Bodenbelag Übersicht

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Bodenbeläge – viele Varianten für die individuelle Nutzung

Der Fußbodenbelag schafft innerhalb von Räumen eine begehbare Fläche, die auf die Nutzung zugeschnitten sein sollte. Vom robusten Fabrikboden bis hin zum empfindlichen Wohnzimmerparkett – Bodenbeläge aus den unterschiedlichsten Materialien sind heute in großer Vielfalt erhältlich. Neben den traditionellen Materialien wie Fliesen, Holz und Teppich kommen zusehend auch neue Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Die Auswahl des Belages sollte sich zum einen also nach den erforderlichen Gebrauchseigenschaften richten, andererseits aber auch hinsichtlich der Verlegetechnik, bzw. des Aufwandes gewählt werden. Jede Belagsart verfügt über bestimmte Vorzüge und Nachteile, die sorgfältig gegeneinander abzuwägen sind.

Bodenbelag verlegen:  Laminat © Alexander Raths, fotolia.com
Bodenbelag verlegen: Laminat © Alexander Raths, fotolia.com

Fußbodenbeläge nach Produktgruppen

Die vielen verschiedenen Fußbodenbeläge zu kategorisieren ist nicht leicht. Die einzelnen Produktgruppen unterscheiden sich ebenso voneinander wie einzelne Beläge innerhalb einer Gruppe:

Keramischer Bodenbelag © Arpad Nagy Bagoly, fotolia.com
Keramischer Bodenbelag © Arpad Nagy Bagoly, fotolia.com
  • Keramische Bodenbeläge und Steinbeläge
    Diese Beläge werden auch als Hartbodenbeläge bezeichnet. Auf der einen Seite gibt es in dieser Gruppe die klassische Fliese als gebrannte und glasierte Platte in vielen verschiedenen Ausführungen, zum anderen Natur- und Werksteine, die in Form gebracht und zu Fliesen und Platten verarbeitet werden. Die Fliesen werden in der Regel im Mörtelbett verlegt, je nach vorhandenem Material kommen unterschiedliche Verlegearten zum Einsatz.
  • Fußböden aus Holz
    Gefertigt aus Holz, unterscheiden sich diese Fußböden im Aufbau wie auch in der Holzart. Während Fußbodendielen häufig aus heimischen Laubhölzern wie Kiefer oder Fichte hergestellt sind und meist mit Fuge, bzw Nut und Feder verlegt werden, besteht das langlebige Parkett aus Hartholz und wird fugenlos verlegt. Eine Sonderform ist das Fertig- oder Clickparkett. Dieser Belag besteht als Verbundwerkstoff aus verschiedenen Materialien, die aufeinander verklebt sind.
  • Laminatfußboden
    Die mehrschichtigen Laminatplatten sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Unterschiede bestehen in der Deckfläche, die durch spezielle Druckverfahren in fast unbegrenzten Varianten hergestellt wird, aber auch im Aufbau der Schichten.
  • Elastische Bodenbeläge
    Spezielle Bindemittel sorgen dafür, dass die sogenannten elastischen Bodenbeläge wie Linoleum, PVC oder Gummi auch elastisch bleiben. Eine Ausnahme bildet der Korkfußboden, der ebenfalls zu dieser Produktgruppe zählt. Die Elastizität des Belages entsteht durch die natürlichen Komponenten im Material.
Faktoren für die Wahl des passenden  Bodenbelags
Faktoren für die Wahl des passenden Bodenbelags

Neben der Einteilung nach der Oberflächenbeschaffenheit des Belages kommen folgende Möglichkeiten ebenfalls zum Einsatz:

  • Anwendungsbereiche: Wohnen, Gewerbe und Industrie
  • Rohstoffherkunft: mineralisch, nachwachsend und fossil
  • Chemische Zusammensetzung: organisch oder anorganisch
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Tragschicht und Nutzschicht – maßgeblich für Lebensdauer und Komfort

Jeder Fußbodenaufbau besteht aus verschiedenen Schichten, die sich als Hauptschichten nach ihrer Funktion unterscheiden lassen. Die Tragschicht stellt den stabilen Unterbau für die darauf montierte Nutzschicht dar. Diese besteht je nach Belagsart meist ebenfalls aus mehreren Schichten.

Klick-Parkett mit Nutz- und Tragschicht  © Jenseman04, fotolia.com
Klick-Parkett mit Nutz- und Tragschicht © Jenseman04, fotolia.com

Im Sprachgebrauch wird die oberste begehbare Schicht häufig als Nutzschicht bezeichnet. Meist liefert sie gleichzeitig den dekorativen Anteil des Belages und übernimmt so auch gestalterische Funktion. Dies gilt zum Beispiel bei Linoleum, Holz oder Korkfußboden. Etwas anders stellt sich dies bei Laminat oder auch PVC dar. Die oberste Schicht dieses Belages bildet eine transparente Versiegelung, die die darunterliegende Dekorschicht zeigt.

Die Tragschicht ist im Bereich des Hausbaus in der Regel gleichzeitig die Rohdecke, die als Massivdecke oder Holzbalkendecke ausgeführt sein kann. Zwischen Tragschicht und Nutzschicht ist je nach Bodenbelag eine zusätzliche Unterkonstruktion, zum Beispiel in Form einer Lattung sowie eine Trittschalldämmschicht angeordnet. Die Tragschicht leitet statische und dynamische Lasten ab. Bei der Konstruktion ist nicht nur die Tragfähigkeit zu berücksichtigen, hinsichtlich Durchbiegung und Schwingung ist die Decke in Bezug auf die aufliegende Fußbodenkonstruktion samt Bodenbelag ebenfalls abzustimmen.

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Wie belastbar ist ein Boden?

Je nach geplanter Raumnutzung muss ein Bodenbelag unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Diese beziehen sich zum Beispiel auf Abriebklasse und Rutschsicherheit, aber ebenso auf den Anwendungsbereich und das Maß der Beanspruchung.

Rutschhemmung von Bodenbelägen insbesondere Fliesen werden in Klassen eingeteilt
Rutschhemmung von Bodenbelägen insbesondere Fliesen werden in Klassen eingeteilt
  • In der DIN EN 685 sind elastische Bodenbeläge und Laminat hinsichtlich der Beanspruchungsklassen unterteilt.
  • In der DIN 66 095 werden textile Beläge hinsichtlich ihres Strapazierwertes klassifiziert. Als Grundlage dient das Teppich-Siegel der europäischen Teppichgemeinschaft (ETG).
  • Für Fliesenbeläge gibt es eine Einteilung nach fünf Abriebklassen. Diese beschreiben die Beanspruchbarkeit einer Fliese und die Anwendungsbereiche, für die der Belag geeignet ist. Die Klasse eins ist ausschließlich für wenig beanspruchte Böden bedacht, stark belastete Fliesenbeläge, zum Beispiel in öffentlichen Gebäuden müssen der Abriebklasse fünf entsprechen.
DIN Normen klassifizieren die Bodenbeläge
DIN Normen klassifizieren die Bodenbeläge nach unterschiedliche Eigenschaften

Die Bodenpflege – ein wichtiges Entscheidungskriterium

Neben Optik, Belastbarkeit und Verlegeart kommt auch der Reinigung eine große Bedeutung zu. Während Laminat- und Fliesenböden oder der PVC Boden nur geringen Pflegeaufwand mit sich bringen, müssen Holz- und Korkböden, aber auch Linoleum regelmäßig und häufig auch aufwändig gereinigt und gepflegt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, gerade stärker belastete Böden, zum Beispiel auf Verkehrswegen oder in Fluren brauchen viel Aufmerksamkeit und Zeit.

Linoliumboden wischen © Ekaterina, fotolia.com
Bodenpflege: Linoliumboden wischen © Ekaterina, fotolia.com
Tipp: Bei der Auswahl des Bodenbelages sollte stets der Pflegebedarf mitberücksichtigt werden. Vor dem Kauf empfiehlt sich eine gründliche Information darüber, ob besondere Reinigungsmittel oder regelmäßige Pflegegänge erforderlich sind. Gerade bei ökologischen Bodenbelägen kann dies ein echter Kostenfaktor sein.
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