Bussystem bei der Elektroinstallation

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Bussystem – Das zentrale Nervensystem des Hauses

Mit dem Bussystem gelingt die Elektrotechnische Gebäudeautomation

Die klassische Elektroinstallation diente bisher der Stromversorgung sowie die Steuerung der Verbraucher, beispielsweise einfach durch Ein- oder Ausschalten einer Lampe. Mit der Zunahme der Funktionen und Geräte kommt dieses Prinzip an seine Grenzen, da der Bedarf an Kabeln und Leitungen und damit der Material-, Kosten- und Arbeitsaufwand immer höher wird. Mit einem Bussystem kann man diese Grenzen effizient und kostengünstig deutlich ausweiten.

Bussystem - Das zentrale Nervensystem des Hauses © Heinz Kerp
Bussystem – Das zentrale Nervensystem des Hauses © Heinz Kerp

Über ein Bussystem können bisher getrennte Systeme oder Gewerke wie Beleuchtung, Jalousien, Heizung, Belüftung, Sicherheitstechnik sowie Schließanlage eines Hauses zusammengeschaltet werden. Darüber hinaus existieren heute schon eine Vielzahl an buskompatiblen Hausgeräten, wie Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine, Trockner oder sogar Fernseher und Tuner. Auch sie lassen sich mit einem Bussystem problemlos in die Steuerung einbinden.

Vergleichen wir ein Gebäude mit einem menschlichen Körper ist das Bussystem das zentrale Nervensystem eines Hauses. Die Hauptaufgabe der bisherigen „klassischen“ Elektroinstallation ist es, die elektrische Energie wie Blut zu den Verbrauchern (Organe) an beliebige Stellen des Körpers zu transportieren. Dies erfolgt mit Hilfe eines weitverzweigten Leitungssystems, vergleichbar mit den menschlichen Blutgefäßen.

Mit Bussystemen wird das Haus zum Smart Home
Mit Bussystemen wird das Haus zum Smart Home

Die Hauptaufgabe des Bussystems ist es nun, wie das menschliche Nervensystem, mit Leitungen Informationen von und zu den Verbrauchern (Organen) zum Gehirn (in der Regel der Home-Computer) zu transportieren. Das Gehirn ist programmiert, zu entscheiden, was zu welchem Zeitpunkt oder in welcher Situation zu tun ist.

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Elektroinstallation mit Bussystemen

In einem „intelligenten Haus“ steht die Gebäudeautomation in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der Bewohner sowie von äußeren Einflüssen, wie beispielsweise dem Wetter, nach europäischer Norm DIN EN 50090 „Elektrische Systemtechnik für Heim und Gebäude“.

Bustaugliche Verbraucher sind mit Sensoren ausgestattet. Verbunden werden sie meist über eine zweiadrige, verdrillte Kupfer-Leitung. Über diese Busleitung laufen sämtliche Steuerinformationen. Diese Busleitungen werden Form einer Baumstruktur im Gebäude verlegt und bedürfen nur einer sehr geringen Steuerspannung.

Das Bussystem mit seinem europäischen Standard vereint alle verfügbaren, aktuellen und zukunftsweisenden Informations- und Kommunikationsdienste in einem System und vereinheitlicht alle Anschlüsse, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen.

Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com
Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com

Vorteile des Bussystems

  • Bei erforderlichen Änderungen der Raumaufteilung muss nicht neu installiert, sondern nur umprogrammiert werden.
  • Ist ein Bussystem einmal installiert, kann das System nahezu beliebig erweitert werden.
  • Informationen eines einzigen Sensors können an verschiedenen Verbrauchern genutzt werden (Jalousien, Beleuchtung).
  • Die Betriebs- und Energiekosten können deutlich reduziert werden.
  • Die Sicherheit des Gebäudes kann deutlich erhöht werden.
  • Die Verbraucher können per Internet oder Telefon von außen gesteuert werden.
Vorteile eines Bussystems
Vorteile eines Bussystems
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Wireless Bus-System für Altbauten

Bussysteme lassen sich auch auf Funkbasis erweitern. Diese Variante eignet sich speziell zur Nachrüstung im Altbau. Die jeweiligen Befehle erfolgen dann nicht über ein Stromkabel, sondern werden per Funk von einem Sender zu einem Empfänger übertragen. Lange Steuerleitungen sind überflüssig, die umständliche Verlegung entfällt komplett.

Weil der Funk-Sender batteriebetrieben ist, kann er überall installiert werden. Mit dem Funk-Sender lassen sich auch bereits bestehende Schalter und Schalterkombinationen rasch um zusätzliche Bedienfunktionen erweitern. Gefällt irgendwann der Ablauf nicht mehr, wird er einfach umprogrammiert – ganz ohne bauliche Maßnahme. Und bei einem Umzug lässt sich das Funk-Bussystem problemlos mitnehmen.

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