vorübergehend auf 80 Prozent und mehr, sinkt aber rasch wieder, sobald ein effektiver Luftaustausch stattfindet. Um sich selbst Klarheit über die tatsächlichen Bedingungen zu verschaffen, ist die Anschaffung eines Hygrometers, das die Luftfeuchte jederzeit anzeigt, hilfreich. Lesen Sie hier weitere Tipps, mit welchen Mitteln Sie frischen Wind in Ihr fensterloses Bad bringen können.

„Passiv lüften“ reicht nicht aus

In Altbauten gibt es sie bei innenliegenden Bädern häufig noch: die sogenannte passive Belüftung: Dabei findet der Luftaustausch findet durch eine Öffnung zu einem Lüftungsschacht statt. Auf diese Weise ist jedoch keine ausreichende Luftzirkulation samt Abtransport feuchter Duschluft gewährleistet. Man sollte daher zusätzlich auf mindestens eine der folgenden Methoden zur Luftentfeuchtung zurückgreifen.

Fugen im Badezimmer sanieren © nadisja, fotolia.com
Schimmel im Badezimmer unbedingt vermeiden © nadisja, fotolia.com
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Dezentrale Lüftungsanlage für Bäder mit Außenwand

Als wirksamste Alternative zum Fenster empfiehlt sich eine dezentrale Lüftungsanlage, welche feuchte Luft nach draußen saugt und frische Außenluft ins Bad strömen lässt. Sie ist auch für den nachträglichen Einbau geeignet, weil keine Abluftrohre angelegt werden müssen. Der Badentlüfter wird an einer Außenwand montiert, was sich ohne großen Aufwand erledigen lässt. Dazu ist lediglich eine Kernbohrung beziehungsweise ein Mauerdurchbruch nötig, um einen Kanal für den Luftaustausch zu schaffen. In der Anlage befindet sich ein kleiner Ventilator, der im Raum Unterdruck erzeugt und so die feuchte Luft absaugt. Anschließend wird die abgesaugte Luft über den Abluftkanal nach draußen befördert.

Beim Einbau einer dezentralen Belüftung sollte man sich für ein Modell mit Wärmerückgewinnung entscheiden. Denn auf diese Weise entzieht die Lüftungsanlage der Abluft Wärme, und heizt damit die einströmende Frischluft auf. Bis zu 90 Prozent der Wärme bleibt damit erhalten. Trotz des Luftaustauschs muss man also keinen wesentlich höheren Heizaufwand befürchten. Eine kontrollierte Entlüftung macht sich bezahlt: Sensoren messen die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Raum, sodass sich die Lüftung automatisch ein- beziehungsweise ausschaltet.

Wichtig: Bei der Anschaffung von Ventilatoren sollte man unbedingt auf die Geräuschemission achten. Denn vor allem in kleinen Wohnungen kann ständiges Brummen der Lüftung im Badezimmer gehörig auf die Nerven gehen. Wer sich hier nicht für das billigste Gerät am Markt entscheidet, profitiert in der Regel von einem höheren Komfort.

Zentrale Abluftanlage für innenliegende Bäder

In einem fensterlosen Bad ohne Außenwände lässt sich eine zentrale Abluftanlage installieren: Die Abluft wird dabei durch einen Lüftungsschacht oder einen unbelegten Rohranschluss verbunden und die Abluft auf diese Weise nach draußen geblasen. Damit frische Luft nachströmen kann, sind bei diesem Verfahren Luftschlitze, beispielsweise in der Badtür, erforderlich. Eine zentrale Abluft­anlage ist eine preiswerte Lösung für innenliegende Bäder, weil keine speziellen Zuluftkanäle geschaffen werden müssen. Allerdings ist auf diese Weise keine Wärmerückgewinnung möglich.

Prinzip einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ©  black-me, fotolia.com
Prinzip einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung © black-me, fotolia.com

Was auch noch für frische Luft sorgt

Nach dem Baden oder Duschen öffnet man die Badezimmertür sowie die Fenster in einem m angrenzenden Zimmer. Auch so entsteht der nötige Frischluftaustausch. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Türen zu allen anderen Räumen geschlossen bleiben, damit der Wasserdampf nicht dorthin, sondern tatsächlich kontrolliert nach draußen ziehen kann. Auch Raumentfeuchter helfen, die Feuchtigkeit aus der Luft zu filtern.

Elektrische Entfeuchter arbeiten sehr effizient und können problemlos größere Mengen Wasser aus der Luft absorbieren, das in einem Tank gesammelt wird. Sie werden an das Stromnetz angeschlossen und verfügen häufig über einen Automatikbetrieb. Das Gerät schaltet sich automatisch ein oder aus, sobald ein Schwellwert erreicht ist. Manche Geräte können auch an der Wand befestigt werden. Chemische Raumentfeuchter enthalten ein spezielles Granulat, das das Wasser aus der Luft zieht und in einen Sammelbehälter abtropfen lässt. Das Granulat muss etwa alle zwei bis drei Monate ausgewechselt werden.

Tipp: Fliesen und Duschwände nach dem Duschen oder Baden mit einem Tuch abtrocknen, nasse Handtücher in einem separaten Raum trocknen.
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