Elektroinstallation – Was darf man selbst machen

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Elektroinstallation – Was darf ich eigentlich selber machen?

Elektriker bei der Arbeit © Monika Wisniewska, fotolia.com
Elektriker bei der Arbeit © Monika Wisniewska, fotolia.com

Wer ein wenig Geschick im Umgang mit Werkzeug hat, erledigt möglichst viele Aufgaben im Haus selbst. Immerhin kann man auf diese Weise viel Geld sparen. Allerdings darf man nicht alles, was man sich zutraut, auch tatsächlich selbst ausführen. Besonders bei der Elektroinstallation. Grundsätzlich ist das Arbeiten an elektrischen Anlagen gefährlich und kann im schlimmsten Fall zu einem elektrischen Schlag führen, der auch tödlich ausgehen kann. Daher wird grundsätzlich geraten, nur ausgebildete Fachleute an elektrischen Anlagen zu lassen.

Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com
Planung einer Elektroinstallation ©- Marco2811, fotolia.com

Bei den Elektroinstallationsarbeiten im Neubau oder bei der Sanierung gibt es jedoch durchaus Tätigkeiten, die der Heimwerker selbst erledigen kann. Diese Tätigkeiten sind einfach und machen etwa 50 bis 60 Prozent der Arbeitszeit aus. Zu diesen Arbeiten gehören:

  • Planung
  • Schlitze stemmen (mit Bohrhammer)
  • Unterputzdosen setzten
  • Rohre und Leitungen verlegen
  • Unterverteiler und Zählerschrank setzen (befestigen, einmauern)
  • Kabel und Drähte einziehen (in Leerrohre)

Voraussetzung ist jedoch immer eine Überwachung einer fachlich ausgebildeten Person, die die Arbeiten ständig kontrolliert. Weitere wichtige Voraussetzungen sind, dass die Arbeiten im stromlosen Zustand ausgeführt werden.

Elektroinstallation: Diese Eigenleistungen sind möglich
Elektroinstallation: Diese Eigenleistungen sind möglich

Arbeiten an der Elektrik selbst ist für Laien eigentlich tabu! Das sagt Paragraf 13 der „Niederspannungsanschlussverordnung“. Dieses Verbot gilt für die gesamte Hauselektrik. Selbst Steckdosen oder Lichtschalter dürfen eigentlich nicht ausgetauscht werden, obwohl die Ersatzteile dafür frei im Handel erhältlich sind. Die Händler sichern sich durch entsprechende Warnhinweise ab.

Für Laien sind Arbeiten an der Elektroinstallation tabu
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§ 13 Niederspannungsanschlussverordnung

„… Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen…“ 

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Elektroinstallation: Material kaufen ist erlaubt, der Selbsteinbau jedoch nicht
Elektroinstallation: Material kaufen ist erlaubt, der Selbsteinbau jedoch nicht

Nicht Bange machen lassen, aber …

Klar darf der Heimwerker seine Lampe selbst aufhängen, ab- oder umhängen. Nur anschließen oder abklemmen dürfte er sie rein rechtlich nicht! Genau so wenig wie eine defekte Steckdose auswechseln, einen Lichtschalter einbauen oder auch Dimmer anschließen.

Aber lassen wir die Kirche im Dorf! Kleine und simple Arbeiten kann man durchaus selbst erledigen. Keinem Heimwerker droht bei den oben beschriebenen Arbeiten deshalb ein Bußgeld. Keine der oben beschriebenen Arbeiten würde je vom Netzbetreiber kontrolliert. Und wer die Sicherheitsvorschriften und -empfehlungen genau einhält, die Installationsbeschreibungen und Regeln einhält, dem dürften auch keine Fehler unterlaufen.

Dennoch! Eins man muss wissen: Wird durch falsche Installation ein Schaden verursacht, kommt es beispielsweise durch Überlastung zu einem Kabelbrand mit Wohnungsbrand als Folge oder erleidet eine Person einen Stromschlag, ist man dafür persönlich haftbar. Wird nachgewiesen, dass der Schaden durch Ihre Elektroinstallation entstanden ist, müssen Sie damit rechnen, dass die Versicherung nicht zahlt. Kommt ein Mensch durch einen Stromschlag zu Tode, kann dies fatale Konsequenzen haben!

Nicht ohne Grund, zählt die Installation von elektrischen Anlagen, zu den meisterpflichtigen Gewerken in Deutschland. Das heißt, dass die Elektroinstallation von einem Meisterbetrieb durchgeführt werden muss. Wer als geübter Heimwerker dennoch einige der Arbeiten aus dem Elektriker-Handwerk durchführen möchte, sollte dies unbedingt im Vorfeld mit einem Fachbetrieb abstimmen.

Folgen einer unsachgemäße Elektroinstallation können schwerwiegend sein
Folgen einer unsachgemäße Elektroinstallation können schwerwiegend sein

Geeignete Elektro-Fachbetriebe

Also: für Elektroinstallationsarbeiten einen seriösen Elektrofachbetrieb suchen! Aufschluss über die Qualität eines Elektroinstallation-Unternehmens kann als anerkannter Branchenverband die Elektroinnung geben. Jeder Elektrobetrieb muss in der Handwerksrolle der Elektroinnung eingeschrieben sein. Außerdem vergibt sie das Gütesiegel für Elektrotechnik.

Elektriker © Marco2811, fotolia.com
Elektriker Fachbetriebe finden © Marco2811, fotolia.com

Ein weiteres Indiz für die Qualität eines Unternehmens ist die Mitgliedschaft im Verbund der „E-Check-Partner“. Jeder speziell für den E-Check qualifizierte Elektrofachbetrieb der Innung berät zu Fragen der Sicherheit rund um die Elektroinstallation. Zusätzlich bieten diese Fachbetriebe auch Beratung zu Energiesparmöglichkeiten an.

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