Installationsmaterial

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Elektroinstallation: Installationsmaterial

Auch beim Installationsmaterial muss auf verschiedenste Dinge geachtet werden. So ist nicht jedes Werkzeug für die Elektroinstallation geeignet. Bei der Auswahl der Kabel und Leitungen ist auf deren Verwendungsart zu achten. Und wer seine Schalter und Steckdosen später gerade an der Wand haben möchte, sollte auch die Verwendung der richtigen Gerätedose achten.

Elektriker Koffer © Jürgen Flächle, fotolia.com
Elektriker Koffer © Jürgen Flächle, fotolia.com

Die wichtigsten Elektro-Werkzeuge

Gutes Werkzeug erleichtert nicht nur die Arbeit, es schützt auch vor Gefahren. Elektro-Werkzeug hat daher eine spezielle Kunststoff-Schicht und schützt gegen Stromschlag, ist VDE-geprüft.

Spannungsprüfer © Denis Junker, fotolia.com
Spannungsprüfer © Denis Junker, fotolia.com
  • Phasenprüfer oder Duspol – das wichtigste Werkzeug! Denn vor jeder Arbeit an einem Gerät oder einer Leitung muss die Spannungsfreiheit gemessen werden. Der „einpolige Phasenprüfer“ ist in der Regel ein kleiner Schraubenzieher mit Glimmlampe, die aufleuchtet, wenn Strom vorhanden ist. Der Duspol ist ein zweipoliges Spannungsprüfgerät. Im Gegensatz zu Phasenprüfern liefern Spannungsprüfer sichere Prüfergebnisse und zeigen die Spannung, je nach Ausführung, analog, mit LED-Leuchten oder digital an.
  • Schraubendreher Sortiment zum Festziehen von Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben verschiedener Größen.
  • Seitenschneider zum Schneiden von Drähten und Kabeln.
  • Seitenschneider Klemme und Kabel © Ralf Kalytta, fotolia.com
    Seitenschneider Klemme und Kabel © Ralf Kalytta, fotolia.com
  • Abisolierzange zum Abisolieren von Drähten mit unterschiedlichen Querschnitten. Die Abisolierzange hat eine Stellschraube und einen Federmechanismus zum Einstellen auf den gewünschten Drahtdurchmesser.
  • Kombizange zum Greifen und Abschneiden von Drähten sowie Festhalten von flachen Objekten und Schraubenköpfen.
  • Einziehband – ein flexibles Kunststoff- oder Stahlband mit Zugöse und Einführungskopf zum Einziehen von Kabel und Leitungen in Leerrohre.
Diese Kriterien sollten Werzeuge für die Elektroinstallation erfüllen
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Kabel und Leitungen

Elektrische Leitungen werden aufputz oder unterputz verlegt. Dabei werden wahlweise Ader-, Kabel- oder Stegleitungen verwendet.

Empfehlung: Zwar ist die Verlegung von Kunststoffrohr unter Putz und das spätere Einziehen von Ader- oder Kabelleitungen etwas aufwendiger, doch dafür lassen sich nachträgliche Änderungen oder Reparaturen in der Elektroinstallation (auch noch nach Jahren) problemlos durchführen – insbesondere entfällt das aufwendige Aufstemmen von Wänden.

Wichtig: Beim Verlegen von Leitungen unter Putz immer einen Funktionstest vor dem Verputzen durchführen!

Elektroinstallation: Verschiedene Kabelarten und Verlegearten
Elektroinstallation: Verschiedene Kabelarten und Verlegearten

Die gängigsten Kabel und Leitungen

  • Mantelleitung (3 Adern mit Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYM-J 3×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen und feuchten Räumen auf oder unter Putz zum Anschluss von Verbrauchern. Nicht für die Verlegung im Erdreich!
  • Mantelleitung (3 Adern ohne Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYM-O 3×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen und feuchten Räumen auf oder unter Putz zum Anschluss von Schaltern. Nicht für die Verlegung im Erdreich!
  • Mantelleitung (5 Adern, Querschnitt 1,5 mm² / NYM 5×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen und feuchten Räumen auf oder unter Putz zum Anschluss von Verbrauchern, Schaltern und Steckdosen. Nicht für die Verlegung im Erdreich!
  • Stegleitung (3 Adern mit Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYIF-J 3×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen Räumen unter Putz zum Anschluss von Verbrauchern. Verboten in Holzhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und auf brennbaren Materialien!
  • Stegleitung (3 Adern ohne Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYIF-O 3×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen Räumen unter Putz zum Anschluss von Schaltern. Verboten in Holzhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und auf brennbaren Materialien!
  • Stegleitung (5 Adern mit Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYIF 5×1,5 mm²) für die feste Verlegung in trockenen Räumen unter Putz zum Anschluss von Verbrauchern, Schaltern und Steckdosen. Verboten in Holzhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und auf brennbaren Materialien!
  • Aderleitung (einzelne starre Ader mit PVC-Mantel, erhältlich in unterschiedlichen Farben, Querschnitt 1,5 mm / H07V-U 1×1,5 mm²) für die feste Verlegung in durchgängigem Leerrohr unter Putz.
  • PVC-Schlauchleitung (5 feindrahtige Adern, Querschnitt 2,5 mm / H05VV-F 5G 2,5 mm²) für den Anschluss eines Elektroherds.
  • Erdkabel (3 Adern mit Schutzleiter, Querschnitt 1,5 mm² / NYY-J 3×1,5 mm²) für die feste Verlegung im Freien und in der Erde.
Steckdosen und Schalter © maho, fotolia.com
Steckdosen und Schalter © maho, fotolia.com

Abzweig- und Gerätedosen

Wichtige Komponente bei der Elektroinstallation: die Abzweig- und Gerätedose. Beide Dosenarten gibt es in Auf- und Unterputz- sowie Hohlwand-Versionen, rund wie auch quadratisch, mit verschiedenen Maßen und Durchmessern sowie Tiefen. Abzweig- und Gerätedosen verfügen über vorgefertigte Öffnungen für die Leitungen und Befestigungen. Diese können ganz einfach per Finger herausgedrückt werden.

  • Unterputzdosen werden in der Regel im Mauerwerk mit Gips fixiert und schließen später bündig mit dem Putz ab.
  • Im Trockenbau werden mit einem Dosenbohrer entsprechende Öffnungen in die Wand gebohrt. Die Hohlwanddosen werden in diese Öffnung gedrückt und mit Schrauben festgezogen. Sie schließen bündig mit der Trockenbauwand ab.
  • Aufputzdosen werden einfach mit Schrauben und Dübeln an der Wand befestigt.
  • Abzweigdosen werden überall dort eingesetzt, wo Leitungsabzweigungen benötigt werden. In den Abzweigdosen werden die elektrischen Leiter dann mithilfe von Klemmen mit einander verbunden. Abschließend werden die Dosen mit einem flachen Deckel verschlossen.
  • Gerätedosen sind für den Einbau aller gängigen Schalter und Steckdosen. Für eine Zweifachinstallation (zwei Lichtschalter, zwei Steckdosen oder eine Lichtschalter-Steckdosen-Kombination) nebeneinander beziehungsweise übereinander gibt es Doppel-Gerätedosen. Für die Installation mehrerer Lichtschalter oder Steckdosen können mehrere Unterputz-Gerätedosen per Tunnelstutzen miteinander verbunden werden. Durch die Normung passen die aneinander gefügten Gerätedosen vom Abstand her genau zu den Mehrfachrahmen der Schalter und Steckdosen.
  • Decken- und Wandauslässe sind ausschließlich für den Auslass von Leitungen aus der Wand oder der Decke, wenn dort die Montage einer Lampe vorgesehen ist.
Gerätedosen in der Elektroinstallation
Gerätedosen in der Elektroinstallation

Klemmen

Um in der Elektroinstallation entsprechende Schaltungen herzustellen, müssen in den Verteilerdosen die einzelnen Leiter miteinander verbunden werden. Dazu benötigt man Klemmen. Diese gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Prinzipiell wird zwischen Steckklemmen und Schraubklemmen unterschieden.

  • Sicher und einfach in der Handhabung sind Steckklemmen. Hier werden die Leiter durch Einstecken miteinander verbunden. Je nach Ausführung und Größe passen zwei bis acht Leiter in eine Klemme.
  • Bei Schraubklemmen werden die einzelnen Adern per Schraubverbindung befestigt. Die Klemmen gibt es im Handel als Stangenware und können mühelos abgetrennt werden. Hier ist darauf zu achten, dass die Adern vollständig in der Klemme sitzen und die Schraubverbindung fest angezogen wird!
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