Helligkeit von Leuchten

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Lichtstrom und Lichtleistung: Die Helligkeit von Leuchten

Jede Lichtquelle nimmt im Betrieb eine elektrische Leistung auf. Sie wird in der Watt-Zahl ausgedrückt. Gleichzeitig gibt sie aber auch eine Leistung in Form von radiometrischer Strahlung ab. Doch nur ein Teil dieser radiometrischen Strahlung ist für das menschliche Auge sichtbar. Dieser sichtbare Anteil ist der Lichtstrom. Der Lichtstrom bildet eine eigene Leistungsgröße, weil der sichtbare Anteil der Strahlungsleistung während seiner Erfassung mit dem menschlichen Auge nach dessen Empfindlichkeitskurve in Bezug auf Helligkeit bewertet wird. Diese Leistung wird in der Maßeinheit Lumen (lm) ausgedrückt.

Leuchtmittel: Helligkeit einer Lampe © Beboy, stock.adobe.com
Leuchtmittel: Helligkeit einer Lampe © Beboy, stock.adobe.com

Als noch Glühlampen für die Beleuchtung verwendet wurden, erkannte man deren Helligkeit einfach an der Leistungsaufnahme in Watt. Nach ihrem Verbot im Jahr 2012 (alle Glühlampen bis Effizienzklasse C laut EU-Verordnung Nr. 244/2009), werden nun unterschiedliche Leuchtmittel wie Glühlampen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Halogen- und LED-Leuchten verwendet. Das Problem: Die unterschiedlichen Leuchtmittel erzeugen pro Watt einen ganz unterschiedlich starken Lichtstrom. Deshalb müssen mittlerweile die Hersteller von Leuchtmitteln angeben, wie viele Lumen eine Lampe abgibt.

Richtwerte für Leistung und Lichtstrom

Diese Tabelle zeigt den Vergleich der Leistungsaufnahme in Watt mit der jeweiligen Helligkeit in Lumen aller gängigen Leuchtmittel. Bei den Lumen-Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte der jeweiligen Lampentechnologie.

Leistung

Glühlampe

Halogenlampe

Energiesparlampe

LED-Leuchte

5 Watt

180 lm

500 lm

7 Watt

290 lm

700 lm

9 Watt

400 lm

850 lm

11 Watt

530 lm

1200 lm

14 Watt

730 lm

1500 lm

25 Watt

230 lm

300 lm

40 Watt

430 lm

500 lm

60 Watt

730 lm

900 lm

75 Watt

970 lm

1200 lm

100 Watt

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Die Angabe der Helligkeit eine Leuchtmittels in Lumen gibt ausschließlich dessen Intensität an. Dabei wird die Richtung des abgestrahlten Lichts nicht berücksichtigt. Der angegebene Lumen- Wert sagt also nichts darüber aus, wie sich das Licht im Raum verteilt. Alte Glüh- und Halogenleuchten strahlten ihr Licht fast rundum ab. Viele neue Leuchtmittel haben hingegen einen geringeren Abstrahlwinkel. Deshalb kann der Lumen-Wert einer neuen Leuchte oft etwas geringer ausfallen als bei alten Leuchtmitteln.

Wer keine Richtwerttabelle zur Hand hat und selbst von der Watt-Zahl seines Leuchtmittels auf den Lumen-Wert schließen möchte, kann für die Umrechnung eine Faustformel nutzen. Dabei wird die Watt-Zahl des Leuchtmittels mit dem Faktor 10 multipliziert.

Faustformel

Wattzahl x 10 = ungefähre Lumenzahl

Welcher Raum braucht wieviel Lumen?

Welcher Raum braucht wieviel Lumen?

Ob es hell oder dunkel ist, hängt vom ganz individuellen Empfinden jedes Einzelnen ab. Der Bedarf an Helligkeit richtet sich also vor allem nach den Bedürfnissen der Bewohner und deren Aktivitäten, die im jeweiligen Raum stattfinden sollen. In Räumen wie beispielsweise der Küche oder einem Arbeitszimmer soll es in der Regel hell sein. Somit wird in diesen Räumen ein höherer Lumen-Wert notwendig, um problemlos zu Kochen oder zu Arbeiten zu können. Das Wohnzimmer oder Kinderzimmer hingegen wird vorrangig zur Entspannung genutzt. Hier soll es gemütlich sein. Da wirkt helles Licht eher störend.

Für die richtige Helligkeit in den verschiedenen Räumen zu sorgen, kann man sich grob an folgende Richtwerte (Lumen pro Quadratmeter Fläche) halten:

  • Küche 280 lm/m²
  • Bad 280 lm/m²
  • Schlafzimmer 140 lm/m²
  • Wohnzimmer 140 lm/m²
  • Kinderzimmer 140 lm/m²
  • Arbeitszimmer 280 lm/m²
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