Bodenbeläge verlegen: Fest verklebt oder schwimmend verlegt

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Elastische und harte Bodenbeläge können auf unterschiedliche Arten verlegt werden. Ob schwimmend oder fest verklebt die richtige Wahl ist, hängt von verschiedenen Punkten wie dem Belagsmaterial, dem Untergrund und den Anforderungen an den Trittschallschutz ab.

Vinyl Bodenbelag wird verlegt © Kenny, fotolia.com
Bodenbelag verlegen: Verkleben oder schwimmende Verlegung? © Kenny, fotolia.com

Bodenbeläge fest verkleben

Fest verklebte Bodenbeläge sind flächig mit einem zum Material passenden Kleber auf dem Untergrund verklebt. Das hat Vorzüge, aber auch Nachteile. Einige Bodenbeläge wie zum Beispiel Massivholzparkett müssen verklebt werden. Auch dann, wenn der Belag auf einer Fußbodenheizung liegt, ist eine Verklebung wegen der besseren Wärmeweiterleitung zu empfehlen. Fest verklebte Bodenbeläge gehören in die Hände eines Fachmanns, da nur bei einer fachgerechten Verklebung am Ende ein makelloser Boden entsteht. Fest verklebt werden können außerdem Fertigbeläge wie Klickparkett, https://www.sanier.de/bodenbelag/laminatLaminat, Vinylböden und Linoleum.

Parkett verlegen und fest verkleben © vladimirs, fotolia.com

Parkettboden fest verkleben

Wer sich für Massivholzparkett entscheidet, kommt um eine feste Verlegung des Bodenbelags nicht herum. Die einzelnen Massivholzstäbe werden fest und ohne Fuge auf dem Untergrund mit einem Parkettkleber verklebt. Fällt die Wahl auf Klickparkett, also Parkett, dass auf einem Träger mit Nut und Feder geliefert wird, kann dieses ebenfalls mit dem Boden verklebt werden. Durch die Verklebung verbessern sich Raumakustik und Belastbarkeit des Bodens, allerdings ist es nicht möglich, ihn später wieder aufzunehmen. Ebenfalls wichtig ist eine korrekte Verlegung – einmal geklebte Parkettdielen können schwer oder gar nicht wieder aufgenommen und korrigiert werden.

Verlegen von Holzdielen auf Kleber © mmphoto, fotolia.com
Verlegen von Holzdielen auf Kleber © mmphoto, fotolia.com
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Laminat fest verkleben

Die vollflächige Verklebung von Laminat als Bodenbelag folgt ähnlichen Regeln wie bei Parkettboden. Zu bedenken ist allerdings, dass Laminatboden im Vergleich zu hochwertigem Parkett in der Regel eine deutlich kürzere Lebensdauer hat. Den Bodenbelag zu entfernen, ist sehr aufwändig, ebenso ist es bei verklebten Böden nicht möglich, einzelne Dielen auszutauschen.

Vinyl fest verkleben

Vinylboden wird in unterschiedlichen Varianten geliefert: Auf Rollen oder als Fliesen, als Vollvinylböden oder als Vinyldielen auf Trägerplatten. Alle Lieferformen können auch fest mit dem Boden verklebt werden. So entsteht ein dauerhaft haltbarer und pflegeleichter Bodenbelag mit guter Raumakustik. Nachteilig können sich Ausdünstungen aus dem Kleber auswirken, das Aufnehmen des Belags ist mit viel Aufwand verbunden.

Bodenbelag kleben oder schwimmend verlegen: Pro und Contra
Bodenbelag kleben oder schwimmend verlegen: Pro und Contra

Linoleum verkleben

Eine feste Verklebung ist die gängige Methode beim Verlegen von Linoleum. Dies verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt und den Boden aufquellen lässt. Weiterhin verhindert dies spätere Spalten durch eine nachträgliche Bewegung des Bodens. Nach der Verlegung erfolgt ein Verschweißen der Nähte, vor allem auf feuchteempfindlichen Untergründen ist dies zu empfehlen. Wie bei allen verklebten Fußbodenbelägen ist auch beim Linoleum ein Entfernen aufwändig, auf Grund der langen Haltbarkeit allerdings nur selten nötig.

Schwimmend verlegte Bodenbeläge

Bei der schwimmenden Verlegung wird der Bodenbelag lose auf den gut vorbereiteten Untergrund aufgelegt und ist lediglich miteinander verbunden. Möglich ist diese Verlegeart für fast alle Bodenbeläge ausgenommen Massivholzparkett. Ein großer Vorteil sind die einfache und schnelle Verlegung und die Möglichkeit, den Fußboden später wieder aufzunehmen, zum Beispiel beim Auszug aus der Wohnung oder bei Verlegefehlern wie knarrenden Böden. Grundvoraussetzung für eine mängelfreie Verlegung ist ein gut vorbereiteter und einwandfreier Untergrund. Löcher und Unebenheiten müssen egalisiert werden.

Klick-Parkett mit Nutz- und Tragschicht © Jenseman04, fotolia.com
Klick-Parkett für die schwimmende Verlegung © Jenseman04, fotolia.com

Parkett schwimmend verlegen

Klickparkett kann einfach und von geschickten Heimwerkern sogar in Eigenregie verlegt werden. Beim Kauf ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass das Parkett für die schwimmende Verlegung geeignet ist. Der fertige Belag ist schnell begehbar und kann einfach wieder aufgenommen werden. Zusätzlichen Aufwand erfordert allerdings der nötige Einbau einer Trittschalldämmung für eine gute Raumakustik, bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfsperre erforderlich.

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Vinylboden schwimmend verlegen

Vinylboden verlegen mit Trittschalldämmung
Vinylboden wird schwimmend verlegt

Vinyl auf Trägerplatten sowie Vollvinylböden können schwimmend, bzw. lose verlegt werden. Die Verlegung ist unaufwändig, der Belag kann bei Bedarf wieder aufgenommen werden. Für eine gute Raumakustik und ausreichenden Trittschallschutz ist eine Trittschalldämmung zwingend erforderlich. Für die Verlegung auf Fußbodenheizung ist die schwimmende Verlegung nicht geeignet, in feuchtebeanspruchten Räumen kann durch die Fugen Feuchtigkeit in den Untergrund gelangen und zu Schäden führen.

Linoleum schwimmend verlegen

Linoleum als gerollte Meterware muss zwingend fest verklebt verlegt werden. Mittlerweile gibt es auch Linoleum-Fertig-Systeme, die schwimmend verlegt werden können. Es gelten die gleichen Regeln wie bei Fertigparkett oder Laminat.

Die Verlegevarianten im Überblick

fest verklebt schwimmend verlegt
Harte Bodenbeläge
Parkett
  • Verlegemethode für Massivholzparkett
  • Leichteres Abschleifen
  • Bessere Raumakustik
  • Besser bei Fußbodenheizung
  • höhere Belastbarkeit
  • Nur bei Klickparkett möglich
  • Einfachere Aufnahme bei Reparatur oder Tausch
  • Schneller begehbar
  • Trittschalldämmung erforderlich
  • Dampfsperre bei mineralischen Untergründen
  • Schlechtere Schalldämmwirkung
Laminat
  • Bessere Raumakustik
  • Höhere Belastbarkeit
  • Besser bei Fußbodenheizung
  • Schwer zu entfernen
  • Einfach zu verlegen
  • Trittschalldämmung erforderlich
  • Dampfsperre bei mineralischem Untergrund
  • Schlechtere Schalldämmwirkung
Elastische Bodenbeläge
Vinyl
  • Verklebung für alle Lieferformen möglich
  • Gute Raumakustik und höhere Belastbarkeit
  • Einfache Verlegung
  • Trittschalldämmung erforderlich
  • Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit durch die Fugen
Linoleum
  • Standardvariante für die Verlegung
  • Verhindert Eindringen von Feuchtigkeit
  • Besser für Fußbodenheizung geeignet
  • Untergrund darf nicht saugfähig sein
  • Einfache Verlegung
  • Trittschalldämmung erforderlich
  • Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit durch die Fugen

 

Tipp: Unabhängig von der Wahl des Bodenbelags und der Verlegevariante sollten Bauherrn auf eine hohe Qualität des Bodenbelags wie auch der Verlegung achten. Dies gewährleistet eine lange und wartungsarme Lebensdauer.
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