Sanitärobjekte im Überblick

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Badezimmer: Sanitärobjekte im Überblick

Der Markt an Sanitärmöbeln ist mittlerweile unüberschaubar groß. Im Angebot sind nicht nur die verschiedensten Designs, sondern auch immer wieder technologische Neuerungen, zum Beispiel hinsichtlich Oberflächen oder Funktionalität. Neben den lange bewährten Standardformen für Badewanne, Dusche und WC gibt es heute zahlreiche freie und Spezialformen. Die Hersteller folgen damit dem Trend nach Individualität und der Entwicklung der Sanitärräume vom reinen Funktionsraum hin zum Teil der Wohnung. Lebensqualität wird auch im Badezimmer großgeschrieben – schöne und nicht alltägliche Sanitäreinrichtungen sind ein Schritt dorthin.

modernes Badezimmer © pbombaert , fotolia.com
modernes Badezimmer © pbombaert , fotolia.com

Keramikoberflächen

Waschtische, WC-Becken und Bidets sind in der Regel aus Keramik hergestellt. Die Sanitärobjekte bestehen aus dem sogenannten Scherben und einer hochwertigen und langlebigen Glasur. Moderne Glasuren zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Hochglänzend und pflegeleicht
  • Porenfrei und wenig schmutzanfällig
  • Wasserdicht und hygienisch
  • Beständig gegen Säuren und Laugen in Badezimmer und Haushalt
Vorteile von Keramikoberflächen
Vorteile von Keramikoberflächen

Hochmodern und zunehmend beliebt sind Keramikoberflächen mit Lotoseffekt. Das von der Natur abgeschaute Prinzip sorgt dafür, dass sich die Oberflächen sozusagen selbst reinigen. Eine feine Mikrostruktur mit unzähligen kleinen Noppen verringert den Kontakt von Wasser mit der Oberfläche. Bei der Reinigung mit Wasser nehmen die abperlenden Tropfen Schmutz und Staub einfach mit. Ebenfalls neuartig sind mit Silberionen versetzte Glasuren: Das Material wirkt antibakteriell und sorgt für besonders hygienische Oberflächen.

Tipp: Vorsicht ist bei der Anwendung von bleichmittelhaltigen Reinigern geboten. Wirken diese zu lange auf die Keramik ein, kann die Oberfläche angegriffen werden.
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Sanitärobjekte aus Acryl

Für Badewannen und Duschtassen kommt heute Acryl als Material zum Einsatz. Der thermoplastische Kunststoff ist geruchsneutral und bringt eine Vielzahl weiterer Vorteile mit:

  • Unter Hitzeeinwirkung gut formbar
  • Preiswerter als Email- oder Stahlwannen
  • Geringes Gewicht
  • Warme Oberfläche
  • Bruchfest, schlag- und stoßunempfindlich

Neben Sanitäracryl kommen heute zunehmend auch Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Diese basieren auf Acryl- oder Polyesterharz, das mit Mineralien gemischt ist, im Handel heißen diese Materialien Mineralwerkstoff oder Mineralguss. Allen Verbundwerkstoffen gemein sind pflegeleichte Oberflächen, hohe Strapazierfähigkeit und eine hohe Festigkeit.

Sanitärobjekte aus Acryl
Sanitärobjekte aus Acryl
Tipp: Milde Reinigungsmittel sind hier angesagt. Insbesondere die Verbundwerkstoffe benötigen je nach Zusammensetzung spezielle Pflegemittel, die Herstellerhinweise sind zu beachten.

Waschbecken und Waschtische

Wichtiger Teil der Sanitäreinrichtung in Bad und WC ist das Waschbecken. Auch hier gibt es viele verschiedene Varianten, Sanitärserien fassen meist in einem Design verschiedene Waschtische und Waschbecken, WC, Badewannen und Bidets zusammen. Grundsätzlich unterscheidet man folgende Varianten:

  • Wandhängende Waschbecken als gerade oder Eckwaschbecken
  • Waschtische als Einsatz- oder Aufsatzwaschbecken
  • Einbauwaschbecken
Modernes Badezimmer © Photographee.eu, fotolia.com
Moderner Waschtisch © Photographee.eu, fotolia.com

Im barrierefreien Bereich und auch in vielen klassischen Bädern kommen wandhängende Waschbecken zum Einsatz. Sie sind bei entsprechender Montage unterfahrbar und so auch für Rollstuhlfahrer nutzbar. Für stylische Bäder kommen Aufsatzwaschbecken in Frage. Auf einem Tisch ist ein Becken in flexibel wählbarer Form montiert, die Abflussleitung verläuft innerhalb des Tisches. Einbauwaschbecken verschmelzen optisch mit dem Waschtisch und wirken so wie aus einem Guss.

Tipp: Für kleine Bäder und Gäste-WCs eignen sich die platzsparenden Sparvarianten der Waschbecken. Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich, besonders platzsparend sind Eckwaschbecken

Badewannen aus Email

Stahlemaille war lange Zeit ein beliebtes Material für Badewannen und kommt auch heute noch zum Einsatz. Die strapazierfähigen und langlebigen Stahlwannen sind mit einer Emailleschicht als Schutz gegen Korrosion versehen. Emaille besteht aus natürlichen Rohstoffen wie Quarz, Feldspat, Pottasche und Metalloxiden. Folgende Vorzüge sprechen für eine emaillierte Badewanne:

  • Porenfrei und schmutzabweisend
  • Hochglänzend
  • Hygienisch und antibakteriell
  • Unempfindlich gegen Kosmetika und Reinigungsmittel
  • Verfärbt nicht

Als nachteilig wird oft die geringe Wärmespeicherkapazität von Stahlemaille empfunden, das Wasser kühlt schneller ab. Durch die begrenzte Verformbarkeit des Materials sind Emaillewannen vorwiegend in den klassischen Formen umgesetzt.

Badewannen

Badezimmer im Dachgeschoß © mariesacha, fotolia.com
Eckbadewannen © mariesacha, fotolia.com

Moderne Badewannen sind heute in vielen Formen erhältlich. Das kommt dem individuellen Bad entgegen, Sonderformen sind vor allem beim Umbau von Bädern im Sanierungsfall gefragt. Generell sind neben der klassischen Rechteckbadewanne in verschiedenen Größen folgende Wannentypen im Handel zu finden:

  • Raumsparwannen kommen zum Einsatz, wenn es eng wird im Bad. Unter diesen Sammelbegriff fallen alle Badewannen, die durch eine besondere Form weniger Platz brauchen als herkömmliche Wannen. Auch die bekannten Sitzbadewannen gehören zu diesem Typ.
  • Eckbadewannen lassen jedes Bad besonders großzügig wirken. Der Platz in der Ecke wird optimal ausgenutzt, durch verschiedene Formen und Abmessungen sind Eckbadewannen perfekt an den vorhandenen Platz wie auch an die Gestaltungswünsche anpassbar.
  • Ovalwannen sind häufig freistehend eingebaut und echte Hingucker. Auch hier macht die große Vielfalt an Formen und Größen eine individuelle Auswahl möglich. Voraussetzung für den Einbau sind ausreichend Platz und eine entsprechende Sanitärinstallation, bzw. Spezialarmaturen.
Badewannen: Diese Badewannenarten gibt es
Badewannen: Diese Badewannenarten gibt es
Tipp: Bis auf die freistehenden Wannen werden Badewannen in der Regel in einen Wannenträger eingebaut, der anschließend verfliest wird. Als Alternative können auch Wannenschürzen aus Metall, Kunststoff oder Holz für die Verkleidung gewählt werden.

Duschtassen

Die Standarddusche besteht aus einer quadratischen Duschtasse mit einer Abmessung von 90 x 90 cm. Dieser Klassiker weicht allerdings spätestens bei einem Umbau moderneren Formen, so zum Beispiel sehr flachen Duschtassen oder bodengleichen Duschen. Duschtassen sind in verschiedenen Größen von besonders großzügig bis zur Sparvariante erhältlich. Auch in der Tiefe unterscheiden sich die Modelle. Mit Hinblick auf das barrierefreie Bad im Alter werden heute zunehmend bodengleiche Duschen eingebaut, vielfach wird der Fußboden im Bad einfach in den Duschbereich hineinverfliest. Ist entsprechend Platz vorhanden, entstehen Duschen, die sogar für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

barrierefreies Badezimmer © Jörg Lantelme, fotolia.com
barrierefreies Badezimmer © Jörg Lantelme, fotolia.com
Tipp: In kleinen Badezimmern hat dennoch Platz für Dusche und Badewanne, wer eine Duschbadewanne einbaut. Die integrierte Duschzone in der Badewanne lässt dem Benutzer die Wahl. Die Badewanne verfügt über eine wasserdichte Tür sowie über einen Duschaufsatz, der das Spritzwasser auffängt.

Das WC

Keine Wohnung kommt heute ohne Toilette aus. Meist gibt es zusätzlich zum Badezimmer noch ein separates Gäste-WC. Auch hier hält der Handel vielfache Varianten bereit. Passend zum WC-Design gibt es meist das entsprechende Bidet. Wer wenig Platz hat und beides möchte, entscheidet sich heute für das multifunktionale Dusch-WC. Man unterscheidet WCs nach verschiedenen Kriterien, zum Beispiel nach der Befestigung:

  • Stand-WCs sind auf dem Fußboden im Badezimmer oder WC montiert, durch den Standfuß wird gleichzeitig das Abwasser abgeführt.
  • Hänge-WCs sind meist über eine Vorwandinstallation direkt an der Wand befestigt. Der große Vorteil: Der Bereich unter dem WC lässt sich gründlich und hygienisch reinigen.
Diese WC-Arten gibt es
Diese WC-Arten gibt es

Eine weitere Differenzierung betrifft die Innenform:

  • Flachspüler sind heute selten geworden, die Ausscheidungen bleiben bei dieser Variante auf einer Art Plattform liegen und müssen weggespült werden. Vor allem dann, wenn der Wasserdruck gering ist, treten hier leicht Probleme auf.
  • Tiefspüler gehören zum Standard, die Fäkalien werden dabei direkt in das Abflussloch befördert. Vorteil ist das leichtere Wegspülen, aber auch eine geringere Geruchsbelastung, da die Ausscheidungen direkt ins Wasser fallen.

Die Spülkästen können ebenfalls in verschiedenen Varianten installiert werden. Die beliebteste Variante ist der Unterputzspülkasten, weiterhin gibt es WCs mit Aufsatzspülkasten oder Wandspülkasten. Neben den klassischen Toiletten gibt es mittlerweile auch Sondervarianten mit besonderen Eigenschaften:

  • Das spülrandlose WC ist besonders hygienisch und leicht zu reinigen. Statt einer geschlossenen Spülrinne mit Öffnungen verfügt das WC über eine offene Rinne, die leicht zugänglich ist. Für die neue Technik sprechen der geringe Wasserverbrauch, weniger Spülgeräusche, einfache Reinigung und der geringe Nährboden für Bakterien.
  • Das Dusch-WC ist eine Kombination aus Dusche und Bidet. Nach jedem Toilettengang kann per Knopfdruck oder über einen Hebel ein warmer Duschstrahl ausgelöst werden, der den Intimbereich sanft und schonend reinigt. Über einen Regler lässt sich die Intensität des Duschstrahls individuell einstellen.
  • WCs mit Geruchsabsaugung eignen sich vor allem für fensterlose Bäder und Toiletten. Die Gerüche werden direkt von der WC-Schüssel abgesaugt und nach außen geleitet oder über das Umluftprinzip gereinigt.
Tipp: Die Sonderlösungen im Bereich der WCs sind oft auch besonders für barrierefreie Bäder und für die Nutzung durch Kinder oder körperlich beeinträchtigte Menschen geeignet.
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