Laminat

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Laminat Bodenbeläge

Laminat setzt sich aus einer Trägerplatte, einer sogenannten Gegenzugplatte sowie einer Deckschicht zusammen. Letztere besteht aus speziell behandeltem Melaminharz und ist in sehr vielen Designvarianten erhältlich. Vielfach mit Holzdekor im Handel, bilden Laminatböden dennoch eine eigene Bodenbelagsgruppe. Aufgrund der verwendeten Baustoffe und Kleber gehört Laminat nicht zu den umweltfreundlichen Produkten, ist jedoch mittlerweile zum Teil so gefertigt, dass eine Auszeichnung mit dem „blauen Engel“ erfolgt ist.

Bodenbelag verlegen: Laminat © Alexander Raths, fotolia.com
Bodenbelag verlegen: Laminat © Alexander Raths, fotolia.com

Aufbau von Laminat

Laminatdielen sind in verschiedenen Abmessungen erhältlich. Sie bestehen aus Nut- und Federelementen, die Verlegung erfolgt schwimmend oder verklebt. Der Aufbau der einzelnen Laminatprodukte ist weitgehend gleich, grundsätzlich besteht jede Diele aus drei Schichten:

  • Die Sichtseite ist mit einer Deckschicht versehen, die auch als Overlay bezeichnet wird. Ein faserhaltiges Material, in der Regel Papier, das mit dem gewünschten Dekor bedruckt ist, wird in mehreren Schichten verlegt und mit wärmehärtbarem Melamin oder einem anderen Kunstharz über ein Pressverfahren beschichtet.
  • Die Deckschicht ist auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt, verwendet werden Spanplatten, mitteldichte oder hochdichte Faserplatten.
  • Die Unterseite der Trägerplatte ist mit einer Gegenzugschicht versehen. Diese sorgt für eine Stabilisierung und besteht aus Furnier oder einer harzverpressten Materialschicht.
Melaminharz macht den Dekorausdruck erhaben
Melaminharz macht den Dekorausdruck erhaben

Auf der Unterseite von hochwertigem Laminat ist häufig eine zusätzliche Geh- und Trittschalldämmung aufgebracht. In Laminat mit ausgewiesenen antistatischen Eigenschaften ist zusätzlich eine Antistatikschicht eingearbeitet, diese bildet einen Schutz gegen elektrische Entladungen und reduziert die Entwicklung von sogenannten Staubmäusen.

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Laminat und seine Eigenschaften

Die Anforderung an einen Laminat Bodenbelag sind in der DIN EN 13 329 zu finden, ebenso die Prüfverfahren. Generell sind gerade bei Laminat die Qualitätsunterschiede zum Teil sehr groß, häufig ist vom Hersteller nur die Abriebbeständigkeit angegeben. Damit Laminat zu einem dauerhaft hochwertigen Fußbodenbelag wird, muss der Baustoff noch weitere Eigenschaften besitzen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Beständigkeit gegen mechanische Einflüsse wie Kratzer, Schläge oder rutschende Möbelstücke
  • Lichtbeständigkeit auch bei dauerhafter Sonneneinstrahlung
  • Stoß- und Druckfestigkeit
  • Unempfindlich gegen Flecken und Verschmutzungen und leicht abwaschbar
  • Stuhlrolleneignung, das bedeutet, dass bei einer Belastung durch Stuhlrollen keine Spuren oder Schäden am Belag zu sehen sind.
  • Beständigkeit gegen Zigarettenglut
Tipp: Die Einhaltung dieser Eigenschaften wird mit den entsprechenden Prüfverfahren laut DIN festgestellt. Hinsichtlich der Abriebfestigkeit setzt die DIN verschiedene Abriebklassen fest, die von AC1 bis AC5 reichen. Je höher die Klasse, umso abriebfester ist der Belag.
Laminat verlegen © Marco2811, fotolia.com
Laminat verlegen © Marco2811, fotolia.com

Der richtige Untergrund

Laminat wird häufig schwimmend verlegt. Wichtig ist, dass der Untergrund eben, trocken und tragfähig ist. Gut geeignet sind Estriche sowie ebene Holz- oder Steinböden, auf vorhandenem Teppichboden können die Dielen nicht verlegt werden.

  • Bei der Verlegung auf Estrich empfiehlt sich der Einbau einer Dampfsperre, um den Bodenbelag vor Feuchtigkeit aus dem Untergrund zu schützen. Eventuell kann durch eine Ausgleichsschicht in Form von Fließestrich eine zu große Höhentoleranz ausgeglichen werden.
  • Bei der Anwendung auf Holzböden eignen sich flexible Unterlagen zum Ausgleich von kleineren Unebenheiten. Für ein gutes Ergebnis darf der Holzboden nicht schwingen oder beweglich sein, lose Dielen sind zu befestigen, um ein späteres Knarren zu vermeiden.
  • Auf PVC lässt sich Laminat dann problemlos verlegen, wenn dieser vollflächig mit dem Untergrund verklebt ist. Der vorhandene Belag dient als Dampfbremse.
  • Auf Fliesen oder Steinböden kann Laminat ebenfalls verlegt werden. Wichtig ist hier eine Feuchtigkeitsbremse sowie eine Ausgleichsschicht oder Ausgleichsmatte.
Laminat am besten mit einer Dampfsperre verlegen
Laminat am besten mit einer Dampfsperre verlegen
Tipp: Laminat kann auch mit einer Fußbodenheizung verwendet werden. Durch die hohe Materialdichte ist der Wärmedurchgang optimal. Wird das Laminat auf einem Heizestrich verlegt, ist die Prüfung der Belegreife anhand des Heizprotokolls ausgesprochen wichtig. Eine Dampfsperre verhindert, dass Feuchtigkeit in den Belag eindringt.
Bodenbelag Dampfsperre © Jenny Sturm, fotolia.com
Bodenbelag Dampfsperre © Jenny Sturm, fotolia.com

Laminatfußboden kleben

Wird Laminat verklebt, kommen Flächenklebstoffe auf Polyurethanbasis zum Einsatz. Die Klebstoffe binden schnell ab, werden ausreichend fest und bleiben dennoch elastisch. Die so verklebten Böden sind nach 12 bis 24 Stunden begehbar und können nach 24 bis 48 Stunden voll belastet werden. Die Ausführung der Verklebung richtet sich unter anderem danach, ob eine Nut- und Federverleimung erforderlich ist. Diese erfolgt mit Weiß- oder Kalkleim. Die Anwendung aller verwendeten Klebstoffe erfolgt nach Herstelleranweisung, der Auftrag erfolgt mit einer Zahnspachtel.

Bodenbelag-Kleber: Emissonsarme Kleber tragen das Zertifikat EC1
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Laminat und Umweltschutz

Hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit wird Laminat häufig kritisch gesehen. Der hohe Energieaufwand bei der Herstellung verschlechtert ebenso wie die Emissionen die Ökobilanz, das Material ist in der Entsorgung problematisch und nicht recyclingfähig. Der hohe Kunstharzanteil führt ebenso zu Kritik und bedingt die Gefahr, dass Formaldehyd oder ähnliche gesundheitsschädliche Stoffe in die Raumluft ausgasen.

Nachteile von Laminat
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