Funkschalter

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Die sanierungsfreundliche Alternative: Funkschalter

Funkschalter eignen sich besonders für Sanierungen und Renovierungen, weil keine Leitungen verlegt werden müssen. Das drahtlose An- und Ausschalten von Leuchten bieten sich daher dort an, wo Inneneinrichtungen häufig verändert werden oder der Wanduntergrund keine Schlitze oder Kabelkanäle erlaubt. Funkschalter sind deshalb eine sanierungsfreundliche Alternative für historische Altbauten, um so wenig Substanz anzugreifen wie möglich. Sie kommen in Altbauten ebenso zum Einsatz wie in Räumen mit Holz- oder Glaswänden.

Lampe per Fernbedienung steuern ©  FotoHelin, stock.adobe.com
Mit Fernbedienung das Licht ein- oder ausschalten. Funkschalter machen es ohne viel Aufwand möglich © FotoHelin, stock.adobe.com

Die unterschiedlichen Varianten

Funkschalter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Funktionsweise ist jedoch stets gleich. Der Funkschalter übermittelt das Schaltsignal per Funk an ein Empfangsmodul, das den Stromkreis ein- oder ausschaltet.

Variante 1

Der Funkschalter besteht aus einem Einbauschalter und einem Wandempfänger. Diese beiden Komponenten werden anstelle des bisherigen Lichtschalters montiert. Der Funkschalter wird per Fernbedienung wie ein herkömmlicher Schalter ein- oder ausgeschaltet.

Variante 2

Der Funkschalter besteht lediglich aus einem kleinen Funkempfänger, der einfach hinter den bestehenden Schalter montiert wird. Dadurch ist es möglich, den Verbraucher wie bisher per Taster oder Schalter ein- oder auszuschalten und zusätzlich eine Fernbedienung zu nutzen.

Variante 3

Der Funkschalter besteht aus zwei Komponenten, einem Sender (Wandschalter) und einem Empfänger (Verbrauchermodul). Der Sender ist dabei batteriebetrieben oder wird an die vorhandene Stromversorgung angeschlossen. Der batteriebetriebene Schalter hat den Vorteil, dass Sie den Sender überall platzieren können. Bei der leitungsgebundenen Variante wird der Schalter anstelle des bisherigen Lichtschalters gesetzt. Der Empfänger wird an den Verbraucher angeschlossen. Durch betätigen des Schalters wird per Funk ein Signal an das Modul gesendet, das wie ein herkömmlicher Schalter den Verbraucher ein- oder ausgeschaltet.

Funkschalter: Sender und Empfänger
Funkschalter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Funktionsweise ist jedoch stets gleich. Der Funkschalter übermittelt das Schaltsignal per Funk an das Empfangsmodul, das den Stromkreis ein- oder ausschaltet

Variante 4

Der Funkschalter besteht eigentlich aus einer Funksteckdose, die in eine herkömmliche Steckdose gesteckt wird. Diese Steckdose hat einen Empfänger, der per Fernbedienung angesteuert wird. An die Funksteckdose angeschlossene Verbraucher werden dann mit einer Fernbedienung an- oder ausgeschaltet.

Funksteckdose mit Fernbedienung © Evgeni Schemberger, stock.adobe.com
Der Funkschalter besteht eigentlich aus einer Funksteckdose mit Fernbedienung © Evgeni Schemberger, stock.adobe.com
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Leitungsgebundene Funkschalter

Leitungsgebundene Funkschalter ersetzen in der Regel lediglich den bisherigen Schalter, der den Verbraucher ein- oder ausschaltet. Dabei wird die vorhandene Leitung zum Verbraucher genutzt. Anstelle des Schalters ist hinter der Abdeckung des Funkschalters ein Empfänger, der durch eine Fernbedienung die Ein- und Ausschaltfunktion mit bisherigem Taster oder Wippe ersetzt. Ebenfalls leitungsgebunden sind Funkschalter, die auf Basis eines 230V- Anschlusses betrieben werden. Anstelle des bisherigen Schalters ist hinter der Abdeckung des Funkschalters ein Sender, der durch einen Taster oder eine Fernbedienung den Verbraucher, der mit einem Empfänger versehen ist, ein- oder ausschaltet.

Batteriebetriebene Funkschalter

Batteriebetriebene Funkschalter arbeiten in der Regel mit Knopfzellen. Der Vorteil zu leitungsgebundenen Funkschalter ist die freie Wahl des Installationsortes. Die Funkschalter bestehen in der Regel aus drei Komponenten: dem Schaltergehäuse, einem Empfänger und einem Sender. Der Einsatz der einzelnen Komponenten richtet sich nach der Variante der Anwendung. In der Regel wird jedoch durch eine Fernbedienung die Ein- und Ausschaltfunktion mit dem bisherigen Taster oder der Wippe ersetzt.

Batterielose Funkschalter

Batterielose Funkschalter arbeiten mit Piezo-Technik. Dabei wird der sogenannte piezotechnische Effekt bestimmter Kristalle oder Polymere ausgenutzt. Wird auf einen piezoelektrischen Kristall oder ein Polymer mechanischer Druck ausgeübt, entsteht eine elektrische Spannung. Durch Drücken des Funkschalters aktiviert man das eingebaute Piezo-Element, das ein kodiertes Funksignal erzeugt und so die Ein- oder Ausschaltfunktion des Verbrauchers aktiviert. Vorteil: ein notwendiger Austausch der Batterien entfällt und wie bei batteriebetriebenen Funkschaltern ist die freie Wahl des Installationsortes. Man muss dabei allerdings beachten, dass man mit batterielosen Funkschalter im Inneren eines Gebäudes die Reichweite zwischen Sender und Empfänger lediglich bei 30 Metern und im Außenbereich bei etwa 100 Metern betragen.

Tipp: Funkschalter-Sets sind in der Anschaffung preiswerter und man findet alle Komponenten, die zur Installation notwendig sind. Empfänger können bei Sets in der Regel auch mit mehreren Schaltern kommunizieren und lassen sich um weitere Funkschalter ergänzen.
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