Lampe anschließen

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Lampe anschließen: Es gibt viel zu beachten

Eine Lampe anzuschließen, ist selbst für nicht so versierte Heimwerker eigentlich kein Problem, wenn man sich strikt an die Sicherheitsvorschriften hält. Doch es gibt dabei ein großer „Aber“!  Arbeiten an der Elektroinstallation ist für Laien eigentlich tabu! Das sagt Paragraf 13 der „Niederspannungsanschlussverordnung“. Lediglich die Leuchtmittel, wie Glühlampen, LEDs oder Leuchtstoffröhren, dürfen ausgetauscht werden. Obwohl Lampen frei im Handel erhältlich sind. Die Händler sichern sich durch entsprechende Warnhinweise auf den Verpackungen und Bedienungsanleitungen ab.

Lampe anschließen und aufhängen © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
Lampe anschließen und aufhängen © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Lampen geben es in verschiedenen Bauarten. Die gängigsten Bauarten sind Deckenlampen, Wandlampen und Stehlampen, wobei Decken- und Wandlampen überwiegend fest installiert, Stehlampen überwiegend mobil sind.

Neben den verschiedenen Bauarten können Lampen auch mit unterschiedlichen Leuchtmitteln ausgestattet sein. Die gängigsten Lampen sind Glühlampen, Energiesparlampen, Halogenleuchten, LED-Leuchten und Leuchtstofflampen. Lampen haben in der Regel einen auf das Leuchtmittel abgestimmten Sockel. Oder die Bauform der Lampe verhindert den Einbau ungeeigneter Leuchtmittel.

Lampen müssen so angebracht werden, dass kein Wärmestau entsteht. Besonders Halogenleuchten und Strahler sind so zu installieren, dass genügend Abstand zu leicht entzündlichen Stoffen besteht.

Aufhängungen, insbesondere von Deckenlampen, müssen eine Tragfähigkeit von mindestens 10 kg haben.

Wichtig: Lampen müssen mit dem Schutzleiter in die Schutzmaßnahmen gegen indirektes Berühren einbezogen werden!

Anschluss einer Lampe

Beim Anschluss eine Lampe ist auf die jeweilige Bauart Rücksicht zu nehmen. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Deckenleuchten werden über Klemmen unmittelbar an die Zuleitung angeschlossen.
  • Wandleuchten werden bei Unterputzinstallation oder Wandauslässen in Installationsdosen mit Klemmen angeschlossen.
  • Pendelleuchten dürfen die Zuleitungen nicht beschädigen! Deshalb müssen zum Aufhängen eine wärmebeständige flexible PVC-Leitung und eine entsprechende Zugentlastung verwendet werden.
  • Stehleuchten, Deckenfluter oder Nachttischlampen werden in der Regel durch einstecken in die Steckdose angeschlossen. Sie können aber auch zugentlastet über eine Geräteanschlussdose fest angeschlossen werden.

Eine Leuchte anzuschließen, ist sicherlich keine Zauberei. Aber: Elektrischer Strom ist extrem gefährlich und kann tödlich sein! Deshalb sind bei jeglichen Arbeiten an der Hauselektrik folgende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen:

  1. Vor Arbeiten an Elektrogeräten erst den Netzstecker ziehen.
  2. Bei Installationsarbeiten immer erst den Strom abstellen. Die dem betreffenden Stromkreis zugehörige Sicherung ausschalten.
  3. Hinweisschild am Sicherungskasten anbringen, um zu verhindern, dass die Sicherung aus Versehen wieder einschaltet wird.
  4. Überprüfen, ob die betreffende Anlage spannungsfrei ist.
  5. Hände weg von Hausanschluss sowie verplombten Zählern und Hauptsicherungen!
  6. Nur Elektroarbeiten ausführen für die Fachkenntnisse vorhanden sind!
  7. Schutzleiter nicht für andere Funktionen verwenden, abklemmen oder entfernen.
  8. Nach beendeter Arbeit Schutzleiterfunktion überprüfen
Vor der Anschluss von Leuchten Sicherheitsvorkehrungen treffen
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Sicherheitsmaßnahmen bei der Montage von Leuchten
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Das richtige Werkzeug zum Anschließen einer Lampe

Um eine Lampe richtig anzuschließen, werden meist nur wenige Werkzeuge benötigt. Entscheidend ist: Es sollten nur Werkzeuge verwendet werden, die für Arbeiten an der Elektroinstallation geeignet sind und ein entsprechendes Prüfsiegel des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) besitzen. Folgende Handwerkzeuge, Verbrauchsmaterialien und Hilfsmittel sind in der Regel für den Anschluss einer Lampe im Gebrauch:

  • ein passender, isolierter Schraubendreher
  • ein funktionstüchtiger Spannungsprüfer (Duspol)
  • eine geeignete Spitzzange
  • ggf. eine Abisolierzange
  • ggf. ein Seitenschneider
  • ggf. Lüsterklemmen und Isolierband
  • ggf. Aderendhülsen und eine Quetschzange
  • ggf. eine sichere Leiter oder ein geeigneter Tritt
  • ggf. eine Abzweigdose oder ein Verteilerbaldachin
  • ggf. Bohrmaschine mit passendem Bohrer
  • ggf. Dübel und passende Schrauben
Diese Kriterien sollten Werkzeuge für die Elektroinstallation erfüllen
Diese Kriterien sollten Werkzeuge für die Elektroinstallation erfüllen

So wird eine Lampe angeschlossen (5 Schritte)

  1. Schritt

    Im ersten Schritt wird der entsprechende Stromkreis stromlos geschaltet. Dazu muss entweder der richtige Leitungsschutzschalter oder FI-Schutzschalter im Verteilerkasten deaktiviert werden. Sollte der passende Schalter nicht bekannt sein, müssen alle Sicherungen abgeschaltet werden. Mit einem geeigneten Spannungsprüfer (Duspol) wird am Lampenanschluss geprüft, ob die Leitung stromfrei ist – dies gilt für alle möglichen Schalterstellungen des Lampenanschlusses.

    Auch hier der Hinweis, dass Arbeiten an der Elektroinstallation nur von ausgewiesenem Fachpersonal durchgeführt werden darf!

  2. Tipp: Um sicher zu gehen, dass der Spannungsprüfer korrekt funktioniert und kein Fehlergebnis liefert, wird seine Funktion an mindestens einem aktivierten Stromkreis geprüft.
  3. Schritt

    In einer Betondecke und in Trockenbau- oder Steinwänden müssen dafür gegebenenfalls Löcher gebohrt und passende Dübel genutzt werden. Bei Holzdecken und Holzwänden werden Haken oder Schrauben oft direkt in das Holz geschraubt. Für abgehangene Gipskarton-Decken eignen sich Federklappdübel.

    Bei besonders schweren Lampen sind eventuell weitere Installationsschritte oder spezielle Befestigungslösungen notwendig.

    Haken und Bohrlöcher sollten möglichst nah am Deckenauslass des Anschlusskabels platziert sein. So verschwindet später alles hinter der Sockelplatte der Lampe.

  4. Schritt

    Um die Kabel der Leuchte mit dem aus der Wand oder Decke kommenden Anschlusskabel zu verbinden, werden oft Lüsterklemmen oder sogenannte Wago-Klemmen genutzt.

    In der Regel besteht ein Decken- oder Wandanschluss aus einer Leitung mit drei unterschiedlich farbigen Adern. Nach heutigem Standard sollten folgende Aderfarben vorhanden sein:

    Der gelbgrüne Schutzleiter (PE). Der stromführende Leiter (L), der braun oder schwarz ummantelt ist. Sowie der Nullleiter (N), der blau ummantelt ist.

    Neue Lampen bringen in der Regel eine Lüsterklemme mit, an der bereits klar definiert ist, wo welche Ader angeschlossen werden muss. Die stromführende Leitung wird mit der Klemme L, der Nullleiter mit der Klemme N und der Schutzleiter mit der Klemme PE oder dem Erdungszeichen verbunden.

    Andernfalls wird die schwarze oder braune Ader der Lampe mit der stromführenden Leitung der Hauselektrik verbunden. Die anderen Adern werden entsprechend ihrer Farbe mit der Ader der Hauselektrik verbunden. Es gibt Lampen, die keinen Anschluss für den Schutzleiter (Gelbgrün) haben, weil sie kein berührbares Metall verbaut haben. Dann wird der gelbgrüne Draht nicht abisoliert einfach in die Lampendose oder Abdeckung der Lampenhalterung gelegt.

    Sind die Adern nicht abisoliert, kommt eine Abisolierzange zum Einsatz. Die Ummantelung wird nur so weit entfernt, wie notwendig. Der blanke Draht darf am Ende nicht aus der Lüsterklemme herausragen.

    Beim Verbinden sollte man folgende Reihenfolge einhalten: zuerst der Schutzleiter, dann der Nullleiter und zum Schluss die Phase angeschlossen. Die Schrauben einer Lüsterklemme werden nur so weit geöffnet, dass der jeweilige Draht ordentlich hineinpasst. Nach dem Festschrauben oder einstecken bei Verbindungsklemmen wird der feste Sitz geprüft, damit der blanke Draht später nicht herausrutscht.

  5. Hinweis: Im Lieferumfang vieler Lampen befinden sich Silikonschläuche, die den jeweiligen Herstellerhinweisen entsprechend über die Anschlusskabel gestülpt werden müssen. Die Schläuche reduzieren die Hitzeeinwirkung auf die Adern und deren Ummantelung.
  6. Schritt

    Bevor die Lampe komplett installiert wird, bietet sich ein Funktionstest an. Dazu wird ein passendes Leuchtmittel in die Lampenfassung gedreht, die entsprechende Sicherung wieder eingeschaltet und per Lichtschalter die Funktion der Leuchte geprüft.

    Nach dem Funktionstest wird die Sicherung wieder ausgeschaltet und die Leitung auf Stromlosigkeit geprüft. Ist alles soweit in Ordnung kann die Endmontage der Lampe erfolgen. Danach wird der Test wiederholt.

  7. Schritt
    Bei einer Hängeleuchte verschwinden die Anschlüsse und die Aufhängung der Lampe nun unter dem Baldachin oder Kabeldeckel. Dazu werden diese bis zur Decke hochgeschoben und mit der auf dem Kabel sitzenden kleinen Klemmschraube fixiert. Bei anderen Lampen verschwinden Anschluss und Bohrlöcher unter der Sockelplatte. Wichtig ist, dass Adern oder Anschlüsse nirgendwo herausschauen.

    Abschließend werden sämtliche Leuchtmittel eingedreht, der Stromkreis wieder aktiviert und die Funktion der Leuchte erneut geprüft.

Erklärt: Anschluss von Leuchten
Erklärt: Anschluss von Leuchten
Verschiedene Lampen © chones, fotolia.com
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