Schimmel im Bad entfernen

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Schimmel im Bad entfernen – 5 Tipps, die wirklich helfen

Auch wenn wir es uns kaum vorstellen können – Schimmelsporen in den verschiedensten Variationen gehören zu unserem täglichen Leben dazu. Sie befinden sich praktisch überall in der Luft und kommen an manchen Orten häufiger und an manchen seltener vor. Schimmelsporen an sich müssen nicht gefährlich sein, sind aber besonders ärgerlich, wenn sich aus ihnen unschöne Schimmelpilze in der Wohnung bilden. Das geschieht besonders häufig im Badezimmer, denn dort finden Schimmelsporen die optimalen Bedingungen vor, um sich festzusetzen und ein sogenanntes Myzel auszubilden.

Schimmelpilz © animaflora, fotolia.com
Schimmelpilz © animaflora, fotolia.com

Dieses Myzel wiederum ist das, was wir allgemeinhin als Schimmelpilz bezeichnen. Schimmel im Bad muss nicht unbedingt gefährlich sein, denn es existieren zahlreiche unterschiedliche Schimmelarten, von denen längst nicht alle ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Allergiker oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem sollten sich vorsichtshalber dennoch in Acht nehmen. Darüber hinaus ist Schimmel im Bad eine unschöne Angelegenheit.

Umso besser, wenn klassische Hausmittel und im Supermarkt erhältliche Reiniger dabei helfen den Schimmel im Bad zu entfernen. Doch welche Mittel funktionieren am besten? Bevor wir an dieser Stelle fünf gute Tipps präsentieren, mit denen sich Schimmel im Bad entfernen lässt, soll zunächst noch eine kurze Erläuterung folgen, warum Schimmel im Bad überhaupt so schnell entsteht.

Schimmelpilz im Badezimmer: Wie entsteht Schimmel im Bad?

Schimmelsporen, die sich vielfach in der Luft befinden, sind noch nicht das, was wir als Schimmelpilz bezeichnen, sondern repräsentieren eine Vorstufe dieses Entwicklungsstadiums. Damit aus einer Spore ein Myzel oder ein Pilz wird, braucht es die richtigen Umgebungsbedingungen: Hohe Luftfeuchtigkeit, eine angenehme Temperatur und ein ausreichendes Nahrungsangebot – das sind die drei Faktoren, die eine Schimmelpilzbildung begünstigen. Und genau diese drei Bedingungen finden sich häufig im Badezimmer vor.

Wenn die Dusche läuft, haben wir es gern gemütlich warm und binnen kürzester Zeit entsteht ein fast tropisches Klima in dem Raum. Genau das haben Schimmelpilze am liebsten. Zudem sind Seifenreste, Haare oder abgefallene Hautschuppen die ideale Ernährungsgrundlage für den Schimmel – Badezimmer in denen gar nicht oder nicht ausreichend gelüftet wird, sind demnach ein regelrechtes Paradies für den ungeliebten Mitbewohner.

Schimmel Feuchtigkeit © co2online gGmbH
So entsteht Schimmel © co2online gGmbH

Um Schimmel im Bad vermeiden zu können, ist ein regelmäßiges Lüften demnach unumgänglich. Die Feuchtigkeit, die durch das Duschen entsteht, setzt sich anderenfalls an den Wänden fest und lässt Schimmel an der Decke, der Duschwand, in den Fliesen- und Silikonfugen sowie auch an der Tapete und dem Duschvorhang sprießen. Wer kein Fenster im Badezimmer hat, sollte in den übrigen Wohnraum hineinlüften und die Badezimmertür möglichst jederzeit offenlassen. Damit sich die Feuchtigkeit nicht einfach auf die restlichen Wohnräume verteilt und dort das Risiko einer Schimmelbildung steigen lässt, ist es wichtig, dass die anderen Zimmer ebenfalls regelmäßig gelüftet werden.

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Schimmel im Bad entfernen: Welche Tipps helfen bei Schimmel im Bad?

Regelmäßiges Lüften im Bad hilft Schimmelpilzen vorzubeugen, ist als Mittel gegen bereits vorhandenen Schimmel aber nicht wirksam. Wenn sich in Fugen oder an der Decke bereits unschöne schwarze Flecken gebildet haben, müssen probatere Mittel verwendet werden. Die folgenden fünf Tipps sind je nach Ausprägung und Art des Schimmels empfehlenswert.

Tipp 1: Essig oder Essigessenz helfen gegen Schimmel

Essig oder Essigessenz gehören zu den typischen Hausmitteln, die bei verschiedensten Problemen eingesetzt werden. So hilft Essig beispielsweise recht zuverlässig gegen Kalkablagerungen an Bad- und Küchenarmaturen und wird gern auch mal gegen Unkraut im Garten eingesetzt. Wer mit Essig Schimmel im Bad entfernen möchte, sollte sich allerdings zweierlei Dingen bewusst sein: Essig wirkt nur gegen den Schimmelpilz, nicht aber gegen die Sporen, und Essig besitzt keinerlei bleichende Eigenschaften. Sofern der Schimmelpilz sich noch nicht festgefressen hat, kann Essig gegen ihn helfen, die schwarzen Flecken lassen sich dadurch aber nicht dauerhaft entfernen. Ebenfalls wichtig: Essig und vor allem Essigessenz stets nur verdünnt verwenden.

Schimmel im Badezimmer © mekcar, fotolia.com
Schimmel im Badezimmer © mekcar, fotolia.com

Tipp 2: Alkohol oder Spiritus helfen gegen Schimmel

Alkohol oder Spiritus sind genauso wie Essig zwei umweltfreundliche Hausmittel, um Schimmel im Bad entfernen zu können. Leider funktioniert auch diese Methode nur mit einer begrenzten Effektivität. Wer Alkohol auf den Schimmelstellen verreibt, kann sich recht sicher sein, dass er den Schimmelpilz dadurch tötet. Allerdings bringen Alkohol und Spiritus keine Langzeitwirkung mit sich. Das bedeutet, dass auch hier die hässlichen schwarzen Flecken bereits nach kurzer Zeit wieder zurückkehren.

Tipp 3: Hefe hilft gegen Schimmel

Hefe ist eines der weniger bekannten Hausmittel, wenn es darum geht Schimmel im Bad zu entfernen. Dabei gehört Hefe zu den günstigsten Helferlein gegen den ungeliebten Mitbewohner. Um die Hefe gegen den Schimmel einzusetzen, empfiehlt es sich diese in Wasser zu lösen und daraufhin großflächig auf den von Schimmel befallenen Stellen zu verreiben. Anschließend einfach ein paar Minuten einwirken lassen und sorgfältig abwischen. Gegebenenfalls muss der Vorgang wiederholt werden.

Tipp 4: Chemische Reiniger helfen gegen Schimmel

Kein Hausmittel, aber trotzdem besonders effektiv gegen Schimmel im Bad sind chemische Reiniger. Insbesondere Reiniger auf Chlorbasis helfen nicht nur den Schimmel abzutöten sowie die Sporen zu beseitigen, sondern verfügen gleichzeitig über bleichende Eigenschaften. Unschöne Schimmelflecken auf der Tapete oder auf Fliesenfugen lassen sich dadurch entfernen.

Fliesen reinigen: Auswahl an Reinigungsmittel © Budimir Jevtiv, fotolia.com
Chemische Reiniger helfen gegen Schimmel © Budimir Jevtiv, fotolia.com

Gerade in geschlossenen Räumen ohne Fenster sollten Chlorreiniger und ähnliche Mittel aber nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen verwendet werden. Der unangenehme Geruch und die Gefahr einer Verätzung sind zu bedenken. Darüber hinaus sollte bedacht werden, dass diese Reiniger die Umwelt in hohem Maße schädigen. Ihr Einsatz kann deshalb nur bedingt empfohlen werden.

Tipp 5: Schimmel am besten vorbeugen

Wer sich nicht über Schimmel im Bad ärgern möchte, der sollte entsprechend vorbeugen und dafür sorgen, dass die lästigen Pilze sich gar nicht erst ausbreiten können. Das erledigt man am besten, indem man dem Schimmel die Lebensgrundlage entzieht. Neben dem regelmäßigen Lüften zur Verbesserung des Raumklimas empfiehlt es sich Badewanne und Duschkabine möglichst trocken und staubfrei zu halten. Wer nach dem Duschen die Armaturen sowie die Ecken der Duschkabine kurz trockenwischt, sorgt dafür, dass Schimmelsporen weniger attraktive Plätze finden, auf denen sie sich niederlassen und ausbreiten können.

Auch Haare und Seifenreste sollten nach Möglichkeit direkt nach dem Duschen entfernt werden. Wer einen Duschvorhang besitzt, sollte diesen nach dem Duschen immer ausgebreitet trocknen lassen und ihn zusätzlich regelmäßig in der Waschmaschine reinigen bzw. austauschen, falls eine Wäsche nicht möglich ist.

Wenn der Schimmel sich trotz aller Hausmittel und sogar den chemischen Reinigern zum Trotz nicht entfernen lässt, sollte ein Fachbetrieb konsultiert werden. Dasselbe gilt, wenn der Schimmel im Bad einen starken Geruch verströmt, sich immer weiter ausbreitet oder seine Farbe verändert. In einem solchen Fall hilft meist nur die Beseitigung durch den Fachmann. Anderenfalls können gesundheitliche Probleme die Folge sein.

Schimmelbekaempfung © Heiko Küverling, fotolia.com
Schimmelbekaempfung durch einen Fachbetrieb © Heiko Küverling, fotolia.com

Auch Folgeschäden an der Bausubstanz, die durch den Schimmel verursacht werden, sind denkbar. Wohnungs- oder Hausbesitzer sollten bei Schimmel im Bad übrigens ebenso schnell handeln wie Mieter: Ihnen steht unter Umständen sogar eine Mietminderung zu – sofern Sie den Schimmel im Bad nicht selbst verursacht haben.

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