Teppich reinigen

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Teppich richtig reinigen: So wird Ihr Teppich wieder sauber

Teppiche und Teppichböden werden buchstäblich täglich mit Füßen getreten. Der weiche Fußbodenverlag schmeichelt den Füßen und macht Wohnräume behaglich – zugleich aber ist seine Reinigung ungleich umständlicher und aufwendiger als etwa bei Fliesen oder Laminat. Dabei gibt es nicht das eine Verfahren, das alle Teppiche gleichermaßen gut säubert – zu unterschiedlich sind Material, Größen und nicht zuletzt die Art der Verunreinigung oder Verschmutzung. Darüber hinaus ergeben sich für Teppiche Reinigungsmethoden etwa in der Waschmaschine oder Badewanne, die für fest verlegt Teppichböden natürlich nicht in Frage kommen.

Die Profi-Reinigungsmaschine im Drogeriemarkt leihen

Die buchstäblich sauberste Lösung zumindest für Teppichböden sind professionelle Teppichreinigungsmaschinen, die man mittlerweile in vielen Drogeriemärkten für wenig Geld oder auch kostenlos tageweise ausleihen kann. Diese Nassreiniger sprühen und saugen in einem Arbeitsgang. Eine Hochdruckdüse verteilt den Reiniger in den Teppichflor, während der Saugmotor das Schmutzwasser wieder einzieht. Nach der Reinigung sollte man die Teppiche gut trocknen lassen – im Idealfall über Nacht, mindestens jedoch fünf Stunden.

Teppichboden  reinigen © Andrey Popov, fotolia.com
Teppichboden reinigen mit professioneller Teppichreinigungsmaschine © Andrey Popov, fotolia.com

Für diese Reinigungsmaschinen benötigt man einen speziellen Reiniger, beispielsweise Sapur, den man natürlich zusammen mit der Entleihe im Drogeriemarkt kaufen kann. Eine solche professionelle Grundreinigung wird man natürlich nur in größeren Zeitintervallen durchführen, etwa wenn ein Teppichboden durch häufige Benutzung vergilbt ist und man die ursprüngliche Farbe wieder auffrischen möchte.

Die nasse Grundreinigung ist auch ein probates Mittel gegen unsichtbares Ungeziefer wie Hausstaubmilben oder Kleidermotten, die sich auf den Teppichen breit machen. Solche unerwünschten Mitbewohner können unter Umständen auch zu gesundheitlichen Problemen wie Allergien führen. Nicht zu vergessen krabbelnde Kleinkinder, die mit Händen und Gesicht in sehr engen Kontakt zu Milben und Motten kommen können.

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Nass reinigen in der Waschmaschine oder der Wanne

Kleine Teppiche aus Baumwolle/Polyester, Polyacryl oder Viskose lassen sich auch problemlos in die Waschmaschine stecken. Bei 30 Grad und mit einem Pflegeleicht-Programm ist man hier eigentlich immer auf der richtigen Seite. Empfehlenswert sind ferner ein Feinwaschmittel oder Wollwaschmittel sowie der Verzicht auf den Schleudergang.

Wenn der Teppich nicht in die Waschmaschine passt, kann man ihn natürlich auch manuell in der Badewanne waschen. Dabei sollte man die Pflegehinweise der Hersteller beachten und vor allem nicht zu heißes Wasser verwenden. Die manuelle Reinigung in der Wanne kann körperlich anstrengend werden. Denn größere Teppiche saugen sich voll und werden so schwer, dass man sie nicht mehr ohne weiteres transportieren können. Außerdem dauert das Trocknen extrem lange.

Waschmaschine ©  Lightfield Studios, fotlia.com
Teppich reinigen in der Waschmaschine © Lightfield Studios, fotlia.com

Einen derart nass und gründlich gereinigten Teppich sollte man anschließend imprägnieren, damit er nicht so bald wieder verschmutzt. Dafür empfehlen sich handelsübliche Textil-Imprägniersprays. Einfach aufsprühen, kurz antrocknen lassen. So perlt der täglich anfallende Schmutz einfach ab und der Staubsauger hat leichtes Spiel!

Gewusst wie: Bewährte Hausmittel gegen Flecken im Teppich

Nicht immer ist eine professionelle Reinigung oder die Waschmaschine erforderlich, zumindest wenn es um die Entfernung einzelner Flecken aus dem Teppich geht. Wer die nötigen Tricks kennt, kann mit Hausmitteln sehr gute Ergebnisse erzielen – und zugleich Geld, Mühe und Zeit sparen.

Teppichboden Flecken entfernen © Andrey Popov, fotolia.com
Teppichboden: Flecken entfernen mit Hausmitteln © Andrey Popov, fotolia.com
  • Tipp 1: Mineralwasser
    Mineralwasser ist ein nützliches Erste-Hilfe-Mittel für verschmutzte Teppiche. Dabei ist es eigentlich egal, um welche Art von Fleck es sich handelt – vom Rotweintropfen bis hin zum Kaffeespritzer sorgt ein wenig Mineralwasser auf der Unglücksstelle für eine Klärung. Jedoch reicht der Sprudel nicht immer aus, um Flecken ganz und gar loszuwerden.
  • Tipp 2: Backpulver
    Auch bei Teppichflecken kann Backpulver helfen. Man streut das Pulver auf den Fleck und gibt vorsichtig heißes, aber nicht kochendes Wasser darauf. Dadurch öffnen sich die Faserporen. Nach einigen Stunden Einwirkzeit kann man die Stelle abtupfen – und schon sollte der Fleck verschwunden sein.
  • Tipp 3: Salz
    Rotweinflecken sind unübersehbar und nicht leicht zu entfernen. Hier gilt es schnell zu handeln, am besten wenn die „Unglücksstelle“ noch feucht ist. Man streut das Salz von außen nach innen, damit sich die Verschmutzung nicht weiter ausbreiten kann. Die Salzkörner saugen den unschönen Fleck auf und können hinterher mit dem Staubsauger entfernt werden.
  • Tipp 4: Essig, Rasierschaum, Natron und mehr
    Zu weiteren bewährten Hausmitteln gehören Essigwasser, Rasierschaum, Natron. Auf Essig kann sich im Haushalt immer verlassen. Zu gleichen Teilen mit Wasser gemischt und auf den Fleck getupft, sorgt die Mischung für die Entfernung des Flecks. Alternativ kann Zitronensaft helfen. Allerdings sollte man diese Mittel immer zuerst an einer Stelle des Teppichs ausprobieren, die nicht so gut sichtbar ist. Denn die Essigsäure kann sich bleichend auf die Farben auswirken. Eine Empfehlung: Essigwasser am besten nur auf hellen Teppichen anwenden.

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