Bambusparkett: Vorteile und Nachteile

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Vor- und Nachteile von Bambusparkett – das sollten Sie beachten

Bambusparkett gehört in den letzten Jahren zu den interessantesten Trends im Bereich Wohnen. Nicht nur ist das Material nachhaltig, sondern verspricht bei der richtigen Pflege eine lange Lebensdauer und bietet eine außergewöhnliche Erscheinung. Wegen seiner Eigenschaften eignet sich jedoch Bambusparkett nicht für jeden Fußboden. Lesen Sie im folgenden Artikel über die Vor- und Nachteil dieses beliebten Bodenbelags.

Bambus Bodenbelag © gradi1975, fotolia.com
Dunkler Bambus Bodenbelag © gradi1975, fotolia.com

Das Material Bambus

  • Schon seit Jahrtausenden wird Bambus in Asien als Baumaterial für Dächer, Schränke, Fußböden und Alltagsgegenstände wie Körbe und Kisten verwendet. Bambus ist kein Baum. Die Pflanze gehört zur Familie der Süßgräser und schließt über 100 Arten ein.
  • Die verholzenden Grashalme können je nach Art eine Höhe von bis zu zwanzig Metern erreichen und bis zu einem Meter pro Tag wachsen. Schon nach einigen Monaten sind sie vollständig ausgewachsen.
  • Bambus benötigt für sein Wachstum viel Feuchtigkeit und Wärme. Die größten Anbaugebiete befinden sich in Südostasien, vor allem in China. Mittlerweile sind Bambushaine jedoch auch in Afrika, Mittel- und Südamerika in äquatornahen Regionen vorhanden.
  • Als Parkettmaterial wird vor allem Moso-Bambus (Phyllostachis pubescens oder Phyllostachis edulis) verwendet. Die Halme werden geerntet, wenn sie ein Alter von drei bis vier Jahren erreicht haben und entsprechend hart sind.
Für Bambus wird der schnell nachwachsende Moso-Bambus verwendet
Für Bambusparkett wird vorwiegend der schnell nachwachsende Moso-Bambus verwendet
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Pro und Contra richtig abwägen
Vor- und Nachteile von Bambusparkett

Vorteile von Bambusparkett

Einen der wichtigsten Vorteile von Bambusparkett stellt seine Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit dar. Anders als bei Eichen- oder Buchenparkett beschädigen Sie die Struktur des Holzes nicht, wenn Sie feucht wischen. Auch Dampf kann dem Material nichts anhaben. Aus diesem Grund eignet sich Bambusparkett als Bodenbelag in Bädern, Küchen und anderen Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit wie Saunas.

Beliebt ist Bambusparkett auch aufgrund seiner hohen Belastbarkeit. Die Brinellhärte, die die Druckfestigkeit des Materials ausdruckt, liegt bei 40 N/mm2 und damit im Bereich von Holzsorten wie Merbau, Esche und Wenge, die zu den härtesten gehören. Somit ist eine Verwendung in gewerblich genutzten Räumen und bei schweren Möbeln möglich.

Der Rohstoff Bambus hat viele Vorteile
Der Rohstoff Bambus hat viele Vorteile

Zu einem weiteren Vorteil von Bambusparkett zählt sein einzigartiges Aussehen, das durch die besondere Herstellung entsteht, indem die Streifen aus den Halmen gekocht, getrocknet und bei hohem Druck geleimt werden. Unterschieden wird zwischen horizontaler und vertikaler Anordnung, je nachdem ob sie waagerecht oder hochkant zusammengepresst werden. Während die horizontale Variante eine heterogene Struktur aufweist, sehen Hochkantlamellen gleichmäßiger aus.

Info: Bambusparkett gibt es in der hellbraunen Naturfarbe oder in dunkleren Karamelltönen. Letztere entstehen, wenn der Bambus in heißen Dampföfen gekocht wird. Die Hitze lässt dann den in den Lamellen enthaltenen Zucker karamellisieren.

Die Nachhaltigkeit ist ebenfalls ein Aspekt, der für Bambusparkett spricht. Anders als Eichen-, Teakbaum- oder Nussbaumwälder, die von Rodungen bedroht sind, wachsen Bambuspflanzen sehr schnell nach und erreichen schon nach wenigen Monaten ihre endgültige Größe. Da bei der Ernte nur die verholzten Halme gefällt werden, wird die Pflanze ohnehin nicht vernichtet. Auch eine hohe Nachfrage gefährdet daher den weltweit Bambusbestand nicht.

Die Kosten für Bambusparkett liegen mit 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter im moderaten Bereich. Die unterschiedlichen Preise kommen durch die verschiedenen Bauweisen und Höhe der Nutz- und Trägerschicht zustande. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie ein Bambusparkett mit einer qualitativ hochwertigen Trägerschicht wählen. Ist sie zu weich, kann das Parkett bei hohen Belastungen brechen, oder es bilden sich unschöne Dellen.

Heller Bambusboden © Lynea, stock.adobe.com
Heller Bambusboden © Lynea, stock.adobe.com

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Nachteile von Bambusparkett

Bei einer Fußbodenheizung ist unbedingt darauf zu achten, dass der Hersteller das Bambusparkett dafür freigegeben hat. Nur diese Böden sollten für eine Fußbodenheizung verwendet werden.

Bambus kann folgende Nachteile haben
Bambusparkett kann folgende Nachteile haben

Ein weiterer möglicher Nachteil von Bambusparkett ist die Farbe, die anders als bei anderen Holzsorten nicht mehr verändert werden kann. Herkömmliche Parkettfarben verteilen sich wegen der Struktur des Bambus nur unregelmäßig, das Ergebnis ist dabei selten optisch zufriedenstellend.

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