Elektroinstallation Planung

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Planung der Elektroinstallationen

Lieber eine Steckdose mehr als zu wenig! Ein Grundsatz den man unbedingt beherzigen sollte, denn heute ist in einem Haus nichts wichtiger als Strom. Gerade bei Steckdosen sollte man deshalb etwas großzügiger planen. Entsprechend sind bei der Planung genügend Stromkreise vorzusehen. Das verhindert Überlastungen.

Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com
Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com
Empfehlung: pro Raum ein Stromkreis. Für Herd, Waschmaschine, Trockner oder andere Großgeräte eigene Stromkreise einrichten.
Genügend Stromkreise verhindern eine Überlastung
Genügend Stromkreise verhindern eine Überlastung

Die Küche

Gerade in der Küche ist der Bedarf an elektrischen Geräten groß. Hier ist eine zukunftsweisende Planung besonders wichtig. Wer den Plan einer neuen Küche vorliegen hat, kann gezielt ausmessen, wo und wie viele Anschlüsse installiert werden müssen.

Wichtig: separate Anschlüsse für Elektroherd, Geschirrspüler, Mikrowelle und Kühlschrank vorsehen. Hier handelt es sich um Elektrogroßgeräte, die eigene Stromkreise benötigen. Nicht mehr als 4 bis 6 Steckdosen pro Stromkreis planen!

Empfehlung: die Standardausstattung einer Küche sieht mindestens 6 bis 15 Steckdosen (je nach Küchengröße) vor. Schließlich müssen Elektrokleingeräte wie Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mixer, Toaster und vieles mehr angeschlossen werden. Man sollte bei der Planung unbedingt daran denken, an den Türen Steckdosen für den Staubsauger vorzusehen. Bei Wohnküchen sind weitere Steckdosen einplanen. Zusätzlich zur Raumbeleuchtung sind Anschlüsse für eine Arbeitsplatzbeleuchtung vorzusehen.

Das Wohnzimmer

Neben der Beleuchtung und dem Fernsehanschluss sind im Wohnzimmer ausreichend Steckdosen für die Unterhaltungselektronik vorzusehen. Man sollte bei der Elektroplanung bereits wissen, wo der Standort für Fernseher und HiFi-Anlage ist. Sind Fernsehgerät und Stereoanlage an unterschiedlichen Stellen im Raum angeordnet, sind zwei Antennensteckdosen notwendig, unabhängig von der Empfangstechnik.

Empfehlung: den Antennenanschlüssen immer jeweils drei Steckdosen zuordnen!

Die wichtigsten Symbole der Elektroplanung im Überblick
Die wichtigsten Symbole der Elektroplanung im Überblick

Um Stolperfallen durch Lautsprecherkabel zu vermeiden, sind Lautsprecheranschlüsse zu planen. Für die Beleuchtung sind drei verschiedene Leuchtgruppen empfehlenswert. Eine Hauptbeleuchtung für den gesamten Raum, eine Beleuchtungsgruppe für Wandleuchten oder indirekte Beleuchtung und eine Beleuchtung über oder an der Sitzgruppe. Entsprechende Decken- und Wandauslässe sowie Schalter sind bei der Planung zu beachten, was eine Vorstellung der Wohnzimmereinrichtung voraussetzt.

Beispiel für die Elektroplanung einer Wohnung
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Das Bad

Für die Elektroinstallation im Bad gelten besondere Vorschriften: Schalter und Steckdosen dürfen nicht überall angebracht werden (Installationszonen).

Wichtig: Im Bad ist der Einsatz von einem FI- oder Personenschutzschalter vorgeschrieben!

In der Regel werden im Bad zwei Beleuchtungsgruppen geplant. Eine Hauptbeleuchtung für das gesamte Bad und eine Spiegelbeleuchtung. Im Spiegelbereich sind genügend Steckdosen für Fön, Rasierapparat oder elektrische Zahnbürste vorzusehen.

Da für Bad- und Duschwanne eine Erdung vorgeschrieben ist, ist eine entsprechende Leitung vorzusehen. Wird ein Whirlpool eingeplant, sind zusätzliche Anschlüsse vorzusehen.

Das Schlafzimmer

Bei der Standardausstattung im Schlafzimmer werden ein Hauptbeleuchtungsanschluss sowie zwei Leseleuchten an den beiden Bettseiten benötigt. Alternativ können stattdessen auch zwei Steckdosen vorgesehen werden.

Bei der Planung ist zu beachten, dass die Hauptbeleuchtung bequem vom Bett aus bedient werden kann. Auf beiden Bettseiten sollte mindestens noch eine Doppelsteckdose vorgesehen werden. An der Schlafzimmertür ist eine Steckdose für den Staubsauger zu planen.

Wer es komfortabler wünscht, kann einen Telefon- und TV-Anschluss sowie weitere drei Steckdosen für den Anschluss von Fernseher oder Musikanlage einplanen.

Das Kinderzimmer

Im Kinderzimmer sollte wie im Schlafzimmer die Möglichkeit bestehen, das Hauptlicht von Tür und Bett aus zu schalten. Eine separate Wandleuchte mit Schalter am Bett sowie eine Doppelsteckdose sind ebenfalls notwendig.

Für einen Schreibtisch-Bereich sollten mindestens fünf Steckdosen vorgesehen werden. Wer vorausschauend plant, kann Telefonanschluss, Netzwerkanschluss und Antennenanschluss vorsehen. Dazu kommt an die Kinderzimmertür eine Steckdose für den Stabsauger.

Empfehlung: um Stromunfälle bei Kleinkindern zu vermeiden, sollte die Steckdosen eine Kindersicherung haben!

Der Keller

Die Planung des Kellers ist abhängig davon, wie der Raum genutzt werden soll (Partyraum, Fitnessraum, Werkstatt, Sauna). Je nach Bedarf sollten entsprechende Installationen vorgesehen werden. Auch hier gilt es, genügend Steckdosen und Anschlüsse zu planen. Für Sauna oder Werkstatt wird ein Kraftstromanschluss benötigt.

Empfehlung: legen sie Leerrohre für nachträgliche Installationen.

Der Flur

Bei mehreren Stockwerken empfiehlt sich pro Stockwerk ein Unterverteiler. So sind die Wege zu den einzelnen Stromkreisen kurz, das spart Installationskosten. Für das Ein- und Ausschalten der Flurbeleuchtung plant man an jeder Tür einen Schalter. Im Treppenhaus einen Lichtschalter unten und oben an der Treppe. Für die automatische Beleuchtung sind Bewegungsmelder zu empfehlen. Das Licht wird nur eingeschaltet, wenn sich jemand im Flur befindet. Das spart Stromkosten.

Auch hier gilt: ausreichend Steckdosen für den Staubsauger einplanen!

Der Hauswirtschaftsraum

Für den Hauswirtschaftsraum ist auf jeden Fall eine separate Steckdose für Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen zu planen. Steckdosen für Staubsauger, Nähmaschine oder Mangel sind ebenfalls vorzusehen. Für Komfort sorgt die Planung eines Radioanschlusses. Neben der Hauptbeleuchtung unbedingt auf gute Beleuchtung im Arbeitsbereich des Hauswirtschaftsraumes achten.

Das Büro

Damit in einem Büro gut gearbeitet werden kann, benötigt man eine normale Raumbeleuchtung und eine helle Arbeitsplatzbeleuchtung. Darüber hinaus sind für die technischen Geräte zahlreiche Steckdosen, Internet- und Telefonanschluss zu planen.

Empfehlung: für technisch hochwertige Geräte sollte man einen Überspannungsschutz vorsehen.

Garten und Terrasse

Für die Terrassenbeleuchtung benötigt man an der Terrassentür einen Schalter mit Kontrollleuchte. Zudem sollte man für den Rasenmäher oder den Elektrogrill eine spezielle Steckdose für den Außenbereich einplanen. Für den Gartenbereich können je nach Größe und Grundstücks Stehleuchten oder Wandleuchten im Außenbereich des Hauses installiert werden. Hier empfiehlt sich die Schaltung mit Bewegungsmelder. Erstens zur Wegbeleuchtung für Gäste und zweitens zur Abschreckung von ungebetenen Personen.

Im Türbereich ist eine zentrale Stelle für eine Türsprechanlage oder Videosprechanlage vorzusehen. Ebenfalls an einem zentralen Platz im Flur benötigt man dann einen entsprechenden Anschluss für Telefon mit Doppelsteckdose für den Geräteanschluss.

Empfehlung: bei Bedarf ist auf der Terrasse ein Anschluss für elektrischen Sonnenschutz vorzusehen.

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