Duschkopf reinigen

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Kalk und Dreck im Duschkopf – so wird man ihn los

Kalk ist praktisch überall im Leitungswasser. Der menschliche Körper braucht es auch. Aber vielen Geräten und Armaturen tut der Kalk nicht gut. Auf jeden Fall notwendig ist es, Armaturen immer wieder einmal zu entkalken, und zwar nicht nur den Wasserhahn am Waschbecken, sondern auch den Duschkopf in der Brause. Die Entkalkung ist auch gleich die Reinigung, denn es ist ohnehin vor allem Kalk, der sich absetzt – und wenn man ihn beseitigt, ist der restliche Schmutz auch weg. Wir zeigen, wie es in wenigen Schritten geht.

Duschkopf © lavizzara, stock.adobe.com
Sauber aussehen soll er schon, der Duschkopf. Da führt an einer Reinigung gelegentlich kein Weg vorbei. © lavizzara, stock.adobe.com

Aber eines vorweg: Von einem bewährten Hausmittel ist gerne die Rede, wenn Essig zur Reinigung von Duschköpfen empfohlen wird. Das klingt bodenständig, kommt ohne Chemie aus, wie einer von Omas Haushaltstipps, die alle funktioniert haben. Aber Essig greift die Dichtungen an. Sie werden porös, können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Schaffen Sie es ernsthaft, den Duschkopf so auseinanderzubauen, dass die Dichtungen bei der Reinigung zur Seite gelegt werden können? Lässt das Modell in ihrer Dusche dies überhaupt zu? Ist es nicht einfacher, einfach eine andere Reinigungsmethode zu verwenden? Unser Rat lautet: Hände weg von Essig. Erst recht natürlich von Essigessenz.

Und noch ein Hinweis: Dass ein Duschkopf gereinigt werden muss, erkennt man nicht unbedingt an Kalkablagerungen an den Außenseiten. Zumal diese ja nur die Optik stören, nicht aber die Funktion. Aber eine Reinigung ist dringend, wenn die Wasserstrahlen nicht mehr gerade und parallel aus dem Duschkopf kommen, sondern in alle Richtungen spritzen.

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Die Reinigung Schritt für Schritt – so geht’s:

  1. Zunächst muss der Duschkopf vom Schlauch gelöst werden. Dazu dreht man die Überwurfmutter am Zuleitungsschlauch auf. Oft geht das von Hand, manchmal auch nicht. Dann kann man es mit einem feuchten, aber griffigen Lappen versuchen. Klappt das auch nicht, muss eine Zange her, am besten eine sogenannte Wasserpumpenzange. Aber Achtung: Leicht macht man mit der Zange unschöne Kratzer auf der Mutter. Deshalb sollte man einen stabilen Lappen um die Mutter legen.
  2. Duschschlauch © Pixxs, stock.adobe.com
    Mit einer solchen Überwurfmutter sind Duschkopf und Schlauch verbunden. Bitte Vorsicht beim Aufschrauben! © Pixxs, stock.adobe.com
  3. Wenn möglich, sollte die Lochscheibe vom Duschkopf abgenommen werden. Die Lochscheibe ist zumeist unter einer Abdeckung mit einer Schaube am Duschkopf befestigt. Die genaue Platzierung ist von Duschkopf zu Duschkopf unterschiedlich, manchmal muss man den Duschkopf genau in Augenschein nehmen, um die Abdeckung zu finden. Oft ist die Schaube an der Unterseite des Duschkopfes genau in der Mitte. Aber Achtung: Gerne wird die Schraube in solchen Fällen an einen Ort gelegt, wo sie leicht abrutschen und in den Ausguss von Duschwanne oder Waschbecken zu fallen. Das machte jede Menge Ärger und sollte vermieden werden.
  4. Am besten unter fließendem, jedenfalls klarem Wasser sollte man dann die Lochscheibe und den Rest des Duschkopfes von grobem Schmutz befreien.
  5. Dann werden beide Teile in ein kalklösendes Mittel gelegt. Lässt sich die Lochscheibe nicht vom Rest des Duschkopfes trennen, kommt das ganze Stück in das Bad. Wie lange es dort bleiben sollte, entnimmt man am besten der Gebrauchsanweisung für das Mittel. Welche Mittel geeignet sind, dazu etwas weiter unten mehr.
  6. Lössen sich nicht alle Ablagerungen von alleine, kann man mit einer Bürste oder einem Schwamm nachhelfen. Mit Metallschwämmen ist Vorsicht geboten – wiederum besteht die Gefahr, die Armatur zu verkratzen. Scheuermittel und Dampfreinigungsgeräte sind tabu.
  7. Abschließend werden noch einmal alle Teile unter klarem Wasser abgespült, damit nicht irgendwelche gelösten Kalkbröckchen wieder mit eingebaut werden oder Reste von Reinigungsmitteln übrig bleiben.
  8. Abschließend befestigt man die Lochscheibe wieder mit der Schraube am Duschkopf und den Duschkopf am Schlauch. Die Überwurfmutter braucht man nur so fest zu ziehen, dass beide Teile miteinander verbunden sind, ohne zu wackeln, und ohne dass dort schon Wasser ausdringt. Vor allem wenn man eine Zange einsetzt, sollte man es nicht übertreiben – sonst wird es bei der nächsten Reinigung schwierig.

Viel Aufwand ist das alles ja nicht – aber je nach Grad der Verkalkung und Verschmutzung kann man versuchen, es sich noch einfacher zu machen. Wenn es darum geht, die Gummidüsen moderner Duschköpfe zu reinigen, kann man es zunächst auch mit einer einfachen Bürste versuchen. Wenn man Glück hat, fallen die störenden Parkbröckchen dann heraus. Wenn überhaupt funktioniert dies aber nur, wenn der Duschkopf trocken ist.

Welche Mittel darf man nehmen?

Welche Mittel kann man als Kalklöser verwenden? Wer auf der sicheren Seite sein will, der hält sich an die Empfehlungen renommierter Armaturenhersteller. Die sagen, man solle nur ausdrücklich vorgesehene Reiniger verwenden. Salzsäure, Ameisensäure, Chlorbleichlauge oder Essigsäure sollen diese nicht enthalten. Gebrauchsanweisungen insbesondere auch zur Dosierung seien unbedingt zu befolgen. Die Mischung verschiedener Reiniger ist nicht erlaubt.

Es ist klar, dass die Hersteller solche strengen Regeln aufstellen. Sie müssen für längere Zeit die ordnungsgemäße Funktionsweise ihrer Geräte gewährleisten und möchten natürlich nicht für Schäden durch unsachgemäße Reinigung verantwortlich gemacht werden. Wer bereit ist, das Risiko zu tragen und Schäden nicht reklamieren will, der kann es durchaus mit einigen Hausmitteln versuchen – wobei man auf Essig als schon recht aggressive Flüssigkeit tatsächlich besser verzichten sollte.

Backpulver zum Beispiel ist ein solches Mittel. In hundert Milliliter Wasser löst man den Inhalt eines Tütchens auf – wer mehr Lösung braucht, muss mehr Tütchen nehmen. Der Duschkopf sollte dann über Nacht in dieser Lösung bleiben. Backpapier ist ein recht mildes Mittel, das auch die Dichtungen nicht angreift. Viel spricht dafür, es zunächst damit zu versuchen. Reicht es nicht aus, kann man immer noch schärfere Geschütze auffahren.

Backpulver © rdnzl, stock.adobe.com
Backpulver gehört zu den oft empfohlenen Hausmitteln. Aber es ist etwas Geduld gefragt © rdnzl, stock.adobe.com

Zitronensäure ist ein recht aggressives Mittel. Es wird empfohlen, die Wirkung auf die Armatur an einer verdeckten Stelle zu testen. Gibt es keine Probleme, löst man etwa einen Teelöffel Zitronensäure in 40 Milliliter kaltem Wasser auf und schüttet dies in eine Schüssel mit dem Duschkopf. Der soll schon vorher gerade so mit Wasser bedeckt sein. Länger als 45 Minuten sollte der Duschkopf aber nicht in Zitronensäure liegen – und nach den Arbeiten sollte man Hände, die mit der Säure in Berührung gekommen sind, gründlich waschen.

Ein recht mildes Mittel, das aber eher selten empfohlen wird, ist der Gebissreiniger. Dabei wird einfach eine Tablette in Wasser aufgelöst – verwendet man zwei, um schneller zum Erfolg zu kommen, ist das unschädlich. Da es sich aber um ein mildes Mittel handelt, können Lochscheibe und Duschkopf auch länger in der Lösung liegen gelassen werden.

Nur wer sorgfältig arbeitet, kann es mit Aminosulfonsäure versuchen, die auch als Sulfaminsäure, Sulfamsäure, Sulfamidsäure oder Amidoschwefelsäure angeboten wird. Denn der Stoff wirkt ätzend auf Schleimhäute, man arbeitet daher am besten mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzbrille. Zehn Gramm des Pulvers auf einen Liter Wasser sind die richtige Dosierung. Der Vorteil dieser Variante ist, dass es schnell geht.

Extra-Tipp zum Abschluss: Kalkablagerungen kann es im Duschkopf geben oder außen. Innen können Sie die Funktion beeinträchtigen, außen die Optik. Zumeist funktioniert der Duschkopf noch lange einwandfrei, wenn es außen schon längst hässliche Kalkflecken gibt. Trocknet man den Duschkopf nach dem Duschen sorgfältig ab, verzögert dies die Bildung der Kalkflecken erheblich.
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