Fliesenschäden

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Fliesenschäden: Auswechseln oder reparieren?

Schäden an Fliesen sind ärgerlich, aber keine Katastrophe

Ein Kratzer in der Fliese – für manche ist das eine Katastrophe. Viel Geld haben sie investiert für ein Bad, das tip-top aussieht, da stört der kleinste Makel. Anderen ist so etwas völlig egal. Sie legen einen Läufer über die schadhafte Stelle, und alles ist okay. Oder sie ignorieren Löcher, Risse und Schrammen einfach.

gebrochene Fliese © ArTo, fotolia.com
gebrochene Fliese © ArTo, fotolia.com

Ein wenig ist das eine Frage der Mentalität. Aber wehe, wenn die Schäden so gravierend sind, dass die Feuchtigkeit durch die Fliesen dringt. Das kann mit der Zeit den Untergrund so stark in Mitleidenschaft ziehen, dass teure Sanierungsmaßnahmen notwendig werden. Mit Feuchtigkeit in Gebäuden ist nicht zu spaßen. Deshalb sollte jeder Schaden an Fliesen und Kacheln zumindest genau unter die Lupe genommen werden. Sobald es mehr ist als ein oberflächlicher Kratzer, darf man die Sache nicht auf sich beruhen lassen.

Wichtig: Der Sache auf den Grund gehen

An sich sind Fliesen und Kacheln langlebig und robust. Aber wenn sie falsch verlegt sind, kann es zu Rissen und Bruch kommen. Wenn es danach aussieht, sollte man auf jeden Fall einen Fachmann fragen. Es nutzt ja nichts, eine Fliese zu reparieren oder auszutauschen, aber die Ursache nicht zu beheben. Irgendwann stellt sich der Schaden erneut ein, und dann war all die Mühe umsonst.

Aber trotz aller Stabilität könne Fliesen auch im Alltag beschädigt werden – vor allem wenn schwere und scharfkantige Gegenstände mit viel Wucht auf die Oberfläche knallen. Es kommt auch vor, dass früher einmal notwendige Bohrlöcher nicht mehr gebraucht werden. Die gute Nachricht ist, dass es allerlei Lösungen gibt.

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Austauschfliese im Keller?

Zunächst einmal muss die Frage beantwortet werden, ob eine Fliese ausgetauscht oder repariert werden sollte. Brüche und durchgehende Risse sprechen für einen Austausch einzelner Fliesen. Eine intakte Fliese sperrt das Wasser immer besser ab als ein repariertes Exemplar. Aber zu klären ist in dem Fall, ob sich noch eine Austauschfliese im Keller befindet, oder ob sich im Handel Ersatz bekommen lässt. Das Nachkaufen ist oft schwierig, da sich im Laufe der Produktion kleinere Veränderungen ergeben können. Alles in allem wird es also vorkommen, dass die Entscheidung für eine Reparatur fällt, obwohl ein Austausch die bessere Wahl wäre.

Beim Austausch von Fliesen sollte man einige Hinweise beachten, damit nichts schief gehen kann. So sollt gleich zu Anfang die Fuge um die betreffende Fliese komplett aufgetrennt werden. Dann werden die Nachbarfliesen nicht beschädigt, wenn man die kaputte Fliese mit dem Hammer zerschlägt. Von Innen nach Außen wird das Material herausgenommen. Manchmal reicht dafür ein Schraubenzieher aus, ansonsten tut ein Meißel gute Dienste. Um einen glatten Untergrund zu bekommen, sollte der Kleber unbedingt vollständig mit entfernt werden. Und überhaupt, der Untergrund sollte von Staub und Dreck gereinigt werden, am besten mit dem Staubsauger.

Defekte Fliese entfernen
Defekte Fliese entfernen

Für alles gibt es Spezialwerkzeuge, in diesem Fall zum Beispiel ein Heißluftgebläse mit Fliesenaufsatz. Das ist sicher eine professionelle Methode, aber welcher Privatmann investiert in solche Geräte, wenn er in seinem Haus in zehn Jahren zwei Fliesen zu reparieren hat? Ob es in zumutbarer Entfernung einen Geräteverleih gibt, bei dem man ein solches Gerät bekommt, kann man aber prüfen. Preiswerter ist es sicher, sich einen Fliesenmeißel zu besorgen.

Immer auch auf die Optik achten

Dann geht es mit der neuen Fliese los: Kleber auftragen und Fliese in die Masse drücken, das sind die nächsten Schritte. Damit die Menge des Mörtels stimmt, muss der richtige Zahnspachtel verwendet werden. Nimmt man zu viel Mörtel, ragt die Fliese heraus; ist es zu wenig, haftet sie nicht richtig. Für die Optik ist es wichtig, dass die Fugen rundum überall gleich breit sind. Nach dem Aushärten des Klebers wird die Fliese verfugt. Diese Arbeit muss sorgfältig erledigt werden, sonst dringt Wasser ein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man an der Stelle wieder eine Baustelle hat. Nicht vergessen sollte man, die Fliesen mit dem Schwamm zu reinigen, sonst bleibt Klebemörtel oder Fugenmasse zurück und man schafft sich gleich ein neues Problem.

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Reparatur: Kein Patentrezept, aber viele Möglichkeiten

Muss die Fliese mit dem Schaden nicht ausgetauscht werden, geht es nicht oder möchte man dies vermeiden, dann bieten sich verschiedene Methoden an. Risse zum Beispiel können mit Fliesenkleber verschlossen werden. Wichtig ist auch dabei die perfekte Reinigung des Untergrundes. Der Kleber muss zwölf Stunden trocknen, bevor die Stelle lackiert werden kann. Dabei empfiehlt es sich, die Nachbarfliesen gut abzudecken.

Ganzähnlich wird mit Spachtelmasse gearbeitet, wenn es um Bohrlöcher oder größere Risse geht. Beim Anrühren der Masse können die Verarbeitungshinweise auf der Packung sehr hilfreich sein. Nach 30 Minuten Trocknungszeit könnten die Stellen abgeschliffen werden – zuerst mit grobem, dann mit feinem Schmirgelpapier. Es gibt übrigens gebrauchsfertige Spachtelmassen, die nicht erst angerührt werden müssen.

Abgeplatzte Fliesen wiederum lassen sich mit Kunstharz reparieren – hier beginnt die Arbeit aber mit dem Test, ob die Masse überhaupt auf der Fliese haftet. Gegebenenfalls muss mit Schleifpapier angeraut werden. Zumeist muss mit zwei Schichten gearbeitet werden, wobei auch die erste Schicht angeraut wird. Wegen möglicher gesundheitsschädlicher Wirkungen des Kunstharzes sollte mit Handschuhen gearbeitet werden. Alternativ kann ein Zweikomponentenkleber verwendet werden, der mit Abtönfarbe den Fliesen angepasst wird.

Wandfliesen setzen © sergiy1975, fotolia.com
Wandfliesen setzen © sergiy1975, fotolia.com

Lackstifte und Reparatursets

Sicherlich die einfachste Methode der Reparatur von Fliesen stellen Reparaturstifte dar. Sie helfen aber nur bei eher oberflächlichen Kratzern und Rissen. Es handelt sich dabei um einen Lack, der sehr dünn aufgetragen werden muss, notfalls in mehreren Schichten. Andernfalls bilden sich Risse, sobald der Lack trocken ist. Die Lackstifte kommen auch in Frage, um mit Spachtelmasse verfüllte Bohrlöcher unsichtbar zu machen.

Fliesenreperatur mit Reperaturstift oder Hartwachs mit Schmelzer
Fliesenreperatur mit Reperaturstift oder Hartwachs mit Schmelzer

Lackstifte sind zumeist auch Bestandteile der Reparatursets, die im Handel angeboten werden. Oft gehören dazu auch Füllstoffe auf Wachsbasis. Diese müssen geschmolzen werden, bevor Schadstellen verschlossen werden. Je nach Bedarf können betroffene Stellen nach dem Aushärten abgeschliffen oder durch eine weitere Schicht vervollständigt werden.

Bei allen Methoden gilt: Der Untergrund soll trocken sowie frei von Staub und Fett sein. Und wenn abschließend abgeschliffen werden muss, ist höchste Vorsicht geboten, damit benachbarte Fliesen nicht erneut beschädigt werden.

Treppen und Kanten

Abschließend noch zu einem Spezialfall: Schäden an Treppen und Kanten. Sie können durch die dort auftretende besonders hohe Belastung entstehen. Die meisten Reparaturen lösen dieses Problem nicht, und auch neu eingebaute Fliesen sind wieder diesen Belastungen ausgesetzt. Zu überlegen ist daher, ob nicht Stufenkanten aus Metall oder Kunststoff eingebaut werden sollten. Optische Verbesserungen gibt dies zumeist nicht – ob man trotzdem zu dieser Lösung greift oder es auf neue Schäden ankommen lässt, muss jeder selbst abwägen.

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