Fliesen streichen

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Fliesen streichen – so verleihen Sie alten Fliesen eine ganz neue Optik

Fliesen Farbausawahl © Gerhard Seybert, fotolia.com
Mit Fliesen in einer anderen Farbe sieht das Bad ganz anders aus © Gerhard Seybert, fotolia.com

Gute Wandfliesen haben eine lange Lebensdauer. Ihre Farbe und das Design werden allerdings oft nach einer gewissen Zeit unmodern, sodass Sie vielleicht über einen Austausch des Fliesenbelags nachdenken. Sind die Fliesen noch intakt, besteht aber auch die Möglichkeit, die Fliesen zu streichen. Dies ist nicht nur einfacher, sondern auch günstiger und verursacht zudem sehr viel weniger Schmutz als das Abschlagen der alten Fliesen und das Verlegen von neuen. Die Struktur der Fliesenoberfläche bleibt bei einem Anstrich allerdings erhalten. Fliesen mit reliefartiger Oberfläche werden beim Streichen daher nicht glatt, sondern bekommen nur eine andere Farbe.

Alternativ können Sie durch Klebefolien und andere Materialien die alten Fliesen verschönern oder Sie verputzen den Fliesenbelag. Durch letzte Variante entsteht eine ebene Fläche, die Sie wie jede andere Wand gestalten und beispielsweise streichen können.

Speziell für Fliesen: Fliesenlacke und Fliesenfarben

Pinsel und Farbroller © inarik, stock.adobe.com
Zum Streichen von Fliesen brauchen Sie einen Pinsel und einen Farbroller © inarik, stock.adobe.com

Fliesen lassen sich nur mit einem speziellen Fliesenlack oder einer Fliesenfarbe streichen. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Zweikomponentenlack, der aus dem Lack und einem Härter besteht. Diese beiden Komponenten sind einzeln verpackt und dürfen erst kurz vor dem Gebrauch miteinander vermischt werden. Fliesenlack bekommen Sie in zahlreichen Farben sowie in matten, leicht glänzenden und hochglänzenden Ausführungen. In einer entsprechend guten Qualität können Sie solch einen Lack auch für Bodenfliesen verwenden. In diesem Fall sollte er schlagzäh, abriebbeständig und laugenfest sein und nach dem Trocknen eine harte Schicht bilden. Auch eine zusätzliche Versiegelung beispielsweise mit einem Klarlack ist bei einigen Lacken möglich. Sie macht die Oberfläche noch widerstandsfähiger. Grundsätzlich ist das Lackieren von Fliesen jedoch eher für die Wandfliesen zu empfehlen, denn sie werden weitaus weniger beansprucht als die Bodenfliesen.

Fliesen streichen mit Zweikomponentenlack
Fliesen streichen mit Zweikomponentenlack
Hinweis: Angerührte Zweikomponentenlacke müssen Sie innerhalb von einigen Stunden verarbeiten. Mischen Sie deshalb keine zu großen Mengen an.
Vor dem Streichen alles gut schützen
Vor dem Streichen alles gut schützen

Zum Streichen Ihrer Fliesen benötigen Sie außerdem

  • Entfetter
  • Schleifvlies
  • Klebeband
  • Rührholz
  • Farbroller mit Schaumstoffrolle
  • Pinsel
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Fliesen streichen: Anleitung

Aufsatz-Waschbecken © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
Eine Kombination aus zwei Farben macht Ihr Bad noch interessanter © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
  1. Säubern Sie die Fliesen zunächst gründlich mit Wasser, einem Reinigungsmittel und einer Bürste. Im Anschluss tragen Sie den Entfetter auf. Er löst sämtliches Fett, das eine gute Haftung des Lacks verhindern würde. Ein Entfetter lässt sich am besten mit einem breiten Pinsel auftragen. Wenn Sie ihn mit einem Schleifvlies sorgfältig auf den Fliesen verteilen, erledigen Sie auch gleich den nächsten Arbeitsschritt, denn die Fliesenoberflächen sollten leicht angeraut werden. Auch dies sorgt für eine bessere Haftung. Ein Entfetter benötigt eventuell eine gewisse Einwirkzeit, beachten Sie deshalb die Angaben des Herstellers. Danach können Sie ihn mit klarem Wasser wieder abspülen.
  2. Tipp: Möchten Sie sich den ersten Arbeitsschritt erleichtern, können Sie eine Fliesen-Vorbehandlung verwenden. Sie entfernt alle Ablagerungen und raut die Oberfläche gleichzeitig an.
    Fliesen richtig vorbehandeln
    Fliesen richtig vorbehandeln
  3. Sind die Fliesen wieder trocken, kleben Sie die angrenzenden Flächen ab, die nicht gestrichen werden sollen. Das Waschbecken, die Badewanne und alle anderen Sanitärobjekte bedecken Sie am besten komplett mit einer Plane oder Zeitungspapier, damit kein Lack auf sie tropft.
  4. Fliesen lackieren © spritnyuk, stock.adobe.com
    Auch die Fliesenfugen werden lackiert © spritnyuk, stock.adobe.com
  5. Die Stellen, an denen die Fliesen an andere Flächen grenzen, streichen Sie mit einem Pinsel vor. Danach arbeiten Sie mit dem Farbroller weiter. Auch die Fugen streichen Sie mit Fliesenlack. Dadurch entsteht eine durchgehende Fläche, die sich später gut sauber halten lässt. Beachten Sie jedoch, dass Fliesenlack nicht auf Silikon haftet. Haben Sie zuvor Reparaturen mit Silikon ausgeführt, müssen Sie das Silikon daher wieder entfernen und durch ein anderes Material ersetzen. Mit einer Fugenmasse lassen sich auch andere Löcher in den Fugen auffüllen.
  6. Ist der erste Anstrich fertig, muss der Lack trocknen. Dies dauert einige Stunden, deshalb warten Sie mit dem zweiten Anstrich am besten bis zum nächsten Tag. Ob ein zweiter Anstrich erforderlich ist, hängt davon ab, wie groß der Unterschied zwischen der alten und der neuen Farbe ist. Bei einem extremen Farbunterschied können unter Umständen sogar drei Anstriche nötig sein. In den meisten Fällen reichen jedoch einer oder zwei Anstriche aus.
  7. Tipp: Möchten Sie dunkle Fliesen hell streichen, können Sie mit einer Grundierung beginnen. Sie verhindert, dass die alte Farbe später durchscheint. Eine Grundierung empfiehlt sich außerdem, wenn Sie viele Schäden ausgebessert haben.
  8. Bis der Fliesenlack vollständig ausgehärtet ist, können durchaus einige Tage vergehen. In den folgenden Tagen sollten Sie deshalb noch ein wenig vorsichtig sein, um keine Schäden zu verursachen. Danach können Sie den Raum wieder wie gewohnt nutzen.
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