Neuer Bodenbelag auf alten Fußböden

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Neuer Bodenbelag auf alten Fußböden – Eine gute Idee?

Alter Bodenbeläge lassen sich oft nur mit viel Aufwand entfernen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der vorhandene Boden fest verklebt ist. Grundsätzlich muss der Boden nicht in jedem Fall ausgetauscht werden – wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt und der neue Boden für diesen Einsatz geeignet ist.

PVC Fußboden verlegen © Ingo Bartussek, fotolia.com
Neuer Bodenbelag wird verlegen © Ingo Bartussek, fotolia.com

Wenn der alte Boden liegenbleibt

Wer plant, einen neuen Bodenbelag direkt auf den vorhandenen Fußboden aufzulegen, sollte vorher genau prüfen, ob dieser auch die nötigen Voraussetzungen erfüllt. Denn Fehlentscheidungen können den Bauherrn hier teuer zu stehen kommen. Im besten Fall durch Einbußen bei der Wohnqualität, im schlimmsten Fall durch einen Rückbau. Damit der vorhandene Boden als Untergrund verwendet werden kann, muss er mindestens folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Der vorhandene Boden muss tragfähig und eben sein. Fugen, Risse und Dellen können mit Vergussmasse aufgefüllt werden, knarzende Dielen sollten vor der Neuverlegung verschraubt werden.
  • Der alte Bodenbelag muss sauber und trocken sein.
  • Soll der neue Belag geklebt werden, muss gesichert werden, dass der Kleber auch die nötige Haftung bringt.
  • Alter und neuer Boden sollten entkoppelt werden, mindestens durch eine Dampfsperre, besser noch durch eine Trittschalldämmung.
  • Die Aufbauhöhe darf am Ende nicht zu hoch sein, ansonsten müssen Türen gekürzt werden. Bei einem erneuten Austausch kann das zu Problemen führen.
Tipp: Auf vorhandene Teppiche sollten grundsätzlich keine neuen Bodenbeläge verlegt werden. Die Eigenschaften des Teppichs bringen oft Probleme mit, weiterhin entstehen oft hygienische Probleme durch Haustaubmilben oder Schimmel.
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Alte Böden ausgleichen

Liegen in den Räumen alte Fußböden mit Schäden oder Unebenheiten, wie zum Beispiel stark geschüsselte Holzdielen, können diese mit einer Verlegespanplatte verschraubt und damit verdeckt werden. So entsteht ein glatter Untergrund, der mit vielen Varianten neu belegt werden kann. Vorteilhaft an dieser Methode ist, dass der alte Boden tatsächlich liegen bleiben kann. Nachteilig sind der Aufwand und die dadurch stark vergrößerte Aufbauhöhe.

Neues Laminat auf alten Böden

Laminat verlegen mit Trittschalldämmung © VRD, fotolia.com
Laminat verlegen mit Trittschalldämmung © VRD, fotolia.com

Laminat muss wie alle Klicksysteme auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund verlegt werden. Liefert der vorhandene Bodenbelag die nötigen Voraussetzungen, ist es durchaus möglich, den neuen Laminatboden direkt zu verlegen, allerdings gibt es auch gute Gründe, die dagegensprechen:

  • Ist der alte Boden uneben, setzen sich die Dellen und Wölbungen über kurz oder lang durch und der neue Laminatboden zeigt dieselben Probleme.
  • Wölbt sich der alte Boden aufgrund von Feuchtigkeit, kann eine direkte Neuverlegung auch das Laminat durchfeuchten und Schäden hervorrufen.

Unter den Laminatboden sollte auf jeden Fall eine Trittschalldämmung eingeplant werden. Dadurch sowie durch die zweite Belagsschicht erhöht sich die Aufbauhöhe. An Türen und Schwellen muss dann nachgebessert werden.

Laminat besser nicht auf alten Teppich verlegen
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Neues Parkett auf alten Böden

Parkettboden auf Fliesen verlegen © stockphoto-graf, fotolia.com
Parkettboden auf Fliesen verlegen © stockphoto-graf, fotolia.com

Wird Klickparkett verlegt, gelten die gleichen Regeln wie für Laminat: Nur auf einem ebenen Boden wird auch der neue Belag dauerhaft haltbar sein, weiterhin ist eine Trittschalldämmung erforderlich. Für die Verlegung von Massivholzparkett sollte der alte Belag auf jeden Fall entfernt werden. Die Parkettstäbe werden einzeln auf den Untergrund aufgeklebt. Unebenheiten und schwingende Böden (wie zum Beispiel schwimmend verlegte Klicksysteme) führen zu Schäden und Fugen am Parkett. Hinzu kommt, dass gerade Massivholzparkett ein relativ teurer und langlebiger Boden ist. Hierfür lohnt es sich auf alle Fälle, den alten Belag zu entfernen.

Alten Holzboden glätten mit Verlegespanplatten
Alten Holzboden glätten mit Verlegespanplatten

Neues Vinyl auf alten Böden

Vinyl wird auf bestehenden Parkett verlegt © Dagmar Breu, fotolia.com
Vinyl wird auf bestehenden Parkett verlegt © Dagmar Breu, fotolia.com

Vinyl im Klicksystem benötigt als Untergrund eine ebene und saubere Fläche sowie eine Trittschalldämmung als Zwischenlage. Sollen selbstklebende Vinylfliesen verwendet werden, benötigen dies ebenso einen ebenen und vor allem fugenfreien Untergrund. Das flexible Material bildet sonst alle Unebenheiten des Untergrunds ab und das sieht optisch sehr unschön aus. Ein weiterer Aspekt ist die Haftung des Klebers. Wer diese Variante wählt, muss unbedingt vor dem Verlegen sicherstellen, dass Kleber und Untergrund kompatibel sind.

Tipp: Soll Vinyl auf den vorhandenen Belag geklebt werden, müssen alle Fugen und Risse verspachtelt werden. Ein ebener Untergrund lässt sich auch mit Ausgleichsmasse herstellen. Auch hier muss auf die endgültige Aufbauhöhe geachtet werden.
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