Bodenbeläge und Dampfsperre

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Bodenbeläge und Dampfsperre: Wichtige Infos und Tipps

Bei verschiedenen Arten von Bodenbelägen sollten Sie auf den Einsatz einer Dampfsperre oder Dampfbremse keinesfalls verzichten. Diese verhindert, dass aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit oder Wasserdampf von unten in den Bodenbelag eindringen bzw. sich an diesem niederschlagen kann. So wird der Entstehung einer gesundheitsbedenklichen Schimmelbildung gezielt vorgebeugt und der Bodenbelag effektiv geschützt. Doch welche Arten von Dampfsperren gibt es? Bei welchen Bodenbelägen sollte man auf sie keinesfalls verzichten und welche Arten von empfehlenswerten Kombiprodukten erleichtern die Arbeit? Diese und weitere Fragen werden wir nachfolgend ausführlich klären.

Bodenbelag Dampfsperre wird verlegt © Jenny Sturm, fotolia.com

Wo ist eine Dampfsperre sinnvoll?

Dampfsperren unter dem Bodenbelag werden vor allem dann eingesetzt, wenn der vorhandene Untergrund einen hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweist oder mit einer hohen Feuchtigkeitsentwicklung im Bodenbereich zu rechnen ist. Das betrifft beispielsweise Keller- und Garagenräume, die direkt über dem Erdreich genutzt werden. Hier ist der Feuchtigkeitsgehalt gewohnheitsmäßig hoch und die Dampfsperre verhindert entsprechend, feuchte Keller- oder Garagenräume. Gleiches gilt für Bodenbeläge, die über mineralischen Untergründen verlegt werden. Estrich, Asphalt oder Beton besitzen einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, der sich mit der Zeit in Wasserdampf umwandelt und nach oben steigt.

Wo sind Dampfsperren bzw. Dampfbremsen sinnvoll?
Wo sind Dampfsperren bzw. Dampfbremsen sinnvoll?

Fehlt die Dampfsperre, setzt sich das Kondenswasser an der Unterseite des Bodenbelags fest und schädigt diesen mit der Zeit. Insbesondere bei Bodenbelägen, die nicht feuchtigkeitsresistent sind, ist eine Dampfsperre deshalb wichtig. Das gilt zum Beispiel für

  • Laminat
  • Parkett und Dielen
  • Vinyl- und Designboden
  • alle Bodenarten, die schwimmend verlegt werden
Tipp: Auch wenn Sie Laminat oder Parkett nicht direkt auf einem mineralischen Untergrund verlegen, kann es sich bisweilen lohnen eine zusätzliche Dampfsperre zu integrieren. Das gilt immer dann, wenn sich im darunterliegenden Raum ein Zimmer mit hoher Luftfeuchtigkeit wie zum Beispiel ein Badezimmer oder ein beheizter Kellerraum befindet. In diesem Fall kann die aufsteigende Feuchtigkeit bis in die darüber liegende Decke sowie den angrenzenden Bodenbelag dringen.
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Welche Arten von Dampfsperren für Bodenbeläge gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Dampfsperren, die sich für unterschiedliche Einsatzgebiete eignen. Die einfachste Methode, eine Dampfsperre zu errichten, ist sicher die Grundierung des Bodens mit Polyethuran oder Epoxidharz. Beides kommt einer Dampfsperre in Form einer Versiegelung gleich und schützt somit den teuren Bodenbelag vor aufsteigender Feuchtigkeit.

Grundierung des Bodens verhindert die Eindringung von Feuchtigkeit
Grundierung des Bodens verhindert die Eindringung von Feuchtigkeit

Die am häufigsten verwendete Variante einer Dampfsperre präsentiert sich jedoch als PE-Folie. Diese ist in den meisten Fällen nur 0.2 mm stark und lässt sich sehr unkompliziert direkt unter den Bodenbelag sowie die Trittschalldämmung verlegen. Für Räumlichkeiten, bei denen die Dampfsperre bzw. Dampfbremse besonders stark sein muss, kann auch eine spezielle PVC-Folie eingesetzt werden. Diese wird ähnlich verlegt.

Dampfsperre bei Bodenbelägen: Verwendung von Folien
Dampfsperre bei Bodenbelägen: Verwendung von Folien
Info: Dampfsperren und Dampfbremsen müssen eigentlich nur bei schwimmend verlegten Bodenbelägen eingesetzt werden. Bei einem vollflächig verklebten Bodenbelag dient bereits der eingesetzte Kleber als Feuchtigkeitssperre. Darüber hinaus bieten vollverklebte Bodenbeläge eine verbesserte Trittschalldämmung, wodurch Sie zwei sprichwörtliche Fliegen mit einer Klappe schlagen können.
Laminat verlegen mit Trittschalldämmung © VRD, fotolia.com
Laminat verlegen mit Dampfsperre © VRD, fotolia.com

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Wie passen Trittschalldämmung und Dampfsperre zusammen?

Insbesondere bei schwimmend verlegten Bodenbelägen sollte Sie in der Regel eine Trittschalldämmung integrieren. Denn das Luftpolster, das beispielsweise zwischen Laminat und Untergrund besteht, sorgt dafür, dass der Trittschall sich verstärkt. Eine Trittschalldämmung wird normalerweise als Schicht zwischen der Dampfsperre und dem Bodenbelag platziert. Eine einfachere Lösung bieten Kombiprodukte: Hier werden Trittschalldämpfung und Dampfsperre in einem Produkt angeboten. Dadurch ersparen Sie sich beim Verlegen des Bodenbelags einen zusätzlichen Arbeitsschritt und profitieren von einer erhöhten Langlebigkeit des Bodens sowie einer optimierten Akustik im Raum. Das werden auch die Nachbarn unter Ihnen merken.

Tipp: Auch in Kombination mit einer Fußbodenheizung kann es sinnvoll sein, eine Dampfsperre zu verlegen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie den Bodenbelag über der Heizung schwimmend verlegen. Hiervon können wir Ihnen allerdings nur abraten, weil die Wärmeeffizienz der Fußbodenheizung durch die beim schwimmenden Verlegen entstehenden Luftpolster stark eingeschränkt wird. Wenden Sie sich deshalb bei Fragen am besten direkt an einen ausgewiesenen Experten, der Sie nicht nur berät, sondern Sie auch beim Verlegen unterstützt. Unser Experten-Vergleich hilft Ihnen kostenfrei weiter.

Was ist beim Verlegen einer Dampfsperre unter dem Bodenbelag wichtig?

Bevor Sie eine Dampfsperre verlegen, sollte der Boden stets sauber und trocken sein. Verlegen Sie die Folie anschließend so, dass sie an den Wänden ringsum jeweils drei Zentimeter hochsteht. Schneiden Sie die Folie an den Raumecken am besten ein und legen Sie sie übereinander. Wenn Sie die Dampfsperrfolie in einzelnen Bahnen verlegen, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Bahnen entweder mithilfe von Klebeband verkleben oder dass diese sich mindestens zwanzig Zentimeter überlappen. Anderenfalls kann die Feuchtigkeit zwischen den Bahnen hochsteigen und den Bodenbelag beschädigen. Zudem gibt es spezielles Klebeband, das Sie am besten auch an den Wandabschlüssen benutzen, um die Folie zu fixieren und eine komplette Abdichtung zu gewährleisten.

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