Betonboden selbst abschleifen, glätten, polieren

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Betonboden selbst abschleifen, glätten, polieren – so gelingt es perfekt!

Beton ist ein Allrounder im Hausbau. Doch wenn Sie ihm den letzten Schliff verleihen, schafft Beton ein edles und modernes Wohnambiente. Wie Sie einen Betonboden abschleifen und dauerhaft ein Schmuckstück aus ihm machen, erfahren Sie im Folgenden. Das Ergebnis ist jedoch auch abhängig von der Betonsorte.

Betonboden veredeln: Beschaffenheit des Bodens

Der Begriff Sichtbeton bezeichnet lediglich, dass diese Betonfläche nicht kaschiert oder verputzt werden soll, sondern eben als Beton sichtbar bleibt. Sichtbeton wird in die Qualitätsstufen SB 1 bis SB 4 unterteilt: SB 1 erfüllt die geringsten optischen Anforderungen und wird häufig für Kellerräume genutzt, SB 4 zeigt poliert raffinierte Marmorstrukturen und ist die erste Wahl für entsprechende Wand- und Bodengestaltung im Wohnbereich. Die Inhaltsstoffe sind im Wesentlichen gleich.

Doch die Mischung und Verschalung machen den Unterschied. Wenn das Abschleifen des Betonbodens eine spontane Idee von Ihnen ist, die nicht bereits beim Bau eingeplant wurde, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit als Boden Fundamentbeton oder eine vergleichbare Qualität vorfinden. Bei diesen werden Sie nicht die changierenden Effekte erzielen können, wie sie bei der Klasse SB 4 entstehen. Doch ein herber Charme kann ebenso gewinnend sein! Auch bei herkömmlichen Nutzbeton lohnt sich das Abschleifen. Denn dadurch lösen Sie die übliche Zementschicht ab und legen den Beton frei. Diesen können Sie im Weiteren veredeln und versiegeln.

Betonboden abschleifen – nass oder trocken?

Zum Abschleifen von Betonböden gibt es Nassschleifmaschinen und Trockenschleifmaschinen mit anhängigem Staubeutel oder Staubauffangstation. Für Ecken, Ränder und Treppen benötigen Sie eine Handschleifmaschine. Große Flächen werden von professionellen Anbietern meist im Nassverfahren geschliffen. Den dabei entstehenden Schlamm nimmt eine Scheuersaugmaschine auf. Alternativ dazu können große Flächen mit einer Kugelstrahlmaschine bewältigt werden. Der Beton wird dabei mittels kleiner Stahlkugeln gestrahlt; es entsteht eine ebene aber raue Oberfläche.

Betonboden schleifen mit Maschine © Zelma, stock.adobe.com
Schleifmaschinen sollten mindestens über einen Staubbeutel verfügen. Noch besser sind Maschinen, die per Schlauch mit einer separaten Ansaugpumpe verbunden sind für den anfallenden Staub © Zelma, stock.adobe.com

Für den Heimwerker und seine zu bewältigenden Flächen sind Schleifmaschinen für trockene Böden üblich. Betonschleifmaschinen mit einer Diamantbeschichtung sind besonders effizient. Einen Staubbeutel, der den Abschliff direkt einsaugt, sollte die Maschine mindestens aufweisen. Das Ausschütten der Staubbeutel ist lästig und unangenehm. Zügiger voran geht es mit Modellen, die separat den Staub abziehen. Das Arbeiten damit ist am angenehmsten. Und selbst dann bleibt das Schleifen von Beton eine staubige und auch laute Angelegenheit. Besorgen Sie sich daher für die Arbeit einen Atemschutz, Gehörschutz und eine Schutzbrille.

Ist das Anfeuchten vor dem Schleifen der goldene Mittelweg?

Wenn Sie den Boden vor dem Schleifen mit einer Sprühflasche mit Wasser benetzen, staubt es weniger, doch die Schleifscheiben setzen sich viel schneller zu.

Betonkanten fräsen

Überstehende Ecken und Kanten vom Betonguss lassen sich nicht in Rasenmäher-Manier von einer Schleifmaschine eliminieren. Dazu bedarf es einer Fräsmaschine. Mit ihr lassen sich auch Kabelkanäle in den Beton anlegen.

Mann schleift Betonboden mit Maschine © Doralin, stock.adobe.com
Schleifmaschinen mit separater „Staubstation“ erleichtern die Arbeit © Doralin, stock.adobe.com
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Schleifscheiben: Körnung bei jedem Arbeitsgang verdoppeln

Beginnen Sie mit einer 80er Körnung. Verdoppeln Sie dann bei jedem weiteren Arbeitsgang die Körnung, bis es für Sie passt. Führen Sie die Maschine gleichmäßig vor sich her. Widerstehen Sie der Versuchung, bei einigen besonders unebenen oder fleckigen Stellen mehr Druck auf die Maschine auszuüben oder besonders lange an diesen Stellen zu verweilen. So erzeugen Sie neue Unebenheiten. Stattdessen führen Sie lieber einen weiteren Arbeitsgang mit derselben Körnung durch.

Beton polieren ist eine Kann-Option, Beton versiegeln ein Muss

Das Abschleif-Prozedere können Sie mit Schleifscheiben in sehr feiner Körnung beenden. In Folge kann der Boden nass mit einer Poliermaschine bearbeitet werden. Bei einigen Sichtbeton-Sorten lassen sich so interessante Marmor-Effekte hervorrufen. Zudem erzeugt das Polieren eine besonders glatte Fläche. Ob Sie sich nun dafür oder dagegen entscheiden: Versiegeln muss sein. Denn der blanke Beton ist nun offenporig und somit sehr schmutzanfällig. Versickerte Flüssigkeiten lassen sich kaum wieder entfernen. Tragen Sie die Betonversiegelung mit einer Rolle auf.

Wohnzimmer mit Betonboden © Vanitojan, stock.adobe.com
Betonböden ermuntern zum kontrastreichen Spiel mit Materialien © Vanitojan, stock.adobe.com

Fazit

Das Abschleifen und Versiegeln von Betonböden schafft strapazierfähige Oberflächen, die aktuellen Wohntrends entsprechen: Die neue Form von „rustikal“ heißt „industriell“. Besonders reizvoll sind Betonböden im mediterranen Stilmix.

Flüssige Dichtstoff wird aufgetragen © plysuikvv, stock.adobe.com
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