Fehlersuche beim Stromausfall an einem Verbraucher

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Fehlersuche bei Stromausfall an einem Verbraucher

Hilfe! Das Licht funktioniert nicht mehr

Funktioniert plötzlich eine Lampe oder eine Steckdose nicht mehr? Bevor man sofort mit einer groß angelegten Suchaktion sämtliche Sicherungen ein- und ausschaltet, eventuell Schalter oder Steckdose ausbaut oder sogar Verteilerdosen öffnet, sollte man systematisch vorgehen. Die Suche beginnt beim Verbraucher und man arbeitet sich dann bis zum Verteilerkasten vor. Dabei schließt man alle möglichen Fehlerquellen aus.

Elektriker bei der Arbeit © Monika Wisniewska, fotolia.com
Elektriker bei der Arbeit © Monika Wisniewska, fotolia.com

Der Instinkt sagt einem, zuerst einmal nach den Sicherungen zu sehen. Doch wenn nur eine Leuchte oder nur ein Verbraucher betroffen ist, alle anderen Verbraucher im Zimmer funktionieren, hat kein FI-Schutzschalter oder Automat ausgelöst.

Hat der FI-Schalter ausgelöst: Dann lesen Sie hier in unserem Artikel weiter: Hilfe! Der FI-Schalter springt immer raus

Die erste und einfachste Maßnahme ohne mit Strom überhaupt in Berührung zu kommen: Drehen Sie bei der defekten Leuchte erst einmal eine neue Glühlampe ein. Ziehen Sie bei einer mutmaßlich defekten Steckdose den Stecker des Verbrauchers und schließen Sie probehalber einen funktionierenden Verbraucher an. Wenn damit kein Ergebnis zu erzielen ist, messen Sie mit einem Duspol oder Spannungsprüfer an den Kontakten der Leuchte oder der Steckdose, ob überhaupt Strom ankommt.

Leuchte funktioniert nicht
Leuchte funktioniert nicht: Das kann man prüfen

Nicht ohne Grund, zählt die Installation von elektrischen Anlagen, zu den meisterpflichtigen Gewerken in Deutschland. Denn das weitverzweigte Netz von Kabel und Leitungen ist sehr komplex. Außerdem ist die Arbeit an der Elektroinstallation lebensgefährlich. Deshalb sind Arbeiten an der Elektroinstallation für Laien tabu! Zumal bei der Fehlersuche der Strom erst einmal nicht abgeschaltet wird.

Hinweis: Bitte beachten Sie ebenfalls die Artikel „Elektroinstallation – Was darf man selbst machen?“ sowie „Elekroinstallation Sicherheitsregeln“.

Kommt an den Kontakten der Leuchte oder der Steckdose kein Strom an, geht es zum zweiten Schritt.

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WICHTIG Den entsprechenden Automaten (Sicherung) im Verteilerkasten ausschalten! Die Stromfreiheit der Leitung mit dem Duspol (Spannungsprüfer) überprüfen. Doch aufgepasst! Leuchten werden über einen Schalter ein- und ausgeschaltet. Also: Schalter betätigen und erneut prüfen. Ist in beiden Fällen keine Spannung gemessen worden, kann man an Lampe oder Steckdose arbeiten.
WICHTIG: Elektroinstallation ist für Laien tabu!: Arbeiten an der Elektroinstallation ist für Laien tabu! Dieses Verbot gilt für die gesamte Hauselektrik. Elektrischer Strom ist extrem gefährlich und kann tödlich sein! Die folgende Beschreibung dürfen nur ausgebildete Fachkräfte durchführen

Bauen Sie die Leuchte oder Steckdose aus. Oft haben sich Kabel gelöst, sind gebrochen oder korrodiert. Ist kein Schaden zu entdecken, lösen Sie die Kabel und messen noch einmal nach, ob Spannung anliegt. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie bei einer Leuchte am Schalter fortfahren.

Was kann man tun wenn die Steckdose nicht funktioniert
Was kann der Elektrofachbetrieb tun, wenn die Steckdose nicht funktioniert

Auch hier gilt zur Eigensicherung: Schutzmaßnahmen beachten! Alles spannungsfrei schalten! Schalter ausbauen, Kontakte nach gelösten, gebrochenen oder korrodierten Adern untersuchen. Liegt kein Schaden vor, Kabel lösen, nachmessen. Liegt Spannung an, ist in der Regel der Schalter defekt. Liegt keine Spannung an folgt Schritt drei!

Suchen Sie die Verteilerdose, in der die Leitung der betroffenen Leuchte oder Steckdose verdrahtet sind. Ganz wichtig: die Sicherheitsregeln für die Elektroinstallation beachten! Nur den Automaten für die betroffene Leuchte oder Steckdose auszuschalten recht bei Verteilerdosen nicht! Hier kann Strom auch für andere Zimmer fließen!

Sicherheitsregeln für die Elektroinstallation

Elektrischer Strom ist extrem gefährlich und kann tödlich sein. Deshalb:

  1. Vor Arbeiten an Elektrogeräten erst den Netzstecker ziehen.
  2. Bei Installationsarbeiten immer erst den Strom abstellen. Die dem betreffenden Stromkreis zugehörige Sicherung ausschalten.
  3. Hinweisschild am Sicherungskasten anbringen, um zu verhindern, dass die Sicherung aus Versehen wieder einschaltet wird.
  4. Überprüfen, ob die betreffende Anlage spannungsfrei ist.
  5. Hände weg von Hausanschluss sowie verplombten Zählern und Hauptsicherungen!
  6. Nur Elektroarbeiten ausführen für die Fachkenntnisse vorhanden sind!
  7. Schutzleiter nicht für andere Funktionen verwenden, abklemmen oder entfernen.
  8. Nach beendeter Arbeit Schutzleiterfunktion überprüfen!
Sicherheit geht vor: Elektroarbeiten gehören in die Hände von Profis: Beauftragen Sie hier kostengünstig einen Elektriker-Fachbetrieb.

Überprüfen Sie in der Verteilerdose den Sitz sämtlicher Adern! Spätestens hier müsste ein Schaden feststellbar sein, da sonst auch andere Leuchten oder Steckdosen keinen Strom führen würden, wenn hier keine Spannung anliegen würde. Ist dennoch kein Schaden feststellbar, liegt möglicherweise ein Leitungsschaden zwischen Verteilerdose und Verbraucher vor.

Der Defekt am Kabel sollte schnell lokalisiert und der Fehler repariert werden. Dafür müssen Sie nicht die Wände aufreißen. Hierfür gibt es spezielles Ortungsgeräte, bestehend aus zwei Modulen: aus einem Signalgeber und einem Signalempfänger. Das Gebermodul sendet ein kodiertes Audio-Signal in die Leitung. Das Empfängermodul identifiziert das Signal und ordnet es der Leitung oder der jeweiligen Kabelader zu. So können Sie den Verlauf der Leitung ohne Berührungen nachvollziehen und den Kabelbruch orten.

Ist Ihnen die defekte Ader bekannt, verfolgen Sie am Gerät nun dem Leitungsverlauf, bis das Signal abbricht. Ist der Kabelbruch gefunden, gilt es nun, die Stelle zu reparieren.

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