Fliesen reparieren

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Fliesen reparieren – so beseitigen Sie Risse, Löcher & Co.

Gebrochene Fliese © Hope, stock.adobe.com
Bei größeren Schäden sind einige Ersatzfliesen äußerst nützlich © Hope, stock.adobe.com

Benötigt eine Fliese eine Reparatur, kann dies viele Gründe haben. Bei den Bodenfliesen ist es oft ein Riss, der durch einen auf den Boden gefallenen schweren Gegenstand entstanden ist. Bei Wandfliesen stören dagegen häufig alte Bohrlöcher, die durch den Austausch von Schränken oder des Spiegels sichtbar werden. Weitere mögliche Schönheitsfehler sind Kratzer und andere kleine Beschädigungen. Sie können an einer gut sichtbaren Stelle extrem stören und dadurch die gesamte Optik eines Fliesenbelags beeinträchtigen. Eine Beschädigung hat jedoch nicht nur einen Einfluss auf das Aussehen des Fliesenbelags. Durch offene Stellen kann Wasser in den Untergrund dringen, das schlimmstenfalls zu einer Schimmelbildung führt. Ebenso kann Wasser Schäden an der Bausubstanz verursachen. Auch aus diesem Grund ist es daher ratsam, beschädigte Fliesen schnellstmöglich zu reparieren.

Die häufigsten Beschädigungen bei Fliesen
Die häufigsten Beschädigungen bei Fliesen

Besitzen Sie eine Ersatzfliese, können Sie die beschädigte Fliese von der Wand beziehungsweise dem Fußboden entfernen und durch eine neue ersetzen. Wie Sie hierbei vorgehen, erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber „Beschädigte Fliesen austauschen – so beheben Sie in acht Schritten den Schaden“. Ist dies nicht möglich oder der Schaden eher klein, reparieren Sie die Fliese mithilfe eines Reparatursets für Fliesen oder eines der folgenden Mittel, die Sie im Anschluss in der Farbe Ihrer Fliesen streichen.

Tipp: Sollten Sie keinen Fliesenlack in exakt der Farbe Ihrer Fliesen bekommen, können Sie einen möglichst ähnlichen Lack mit Farbpigmenten mischen. Beachten Sie jedoch, dass die Beimischung einen Einfluss auf die Trockenzeit des Lacks haben kann und geben Sie ihm vorsichtshalber etwas mehr Zeit.

Mit dem Fliesenstift kaschieren Sie Kratzer

Fliesen Farbausawahl © Gerhard Seybert, fotolia.com
Mit dem passenden Lack stellen Sie die ursprüngliche Optik wieder her © Gerhard Seybert, fotolia.com

Ist die Fliesenoberfläche nur leicht verkratzt, bekommen Sie in den Baumärkten Fliesenstifte in verschiedenen Farben. Sie enthalten Lack, mit dem Sie die Kratzer wieder verschließen. Bei der Verwendung eines Fliesenstifts ist es wichtig, dass Sie die Fliesen zunächst gründlich reinigen. Vor allem auf Fett kann der Lack nicht haften. Achten Sie außerdem darauf, dass die Oberflächen, die Sie lackieren möchten, trocken sind. Einen Fliesenlack müssen Sie oft mehrere Male auftragen, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist. Zwischen den einzelnen Behandlungen benötigt der Lack Zeit zum Trocknen. Richten Sie sich hierbei nach den Angaben des Herstellers.

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Mit Spachtelmasse verschließen Sie alte Bohrlöcher

Fliese mit altem Bohrloch © cgdeaw, stock.adobe.com
Alte Bohrlöcher fallen besonders stark auf © cgdeaw, stock.adobe.com

Nicht mehr benötigte Löcher für Dübel verschließen Sie am besten mit einer Zwei-Komponenten-Spachtelmasse, die aus einer Spachtelmasse und einem Härter besteht. Diese beiden Komponenten mischen Sie nach den Angaben des Herstellers und drücken sie mithilfe eines Spachtels in die Bohrlöcher. Zuvor sollten Sie jedoch eventuell vorhandene Dübel entfernen und die Löcher gründlich reinigen. Bei diesen Arbeiten leisten eine Kneifzange und ein Staubsauger gute Dienste. Ist die Spachtelmasse ausgehärtet, entfernen Sie überstehendes Material mit Schleifpapier. Im Anschluss rauen Sie die Oberfläche mit Schleifpapier leicht an, damit der Lack gut haften kann und streichen die reparierte Stelle mit Fliesenlack oder einem Fliesenstift. Abhängig von Ihren Fliesen kann eine zusätzliche Deckschicht aus transparentem Lack erforderlich sein, damit die Reparatur möglichst wenig auffällt.

Alte Bohrlöcher mit Spachtelmasse verschließen
Alte Bohrlöcher mit Spachtelmasse verschließen
Hinweis: Zwei-Komponenten-Spachtelmassen beginnen sofort auszuhärten, wenn sie mit dem Härter in Kontakt kommen. Vermischen Sie diese beiden Komponenten daher erst, wenn alle vorbereitenden Maßnahmen erledigt sind.
gebrochene Fliese © ArTo, fotolia.com
Ein Riss lässt sich mit Spachtelmasse oder Epoxidharz auffüllen © ArTo, fotolia.com

Andere Löcher sowie Risse lassen sich ebenfalls mit einer Zwei-Komponenten-Spachtelmasse reparieren. Für größere Beschädigungen können Sie aber auch Epoxidharz verwenden. Er haftet am besten, wenn Sie die zu behandelnde Fläche vorher mit Schleifpapier anrauen. Soweit erforderlich, können Sie Epoxidharz in mehreren Schichten auftragen. In diesem Fall sollten Sie die erste Schicht nach dem Aushärten wieder etwas anrauen. Auch dieses Mittel lässt sich mit einem Fliesenlack streichen.

Hinweis: Epoxidharz ist schädlich für die Gesundheit. Tragen Sie bei der Verwendung dieses Mittels deshalb Handschuhe, eine Atemschutzmaske sowie eine Schutzbrille und sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung, damit die Dämpfe aus dem Raum entweichen können.
Epoxidharz zum Reparieren größerer Beschädigungen
Epoxidharz zum Reparieren größerer Beschädigungen

Eine weitere Alternative ist ein sogenannter Reparaturkleber. Er ist in der Regel gebrauchsfertig und wird häufig in Kartuschen angeboten. Einen Reparaturkleber können Sie daher direkt in die Bohrlöcher pressen. Damit er gut hält, sollten Sie auch in diesem Fall die Bohrlöcher vorher von Staub und Mörtelresten befreien. Legen Sie außerdem einen Spachtel bereit. Mit ihm streichen Sie den Kleber glatt und entfernen überschüssiges Material. Die Feinarbeit erledigen Sie nach dem Aushärten des Klebers mit Schleifpapier. Danach können Sie die reparierte Stelle in der passenden Farbe lackieren, sofern der Reparaturkleber überstreichbar ist.

Mit einem guten Kleber befestigen Sie abgeplatzte Teile

Ist ein Stück von einer Fliese abgeplatzt und dieses noch vorhanden, können Sie es mit einem Kleber für Keramik wieder befestigen. Wenn Sie es mit etwas Klebeband fixieren, bleibt es an Ort und Stelle, bis der Kleber ausgehärtet ist.

Tipp: Bei vielen Reparaturen empfiehlt es sich, die umliegenden Fliesen abzukleben. Dadurch verhindern Sie, dass vollkommen intakte Fliesen durch Spachtelmasse, Lack oder andere Mittel verunreinigt werden. Malerkrepp haftet auf den meisten Fliesen und lässt sich nach der Arbeit problemlos wieder entfernen.
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