Bodenbelag im Keller

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Bodenbelag im Keller: Welche Möglichkeiten gibt es?

Kellerräume können auf unterschiedliche Arten genutzt werden: Manch einer bringt hier seinen Hobbyraum unter, ein anderer richtet sich dort ein Homeoffice ein oder träumt von einem gemütlichen Partykeller mit eigener Bar. Bevor es jedoch soweit ist und die ersten Gäste auf einen Drink vorbeischauen oder die Modelleisenbahn ihre Kreise zieht, sollten Hausbesitzer ein paar Gedanken auf den bestmöglichen Bodenbelag verwenden. Je nach geplanter Nutzung können sich unterschiedliche Varianten empfehlen. Welche das sind und wie die jeweiligen Vor- und Nachteile aussehen, wird nachfolgend vorgestellt.

Die Wahl des Bodenbelags hängt von der Nutzung ab
Die Wahl des Bodenbelags hängt entscheidend von der Nutzung ab

Beton im Keller

Beton kommt in den meisten Wohnhäusern als eine Art Grundbodenbelag zum Einsatz. Vor allem bei modernen Häusern bildet eine Betonplatte das Fundament. Diese ist im Idealfall bereits aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt und fungiert damit automatisch als Barriere gegen die Feuchtigkeit aus dem darunterliegenden Erdreich. Leider ist ein Betonboden im Keller alles andere als hübsch anzusehen. Wer die Kellerräume also nicht lediglich als Lager- oder Vorratsräume nutzen will, kann über den Beton einen attraktiveren Bodenbelag verlegen.

Kellerwand streichen © schulzfoto, fotolia.com
Betonboden im Keller © schulzfoto, fotolia.com
Info: Wenn das Fundament des Hauses nicht aus wasserundurchlässigem Beton besteht, empfiehlt es sich eine Dampfsperre einzuplanen. Diese verhindert, dass Feuchtigkeit über den mineralischen Beton nach oben steigt und den neu verlegten Boden von unten angreift. Über die Dampfsperre sollte am besten gleich auch noch eine Wärmedämmung verlegt werden – so können Energieverluste bei beheizten Kellerräumen vermieden werden.
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PVC-Boden im Keller

PVC wird gern als Bodenbelag im Keller verwendet: Er ist günstig, relativ robust und lässt sich zudem sehr einfach verlegen. Da PVC wasserabweisend ist, wird er besonders gern in Räumen genutzt, in denen es auch mal etwas feucht sein kann: Badezimmer und Küche sind hierfür typische Beispiele. Das gilt jedoch nur für Feuchtigkeit, die von oben kommt und auf die versiegelte Kunststoffoberfläche trifft.

PVC Fußboden verlegen © Ingo Bartussek, fotolia.com
PVC Fußboden verlegen © Ingo Bartussek, fotolia.com

Gegen Feuchtigkeit, die von unten aufsteigt, kann PVC nichts ausrichten. Deshalb ist PVC als Bodenbelag in Kellerräumen nur dann geeignet, wenn der Untergrund komplett trocken ist. Anderenfalls sammelt sich die Feuchtigkeit unter dem PVC-Boden und kann dort nicht entweichen. Das begünstigt eine gesundheitsgefährdende Schimmelbildung, die im Keller alles andere als eine Wohlfühloase entstehen lässt.

Bodenbelag Keller: Mögliche Feuchtigkeit von unten abklären
Bodenbelag Keller: Mögliche Feuchtigkeit von unten vor der Verlegung abklären

Laminat im Keller

Laminat im Keller – für viele ein absolutes No-Go. Dies gilt allerdings nur, wenn die Feuchtigkeit in den Kellerräumen zu hoch für den zu einem großen Teil aus Holz bestehenden Bodenbelag ist. Falls die Umgebungsbedingungen es erlauben, können Kellerräume mit Laminat eine wohnliche Atmosphäre schaffen. Zudem klappt das Verlegen sehr schnell und unkompliziert und Laminat ist als günstiger Bodenbelag bekannt.

Laminat verlegen Marco2811, fotolia.com
Laminat verlegen © Marco2811, fotolia.com

Wichtig: Bevor Sie in Ihrem Keller einen Laminatboden verlegen, sollten Sie den Feuchtigkeitsgrad im entsprechenden Raum dokumentieren. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei über 60% wird es mit dem Laminatboden im Keller schwierig. Dasselbe gilt für Räume, in denen Waschmaschine und Trockner untergebracht sind oder regelmäßig Wäsche trocknet. Mindestens ebenso wichtig: Unter den Laminatboden eine Dampfsperre verlegen, um zu verhindern, dass der neue Bodenbelag aufgrund eines feuchten Untergrund zu schimmeln beginnt.

Bodenbelag Keller: Luftfeuchtigkeit ist entscheidend
Bodenbelag Keller: Zusätzliche Luftfeuchtigkeit möglichst vermeiden
Info: Nicht nur die Feuchtigkeit im Raum, sondern auch die Temperatur kann eine Rolle dabei spielen, welcher Bodenbelag für den Keller geeignet ist. Dauerhaft niedrige Temperaturen können Laminat bzw. Holzböden angreifen und auch Teppichboden verträgt ein derart raues Klima häufig nicht.

Teppich im Keller

Teppich gehört hierzulande noch immer zu den beliebtesten Bodenbelägen – weil er so schön günstig und gemütlich ist. Auch in Kellerräumen kann ein Teppichboden für ein Extraplus an Komfort sorgen. Allerdings nur, wenn die Umgebungsbedingungen stimmen. Kalte Temperaturen oder ein hoher Feuchtigkeitsgehalt in der Luft sorgen dafür, dass der Teppich zu schimmeln beginnt. Das kann schnell auf die Gesundheit schlagen. Deshalb sollte auch hier unbedingt eine Feuchtigkeitsbremse eingebaut werden.

Teppichboden verlegen © Andrey Popov, fotolia.com
Teppichboden verlegen © Andrey Popov, fotolia.com
Info: Feuchtigkeit in Kellerräumen steigt häufig nicht nur aus dem Boden auf, sondern lässt sich gegebenenfalls auch auf undichte Fenster oder einen zu geringen Luftaustausch zurückführen. Es lohnt sich die gesamte Situation vom Fachmann begutachten zu lassen. Dieser erkennt schnell, wo eventuelle Schwachstellen liegen und hilft, diese zu beseitigen.

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Fliesen in Keller

Vor allem in Waschküchen und Vorratsräumen werden gern Fliesen als Bodenbelag im Keller verlegt. Das funktioniert heute deutlich schneller und kostengünstiger als noch vor ein paar Jahren, denn jeder Baumarkt bietet inzwischen preiswerte Fliesen in ansprechenden Designs an. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass auch Fliesenkonstruktionen durch eindringende Feuchtigkeit beschädigt werden können. Darüber hinaus sind Fliesen als Bodenbelag nur dann geeignet, wenn sie eine gewisse Rutschfestigkeit mit sich bringen. Anderenfalls kann es schnell zu Unfällen kommen und die Verletzungsgefahr steigt.

Fliesen verlegen © whitestorm, fotolia.com
Fliesen verlegen © whitestorm, fotolia.com
Info: Wenn Sie sich nicht unbedingt einen komplett neuen Bodenbelag im Keller wünschen, sondern lediglich den bestehenden Zementfußboden schützen wollen, lohnt es sich diesen neu zu versiegeln bzw. anzustreichen. Das sorgt für einen verbesserten Schutz und sieht außerdem noch ansprechend aus.

Vinylboden im Keller

Vinylböden sind seit einigen Jahren sehr gefragt und bieten sich unter verschiedenen Umständen als Bodenbelag für Kellerräume an. Schließlich lassen sie sich einfach verlegen, sind robust und langlebig, können schnell und einfach gereinigt werden und erweisen sich als relativ unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Allerdings muss auch bei einem Vinylboden im Keller darauf geachtet werden, dass der Untergrund keine Feuchtigkeit abgibt, weil das Vinyl ansonsten nachhaltig geschädigt werden kann.

Vinyl Bodenbelag wird verlegt © Kenny, fotolia.com
Vinyl Bodenbelag wird verlegt © Kenny, fotolia.com
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