Korkboden versiegeln

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Korkboden versiegeln: So funktioniert es einfach und schnell

Ein Korkboden punktet mit zahlreichen positiven Eigenschaften: Das natürliche Material erweist sich als überaus robust und langlebig, sodass die Pflege eines Korkbodens nur wenig Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus trägt Kork mit seinem natürlichen Charme dazu bei das Raumklima angenehm zu bereichern und weiß nicht zuletzt auch aus ökologischer Sicht zu überzeugen. Damit die Freude am natürlichen Bodenbelag möglichst lange währt, ist es wichtig den Korkboden zu versiegeln. Hierfür stehen verschiedene Vorgehensweisen zur Wahl: Wir erklären Ihnen nachfolgend, wie Sie Ihren Korkboden einfach und schnell versiegeln.

Kork ist ein nachwassender Rohstoff
Kork ist ein nachwassender Rohstoff

Ölen und Wachsen oder Lackieren: Womit lässt sich ein Korkboden versiegeln?

Wer seinen Korkboden im Schlaf-, Wohn- oder Kinderzimmer versiegeln möchte, dem stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten offen: Versiegeln mit Öl und Wachs oder eine schützende Lackschicht. Beide Varianten haben ganz eigene Vorteile und sollen deshalb näher vorgestellt werden.

Korkböden versiegeln: PU-Lack oder Öl bzw. Wachs
Korkböden versiegeln: PU-Lack oder Öl bzw. Wachs

Warum empfiehlt es sich einen Korkboden mit Lack zu versiegeln?

Korkboden lässt sich besonders preiswert und unkompliziert mit Polyethuranlack versiegeln. Hierbei handelt es sich um eine Lackierung auf Wasserbasis, die die Poren des Korkbodens versiegelt und so Schmutz, Feuchtigkeit und Co. daran hindert in den Bodenbelag einzudringen und diesen zu beschädigen. Der besondere Vorteil: Einmal aufgetragen, hält die Polyethuran-Versiegelung auf dem Korkboden bis zu zehn Jahre. Erst danach wird eine neue Versiegelung notwendig. Darüber hinaus kann jeder mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem passenden Zubehör den Korkboden selbst mit Polyethuranlacken versiegeln. Alles, was man dafür braucht, sind ein paar Tage Zeit.

Korkboden im Kinderzimmer © Martina Roth, stock.adobe.com
Korkboden im Kinderzimmer © Martina Roth, stock.adobe.com

Nachteil: Der große Nachteil, den eine Polyethuran-Versiegelung für einen Korkboden mitbringt: Das Material verliert viele seiner natürlichen Eigenschaften. So verändert sich durch die Schutzschicht zum Beispiel der Beitrag des Bodenbelags zum Raumklima und auch die Haptik des Bodens ist hinterher nicht mehr dieselbe. Für alle, die den Korkboden extra wegen seiner atmungsaktiven Eigenschaften gekauft haben, ist die Polyethuran-Versiegeln also weniger geeignet.

Böden schrittweise mit Polyethuranlack versiegeln
Böden schrittweise mit Polyethuranlack versiegeln
Korkboden mit Polyethuranlack versiegeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
  1. Korkboden abschleifen: Ein gefärbter Korkboden sollte vor dem Lackieren mit einem Primer behandelt werden. Hierfür ist es nötig den Bodenbelag grob abzuschleifen. Auch beim Versiegeln ohne Primer empfiehlt es sich den Boden zu schleifen. Allerdings ist hier ein Feinschliff mit einer Körnung von 150 bis 200 ausreichend.
  2. Gründlich reinigen: Wurde der Korkboden abgeschliffen, ist es nun notwendig ihn gründlich abzusaugen. Bei nicht erfolgtem vorherigen Abschleifen sollte der Boden zusätzlich intensiv gereinigt werden, damit die Aufnahme des Lacks nicht durch Verschmutzungen verhindert wird.
  3. Lack auftragen: Mithilfe einer Lackrolle wird nun der Lack aufgetragen. Das gelingt am besten bei Zimmertemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50%. Ein satter Auftrag, aber ohne Pfützenbildung wird empfohlen.
  4. Zweite Lackschicht aufbringen: Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann eine zweite Lackschicht aufgetragen werden.
  5. Dritte Lackschicht aufbringen: Nach weiteren 24 Stunden Trocknungszeit kann eine dritte Lackschicht aufgetragen werden.
  6. Trocknen lassen: Nachdem die letzte Lackschicht aufgetragen wurde, sollte der frisch versiegelte Korkboden zwei Tage lang gut durchtrocknen dürfen.
Wichtig: Die vorgestellte Vorgehensweise ist exemplarisch zu verstehen. Genaue Hinweise, wie der Auftrag von Lackprodukten auf einem Korkboden erfolgen sollte, sind den Herstelleranweisungen auf dem jeweiligen Produkt zu entnehmen. Auch ein Fachhändler sowie ein Bodenbelagsexperten kann Ihnen weiterhelfen – mit unserer Suche finden Sie zuverlässige Ansprechpartner in Ihrer Nähe.
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Warum empfiehlt es sich einen Korkboden mit Öl und Wachs zu versiegeln?

Auch einen Korkboden auf natürliche Weise mit Öl und Wachs zu versiegeln bringt viele Vorteile mit sich: Zum einen werden die Poren des Naturfußbodens bei dieser Versiegelungsvariante nicht komplett verschlossen. Das bedeutet, dass der Boden weiterhin atmen und das Raumklima positiv bereichern kann. Darüber hinaus verändert sich das Aussehen des Korkbodens bei dieser Art der Versiegelung nur minimal. Es kann passieren, dass die Struktur stärker hervortritt, eine farbliche Veränderung müssen Sie aber nicht befürchten. Aber: Die natürliche Versiegelung mit Öl und Wachs ist deutlich anfälliger als die Polyethuran-Versiegelung. Entsprechend häufiger muss die Versiegelung des Korkbodens aufgefrischt werden. Experten raten den Boden etwa alle zwei Jahre neu zu ölen und zu versiegeln.

Ein natürlicher Schutz: Holzwachs © Patricia, stock.adobe.com
Ein natürlicher Schutz: Wachs © Patricia, stock.adobe.com
Wichtig: Die Entscheidung zwischen Öl und Wachs einerseits sowie Polyethuranlack auf der anderen Seite sollte mit Sorgfalt getroffen werden. Denn ein einmal mit Öl und Wachs behandelter Korkboden kann später nicht mehr mit Polyethuranlack versiegelt werden, weil der Boden den Lack nicht mehr aufnimmt.
Böden schrittweise mit Öl und Wachs versiegeln
Böden schrittweise mit Öl und Wachs versiegeln
Korkboden mit Öl und Wachs versiegeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
  1. Korkboden abschleifen: Genauso wie auch bei der Behandlung mit einer Lackversiegelung lohnt es sich einen alten Korkboden vor der Behandlung abzuschleifen.
  2. Korkboden gründlich reinigen: Den Korkboden ausgiebig zu saugen und von Schmutzresten zu befreien ist wichtig, damit das Öl überall gleichmäßig in den Bodenbelag einziehen kann.
  3. Öl auftragen: Das Öl satt auftragen, allerdings unbedingt darauf achten, dass keine Rückstände oder gar Pfützen auf der Oberfläche zurückbleiben. Diese sollten schnellstmöglich entfernt werden.
  4. Zweiter Ölauftrag: Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann eine zweite Ölschicht aufgetragen werden.
  5. Wachsschicht aufbringen: Um den Boden abschließend zu versiegeln, wird nun eine Wachsschicht aufgetragen. Diese sorgt auch dafür, dass der Boden antistatisch bleibt.
Wichtig: Wer seinen Boden mit Öl und Wachs versiegeln möchte, sollte sich ebenfalls an die genauen Herstellerhinweise halten. Im Zweifelsfall lohnt es sich einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
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