Steckdosen planen

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Steckdosen – Es gibt nie genug davon!

„Lieber zu viel, als zu wenig!“ So könnte die Faustregel für die Installation von Steckdosen lauten. Denn generell ist es so, dass bei einer Standardausstattung eines Hauses oder einer Wohnung viel zu wenig Steckdosen eingeplant werden. Im Grunde kann es aber in einem Wohnraum nie zu viele Steckdosen geben. Denn viel größer ist der Ärger, wenn später Steckdosen fehlen.

Steckdosen © Dan Race, fotolia.com
Steckdosen © Dan Race, fotolia.com

Zur optimalen Planung von Steckdosen dient am besten eine Kopie des Grundrisses vom Haus oder Wohnung als Vorlage. Optimal ist, wenn man sich schon Gedanken über die mögliche Einrichtung gemacht hat. Denn Verwendungszweck der Zimmer und die Möblierung ist die Grundlage für die Anordnung von Steckdosen. Man sollte großzügig planen!

Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com
Planung einer Elektroinstallation anhand des Grundrisses © Marco2811, fotolia.com
Tipp Man sollte sich nicht nur auf den Grundriss-Plan verlassen! Bevor man sich auf die Anzahl der Steckdosen in einem Raum festlegt, sollte man durch die einzelnen Räume gehen und sich markieren, wo man eine Steckdose benötigt. Jetzt schon Stehlampe, Fernseher, Musikanlage, Computer, Staubsauger-Anschluss, Weihnachtbeleuchtung oder andere elektronische Geräte mit einbeziehen.
Einzelene Schritte zur Steckdosenplanung
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Natürlich ist auch die Ausstattung von Häusern und Wohnungen mit Steckdosen in Deutschland geregelt. Während die DIN 18015-2 „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung“ sowie die DIN 18015-4 „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 4: Gebäudesystemtechnik“ die Mindestanforderungen an Steckdosen festlegt, legt die Richtlinie RAL-RG 678 des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung die Standardausstattung und Komfortausstattung fest.

Wichtig Selbstverständlich muss die Elektroinstallation den zum Errichtungszeitpunkt geltenden gesetzlichen und behördlichen Vorschriften, DIN VDE-Normen, DIN-Normen und Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Netzbetreiber entsprechen. Dabei stehen die elektrische Sicherheit, die Gebrauchstauglichkeit, der Komfort und der energieeffiziente Betrieb der Elektroinstallation im Vordergrund.

Laut RAL-RG 678 hängen die Steckdosenanzahl und der Anteil von Leuchten- und Kommunikationsanschlüssen von der Raumgröße und dem so genannten Ausstattungswert ab.

Steckdoesen planen © HEA
Steckdoesen planen nach RAL-RG 678 © HEA

Je höher der Ausstattungswert, umso höher die Steckdosenanzahl! Dieser richtet sich maßgeblich nach den eigenen Komfortansprüchen. Der Ausstattungswert 1 enthält somit nur den Mindestumfang an Steckdosen, während sich beim Ausstattungswert 3 (ohne plus) die Anzahl der Steckdosen im Verhältnis zum Ausstattungswert 1 um mehr als das Doppelte erhöht.
Auch wenn es diese Richtlinie gibt, so lange man den vorgegebenen Mindeststandard einhält, kann man seine Steckdosen völlig individuell planen!

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Beispiel für die Elektroplanung einer Wohnung
Beispiel für die Elektroplanung einer Wohnung

Ausgehend von der Standardausstattung, empfiehlt sich folgende Anzahl von Steckdosen:

Wohnzimmer über 20m²: 20 + 4 Steckdosen

Im Wohnzimmer sollten ausreichend Steckdosen eingeplant für Fernseher, Musikanlage, Lampen und andere elektronische Geräte. Man sollte daran denken, dass der Fernseher immer woanders hingestellt werden kann, falls man sich später für eine andere Einrichtung entscheidet.

Küche: 10 + 5 Steckdosen

Backofen, Geschirrspüler, Mikrowelle, Kühlschrank und Herd sowie zahlreiche Steckdosen für Haushaltsgeräte und Arbeitssteckdosen. Die Arbeitssteckdosen sollten so verteilt werden, dass überall an der Arbeitsfläche Steckdosen vorhanden sind.

Kinderzimmer: 8 + 3 Steckdosen

Im Kinderzimmer sollte man relativ flexibel planen, da die Kinder irgendwann aus dem Haus sind. Hier kann es hilfreich sein, zu wissen, dass später möglicherweise ein Gästezimmer entsteht.

Bad: 2 + 2 Steckdosen

Im Bad sieht man lediglich zwei Steckdosen links und rechts vom Spiegel vor. Diese sind für den Anschluss eines Föhns oder eines Rasierapparates gedacht. Zwei weitere in Bodenhöhe. Zu beachten ist hier, dass keine Steckdose im Spritzwasserbereich installiert werden darf.

Flur oder Diele: 3 + 2 Steckdosen

Im Flur sind Steckdosen wichtig für den Staubsauger oder auch zum Aufladen elektronischer Geräte wie Mobiltelefone.

Hauswirtschaftsraum: 8 Steckdosen

Im Hauswirtschaftsraum sollten ausreichend Steckdosen für unterschiedliche Tätigkeiten und Arbeitsbereiche eingeplant werden. Aber auch Waschmaschine und Trockner benötigen eine Steckdose.

Arbeitszimmer: 8 + 2 Steckdosen

Im Arbeitszimmer benötigt man zahlreiche Steckdosen für Computer, Drucker, Scanner und andere technische oder elektronische Geräte. Auch im Arbeitszimmer sind vielleicht später noch Veränderungen geplant. Aus diesem Grund sollte man hier möglichst flexibel planen.

Außenbereich: 7 + 1 Steckdose

Für Balkon, Terrasse oder Loggia können neben den elektrischen Gartengeräten auch ein Kühlschrank, Radiogerät, Akkuladegeräte oder auch mal ein TV-Gerät im Outdoor-Bereich angeschlossen werden. Auch ein Elektrogrill gehört sicherlich beim dem ein oder anderen zur sommerlichen Grundausstattung und sollte mit bedacht werden.

Sonderausstattungen Garage, Werkstatt oder Sauna

In der Garage, der Hobbywerkstatt oder im Keller kommen häufig Geräte zum Einsatz, die eine größere Spannung benötigen. Daher ist hier die Installation einer Dreiphasen-Wechselstrom-Steckdose (400 Volt Kraftstrom) sinnvoll. Auch für eine Sauna muss ein Anschluss mit einer höheren Spannung eingeplant werden. In der Garage sollte man ausreichend Steckdosen für den Anschluss von Gartengeräten oder einen Kompressor zum Aufpumpen der Reifen einplanen.

Wichtige Punkte bei der Steckdosenplanung
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