Dielenboden oder Parkett

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Dielenboden oder Parkett: Unterschiede leicht erklärt!

Sie möchten Ihren Wohnraum mit einem Holzboden ausstatten? Dann bieten sich sowohl Parkett als auch Holzdielen an, um den neuen Fußboden mit dem Naturprodukt Holz zu verkleiden. In unserem Artikel lernen Sie über die Unterschiede von Holzdielen und Parkett, worin die Besonderheiten beider Böden liegen und warum Holz nicht immer gleich Holz ist.

Parkett verlegen © stockphoto-graf, fotolia.com
Parkett wird verlegt © stockphoto-graf, fotolia.com

In Zeiten des Klimawandels beschäftigen sich Eigentümer immer mehr mit den Möglichkeiten, ihren Wohnraum mit möglichst vielen Bauteilen auszustatten, bei denen es sich um nachwachsende Rohstoffe aus der Natur handelt, zum Beispiel Holz. Grund dafür ist vor allem die gute Ökobilanz, die diesem Rohstoff zugrunde liegt. Wer einen Fußboden mit Holz verkleiden möchte, kann sich entweder für einen Parkettboden oder Holzdielen entscheiden. Bei beiden Produkten handelt es sich um sogenannte Echtholzböden – womit sie sich zum Beispiel von Laminat unterscheiden, das nur im Inneren aus Holz besteht und mit einer äußeren Dekorschicht ummantelt ist.

Der Parkettboden

Beim Parkettboden handelt es sich um einen Fußbodenbelag, der komplett aus Holz besteht und im Wohnraum eine robuste, aber gleichzeitig elegante Wohnatmosphäre ausstrahlt. Harthölzer wie Buche, Eiche oder auch einige Nadelhölzer zählen zu den Baumarten, die für einen Parkettboden infrage kommen. Da Hartholz deutlich härter ist als ein Weichholz, kommt es vor allem in stark strapazierten Wohnbereichen wie Fluren, Wohnzimmern oder gar Küchen zum Einsatz. Weichhölzer wie Lärche oder Kiefer eignen sich eher für Schlaf- oder Kinderzimmer. Als fußwarmer Bodenbelag ist er vor allem für Eigentümer geeignet, die auch im Winter gerne barfuß laufen. Fußbodenheizungen lassen sich problemlos unter Parkettböden integrieren.

Beim Parkettboden unterscheidet man bis heute zwischen Massivholzparkett und Fertigparkett.

Massivholzparkett © A. Schebaum, stock.adobe.com
Massivholzparkett © A. Schebaum, stock.adobe.com

Massivholzparkett besteht aus unbehandelten, massiven Holzstäbchen, die der Fachmann auf dem Unterboden verklebt und anschließend schleift und versiegelt – echte Handarbeit sozusagen, die den Preis ausmacht. Die Verlegung des Parketts richtet sich dabei nach bestimmten Mustern, die sich optisch voneinander unterscheiden. Dazu zählen zum Beispiel der Flechtboden, das Fischgrätenmuster oder der sogenannte Leiterboden.

Fertigparkett © sveta, stock.adobe.com
Fertigparkett © sveta, stock.adobe.com

Fertigparkett dagegen ist ein bereits vorgefertigter Bodenbelag, der aus mehreren Schichten besteht – einer unteren Trägerschicht aus Sperrholz, einer darüberliegenden Schicht aus Span- oder Faserplatte und einer Nutzschicht aus hochwertigem Holz. In der Regel ist dieser Boden bereits versiegelt. Weil sich Fertigparkett auf der Baustelle schneller umsetzen lässt, ist der Boden nicht nur günstiger, sondern auch schneller bewohnbar.

Das Abschleifen von Parkett und Dielen hängt auch von der Dicke der Nutzschicht ab
Das Abschleifen von Parkett und Dielen hängt auch von der Dicke der Nutzschicht ab

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Massivholzparkett und Fertigparkett: Zwar lassen sich beide Böden bei Gebrauchsspuren abschleifen und neu versiegeln. Wegen seiner relativ dünnen Nutzschicht ist das beim Fertigparkett allerdings nur ein bis zweimal möglich.

Parkett abschleifen © VRD, fotolia.com
Parkett wird abschleifen © VRD, fotolia.com
Tipp: Achten Sie beim Kauf von Fertigparkett auch darauf, ob das Produkt über eine integrierte Trittschalldämmung verfügt. Manche Hersteller binden Sie direkt in das Produkt ein. Ist das nicht der Fall, muss die Trittschalldämmung zusätzlich auf dem Untergrund verlegt werden.
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Fußboden aus Holzdielen

Dielenböden aus Vollholz lassen sich schon mit bloßem Auge leicht erkennen. Die Holzdiele zählt zu den ältesten Fußböden und ist sogar noch oft in uralten Bestandsgebäuden zu finden. Charmant und rustikal ist seine Optik, klimaregulierend das offenporige Material, dessen Oberfläche früher mit Bohnerwachs oder Ochsenblut versiegelt wurde, heute kommen Öle oder Wachse zum Einsatz. Als Unterkonstruktion dienten ehemals häufig Holzbalken.

Dielenboden © Harald Biebel, fotolia.com
Dielenboden © Harald Biebel, fotolia.com

Der traditionelle Dielenboden besteht aus Massivholzdielen, die eigentlich nichts anderes sind als ein Parkettboden – mit dem Unterschied, dass seine Bretter oder Bohlen aus einem Holz in Stammlänge produziert werden und die Planken damit deutlich länger sind als die kleinen Stäbchen des Parketts. Beim Verlegen werden die Dielen anhand der Längsseite eines Raumes verlegt, sodass sich die majestätische Wirkung des Bodens noch mehr entfaltet.

Geeignete Holzarten für Holzdielen
Geeignete Holzarten für Holzdielen

Bei entsprechender Pflege ist der Massivholz-Dielenboden robust und langlebig – wie viele Altbauten beweisen, wo bis heute sehr alte Dielenböden aufgearbeitet werden, die früher mit dem sogenannten Ochsenblut oder Bohnerwachs versiegelt wurden.

Massive Holzdielen können bis zu einige Zentimetern dick sein und bilden zugleich das Obermaterial des Fußbodens. Egal, ob genagelt, schwimmend oder verklebt: Bei Massivholzdielen gibt es ganz unterschiedliche Verlegearten, die Sie am besten mit dem Fachmann vor Ort besprechen. Die vorhandene Unterkonstruktion des Bodens und die Höhe des Bodenaufbaus geben Auskunft darüber, was möglich ist.

Vorteil der Massivholzdiele: Sie kann bei Gebrauchsspuren mehrfach abgeschliffen und die Oberfläche neu behandelt werden. Typisch für die Holzdiele ist auch das Fugenbild, das sich durch trockene oder feuchte Luft zusammenziehen oder ausbreiten kann. Dehnungsfugen gehören deswegen zum typischen Erscheinungsbild und sind kein Verarbeitungsfehler.

Mehrschichtdielen dagegen bestehen ähnlich wie beim Parkett aus einem Mehrschichtaufbau, häufig aus zwei oder drei Lagen. Auch hier wird die Nutzschicht aus hochwertigem Holz, zum Beispiel Eiche, auf einer querverleimten Trägerschicht aus einem Weichholz hergestellt. Weil die eigentliche Nutzschicht und damit Oberfläche der Diele nur wenige Millimeter dick ist, lässt sie sich weniger häufig abschleifen. Bei der Anschaffung eines solchen Mehrschichtbodens – im Handel übrigens meistens unter dem Begriff Landhausdiele zu erkennen – besprechen Sie am besten mit dem Anbieter, ob der Boden für ein zukünftiges Abschleifen geeignet ist.

Hinweis Hätten Sie gewusst, dass auch Holzdielen für die Verlegung einer Fußbodenheizung geeignet sind? Sprechen Sie mir Ihrem Fachbetrieb, welche Holzarten sich am besten eignen und sorgen dafür, den Dielenboden nicht zusätzlich mit Teppichen oder Läufern zu bedecken. Grund dafür ist ein möglicher Hitzestau.

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Gemeinsamkeiten von Parkettboden und Holzdielen auf einen Blick

  • Bei beiden Arten handelt es sich um Echtholz-Böden
  • Beide Böden lassen sich bei Gebrauchsspuren mehrfach abschleifen
  • Beide Böden in Vollholz oder als mehrschichtiger Aufbau möglich
  • Für schwimmende oder klebende Verlegung geeignet
  • Zahlreiche Holzarten möglich

Unterschiede von Parkett und Holzdielen auf einen Blick

  • Parkett ist schmaler und kürzer als die Diele
  • Parkett kann in unterschiedlichen Mustern verlegt werden / Holzdielen nicht
  • Verschiedene Muster erzeugen beim Parkett eine individuelle Wirkung, die eleganter wirken kann / Dielen haben ein ruhigeres Erscheinungsbild
  • Parkett ist spannungsfreier als die Vollholzdiele und hat keine Dehnungsfugen
  • Typische Maserungen sind bei der Holzdiele sichtbarer als beim Parkett
Unterschied zwischen Dielen und Parkett im Überblick
Unterschied zwischen Dielen und Parkett im Überblick

Fazit

Wer sich einen Boden wünscht, der authentisch wirkt und zum Landhauscharme passt, trifft mit einer Holzdiele die richtige Entscheidung. Parkettböden dagegen bietet durch kleinere Verlege-Einheiten die Möglichkeit, individuelle Wirkungen zu erzielen und wirken klassischer. Die Wahl der Holzart ist bei beiden Verlegarten reine Geschmackssache.

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