Badsanierung: An ausreichend Elektroanschlüsse denken

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Bei einer Badsanierung wird in der Regel das komplette Badezimmer entkernt und umgestaltet. Als Grundlage der Elektroplanung gilt ein möglichst genauer Grundriss des Bads, in dem die sanitären Anlagen und, wenn möglich, bereits auch die Sanitärmöbel eingezeichnet sind. Nicht zu vergessen: wird bei der Neugestaltung eine Geruchs- oder Luftabsaugung oder eine elektrische Fußbodenheizung vorgesehen, sind auch hier die notwendigen Elektroanschlüsse zu berücksichtigen! Anhand dieser Angaben kann eine auf die Bewohner zugeschnittene Elektroplanung erstellt und später im Rahmen des Ausbaus realisiert werden.

Badezimmer: links unsaniert, rechts saniert © pbombaert, fotolia.com
Badezimmer: links unsaniert, rechts saniert © pbombaert, fotolia.com
WICHTIG: Im Bad gelten für die Elektroinstallation besondere Regeln, da die Kombination von Wasser und Strom sehr gefährlich werden kann. Elektroinstallationen gehören in Feuchträumen unbedingt in die Hände des Fachbetriebes, nur der Elektriker kennt zuverlässig alle Regelungen und Vorschriften.

Also: Vorsicht bei der Positionierung der Elektroanschlüsse! Die Norm DIN VDE 0100-701 definiert für Räume mit Badewanne und/oder Dusche verschiedene Bereiche mit speziellen Sicherheitsanforderungen, in denen gar keine oder nur eingeschränkt elektrische Leitungen und Steckdosen installiert werden dürfen (siehe dazu auch das Kapitel: „Elektrische Schutzbereiche im Badezimmer“).

Badsanierung: Schutzbereiche einhalten und FI-Schutzschalter vorsehen
Badsanierung: Schutzbereiche einhalten und FI-Schutzschalter vorsehen

Für eine komfortable Ausstattung im Bad sollten mindestens drei Beleuchtungsanschlüsse und fünf Steckdosen eingeplant werden. Ideal für eine gute Beleuchtung sind zwei Anschlüsse für Leuchten am Handwaschbecken empfehlenswert, jeweils rechts und links davon an der Wand. Dann ist das Gesicht beim Rasieren oder Schminken gut zu sehen und es entstehen keine störenden Schatten.

Diese Anschlüsse sollten für ein komfortables Bad vorhanden sein
Diese Anschlüsse sollten für ein komfortables Bad vorhanden sein

Zusätzliche Deckenstrahler sind ideal, um bestimmte Bereiche im Bad punktuell auszuleuchten. Praktisch ist es, wenn jede Leuchte am Raumeingang ein- und ausgeschaltet werden kann. Bei fensterlosen Bädern ist in der Wand ein Lüfter mit einer Nachlaufvorrichtung empfehlenswert. Ideal sind auch zwei Steckdosen links und rechts neben dem Handwaschbecken, damit jeder Nutzer individuell seinen Fön, seine elektrische Zahnbürste oder den Rasierapparat einstecken kann. Je nach Badausstattung sind neben einer Steckdose für den Staubsauger auch Steckdosen für Waschmaschine und Trockner vorzusehen.

Badezimmer Planung © Suwatchai, fotolia.com
Badezimmer Planung: An die Elektroanschlüsse denken © Suwatchai, fotolia.com
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Elektro-Fußbodenheizung

Gerade im Badezimmer halten wir uns oft nur leicht oder sogar gänzlich unbekleidet auf. Umso wichtiger also, dass besonders in diesem Raum exakt zu den gewünschten Zeiten eine angenehme Temperatur herrscht. Elektrischen Fußbodenheizungssysteme lassen sich problemlos unter jedem Bodenbelag nachrüsten. Sie sind leicht selbst zu verlegen, lediglich der Anschluss an das Stromnetz muss durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen.

Elektrische Fußbodenheizung © view7, fotolia.com

Für eine Fußbodenheizung sind folgende Leitungen vorzusehen:

  • für jeden Bodentemperatur- bzw. Außenfühler eine Leitung von 2 x 1,5 mm²
  • zur Spannungsversorgung der Fußbodenheizung in Bädern mit weniger als 10 m² reicht in der Regel eine Leitung von 3 x 1,5 mm² aus
  • zur Spannungsversorgung der elektrischen Fußbodenheizung in Bädern mit mehr als 10 m² sollte eine Leitung von 5 x 2,5 mm² in Abhängigkeit von Leitungslänge und Heizleistung eingeplant werden
  • zur Spannungsversorgung einer elektrischen Randzonenheizung eine elektrische Leitung von 3 x 1,5 mm²
Aufbau einer elektrischen Fußbodenheizung
Aufbau einer elektrischen Fußbodenheizung
WICHTIG: Da für Bad- und Duschwanne eine Erdung vorgeschrieben ist, ist ein entsprechender Schutzleiter vorzusehen. Wird ein Whirlpool eingeplant, sind zusätzliche Anschlüsse notwendig. Grundsätzlich gilt: Im Bad ist der Einsatz von einem FI- oder Personenschutzschalter vorgeschrieben! Empfehlenswert: Licht, Steckdosen, Lüfter, Fußbodenheizung und Temperaturfühler im Sicherungskasten eigene Stromkreise mit Schutzschalter zuweisen!
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