Funktürklingel anschließen

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Funktürklingel anschließen: Einfache Montage ohne Leitungen

Funktürklingeln haben den Vorteil, dass sie ohne viel Aufwand installiert werden können. Sie eignen sich besonders für Sanierungen und Renovierungen, weil keine Leitungen verlegt werden müssen. Das drahtlose Klingeln bietet sich daher dort an, wo die Fassade oder der Wanduntergrund im Haus keine Schlitze oder Kabelkanäle erlauben. Funktürklingeln sind deshalb eine sanierungsfreundliche Alternative für historische Altbauten, um so wenig Substanz anzugreifen wie möglich.

Klingel an der Haustür © mirsad, stock.adobe.com
Klingel an der Haustür © mirsad, stock.adobe.com

Funktionsweise

In der Regel werden Klingelanlagen mit Kleinspannung betrieben und benötigen deshalb einen Klingeltrafo. Er besitzt auf der Eingangsseite einen normalen 230 Volt Wechselspannung-Netzanschluss. Diese Spannung wird auf 6, 8 oder 12 Volt heruntertransformiert und kann auf der Ausgangsseite abgenommen werden. Mit dieser Spannung kann dann der Stromkreis für die Türklingel betrieben werden. Der Stromkreis wird vom Trafo zum Klingeltaster an der Tür und vom Klingeltaster zur Klingel oder dem Gong im Hausflur wieder zum Trafo geführt. Der Stromkreis wird dabei durch betätigen des Klingeltasters geschlossen und die Klingel oder der Gong läutet.

Funktürklingeln haben sehr flexible Einsatzmöglichkeiten
Funktürklingeln haben sehr flexible Einsatzmöglichkeiten

Batteriebetriebene Funktürklingeln arbeiten in der Regel genau wie die leitungsgebundenen Klingeltaster. Lediglich die Stromanschlüsse werden durch Knopfzellen-Batterien ersetzt. Der Vorteil zu leitungsgebundenen Klingeltaster ist nicht nur der Wegfall von Leitungen und Anschlüssen, sondern auch die freie Wahl des Installationsortes.

Elektroinstallation ist meisterpflichtig
Nicht ohne Grund, zählt die Installation von elektrischen Anlagen, zu den meisterpflichtigen Gewerken in Deutschland. Das heißt, dass die Elektroinstallation von einem Meisterbetrieb durchgeführt werden muss. Wer als geübter Heimwerker dennoch einige der Arbeiten aus dem Elektriker-Handwerk durchführen möchte, sollte dies unbedingt im Vorfeld mit einem Fachbetrieb abstimmen.
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Funktaster mit leitungsgebundener Klingel

Bei dieser Variante wird ein batteriebetriebener Funktaster verwendet, der den Impuls für das Klingeln sendet. An der Klingel oder dem Gong werden die Adern gelöst und laut Bedienungsanleitung des Funktasters mit den Anschlüssen des Empfängers verbunden. Der Empfänger wird dann, laut Bedienungsanleitung, mit den vorhandenen Leitungen verbunden, die vorher am Verbraucher angeschlossen waren.

Funktaster mit leitungsgebundener Klingel (Gong) © Heinz Kerp
Funktaster mit leitungsgebundener Klingel (Gong) © Heinz Kerp
Spannungsfrei schalten

Den entsprechenden Automaten (Sicherung) im Verteilerkasten ausschalten! Die Stromfreiheit der Leitung mit dem Duspol (Spannungsprüfer) überprüfen. Doch aufgepasst! Leuchten werden über einen Schalter ein- und ausgeschaltet. Also: Schalter betätigen und erneut prüfen. Ist in beiden Fällen keine Spannung gemessen worden, kann man an der Leitung arbeiten.

Funktaster mit batteriebetriebener Klingel

Diese Variante ist die installationsfreundlichere Ausführung der Installation einer Funktürklingel. Hier wird nicht nur ein batteriebetriebener Funktaster verwendet, der den Impuls für das Klingeln sendet. Auch die Klingel oder der Gong werden anhand einer Batterie mit Spannung versorgt und sind somit leitungsfrei. Die Installation und der Anschluss erfolgen laut Bedienungsanleitung des Funktasters oder der Klingel.

Funktaster mit batteriebetriebener Klingel (Gong) © Heinz Kerp
Funktaster mit batteriebetriebener Klingel (Gong) © Heinz Kerp
Tipp: Funkschalter-Sets sind in der Anschaffung preiswerter und man findet alle Komponenten, die zur Installation notwendig sind. Empfänger können bei Sets in der Regel auch mit mehreren Schaltern kommunizieren und lassen sich um weitere Funkschalter ergänzen.
Zwei Varianten von Funkschaltern für Funktürklingeln
Zwei Varianten von Funkschaltern für Funktürklingeln

Batteriebetriebene Funkhaustürklingel

Batteriebetriebene Funkhaustürklingeln arbeiten in der Regel mit Knopfzellen. Der Vorteil zu leitungsgebundenen Funkschalter ist die freie Wahl des Installationsortes der Klingel (Gong) sowie des Tasters. Die Funkhaustürklingel bestehen in der Regel aus vier Komponenten: der Klingel oder dem Gong, dem Schalter, einem Empfänger und einem Sender.

Batterielose Funkschalter

Batterielose Funkhaustürklingeln arbeiten mit Piezo-Technik. Dabei wird der sogenannte piezotechnische Effekt bestimmter Kristalle oder Polymere ausgenutzt. Wird auf einen piezoelektrischen Kristall oder ein Polymer mechanischer Druck ausgeübt, entsteht eine elektrische Spannung. Durch Drücken des Funktasters aktiviert man das eingebaute Piezo-Element, das ein kodiertes Funksignal erzeugt und so die Klingelfunktion aktiviert.

Vorteil: ein notwendiger Austausch von Batterien entfällt und wie bei batteriebetriebenen Funkhaustürklingeln ist die freie Wahl des Installationsortes. Man muss dabei allerdings beachten, dass batterielose Funkhaustürklingeln lediglich eine Reichweite zwischen Funktaster und Klingel (Gong) von 30 Metern haben.

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