Bodenbeläge fürs Badezimmer

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Der ideale Fußboden fürs Bad

Das Bad ist ein klassischer Feuchtraum, zumindest zeitweise beim Duschen oder Baden. Wasserdampf, der vor allem in der Dusche entsteht, sorgt im gesamten Raum für eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem schlägt sich die warme Luft an allen kühleren Oberflächen nieder. Dringt sie dort ein, kann es zu anhaltenden Schäden kommen.

Fliesen und spezielle Wandfarben schützen die Wände und Raumdecken hervorragend. Sie nehmen die Feuchte nicht auf, sondern halten sie an der Oberfläche. Wird das Badezimmer ordentlich gelüftet, kann diese entsprechend rasch abtrocknen.

modernes Badezimmer © pbombaert , fotolia.com
Modernes Badezimmer © pbombaert , fotolia.com

Ein Fußboden im Bad muss ebenfalls gut die Feuchtigkeit abweisen können. Da er stärker beansprucht wird als die Wände, muss der Boden zudem trittfest und leicht zu reinigen sein. Diese Anforderungen erfüllen eine ganze Reihe moderner Bodenbeläge fürs Badezimmer. Unsere Gegenüberstellung ihrer Vor- und Nachteile soll Ihnen die Entscheidung beim Einkauf erleichtern.

Hinweis: Für Ihre Gesundheit ist ein guter Luftaustausch im Bad besonders wichtig. Ist kein Fenster vorhanden, muss eine ausreichend starke Lüftungsanlage eingebaut werden. Der Fachmann kennt die Punkte, auf die es ankommt. Lassen Sie sich vor dem Kauf gut beraten!
Tipp: Günstigste Bodenleger-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

Keramikfliesen – fürs Badezimmer ein Dauerbrenner

Bereits im Altertum wurden Tonmaterialien zu haltbaren Fliesen gebrannt. Die Veredelung mit einer Glasur machte die Oberfläche dann glatt und wasserundurchlässig. Nun war es nur noch ein kleiner Schritt zu unserem heutigen Spektrum an Größen, Formen, Oberflächen und Farben bei den keramischen Bodenbelägen fürs Badezimmer. Da sich alle glasierten Keramikfliesen für Feuchträume eignen, können Sie sich alleine von Ihrem Geschmack leiten lassen. Allerdings ist auch das Budget entscheidend: Die Preise für die beliebten Klassiker sind extrem unterschiedlich. Mit etwas Planung findet jedoch jeder die passenden Bodenfliesen für Bad und Gäste-WC.

modernes Badezimmer mit großen Fliesen © Photographee.eu, fotolia.com
Modernes Badezimmer mit großen Fliesen © Photographee.eu, fotolia.com

Da die keramischen Bodenbeläge wie geschaffen fürs Badezimmer sind, gibt es keine Nachteile. Dafür ist die Liste der Vorteile ist besonders lang:

  • Die besonders gute Eignung für den Einbau einer Fußbodenheizung ist gerade im Bad ein wichtiger Aspekt.
  • Das Angebot an Farben und Dekors ist riesig. So wird Ihr Bad zur Sanitäreinrichtung oder Nasszelle, zum Wasch- oder Beautysalon oder zur Wellnessoase.
  • Viele Marken bieten Bodenfliesen an, die farblich perfekt auf ihre Wandfliesen abgestimmt sind.
  • Entspricht die Glasur der Abriebgruppe 4, halten Bodenbeläge fürs Badezimmer viel aus: Sie sind strapazierfähig und unempfindlich gegenüber Reinigungschemikalien.
  • Dank der schützenden Glasur ist die Reinigung schnell erledigt.
  • Bei Beschädigung kann der Fachmann eine einzelne Fliese austauschen.
  • Bodenfliesen sind für jedes Budget erhältlich.
Bodenbelag Fliesen im Badezimmer: Pro und Contra
Bodenbelag Fliesen im Badezimmer: Pro und Contra
Tipp: Weiße Keramikfliesen hellen einen Raum auf. Sie sind als Wandverkleidung und Bodenbelag fürs Badezimmer besonders empfehlenswert, wenn kein Tageslicht einströmen kann.

Naturstein – das Badezimmer als Unikat

Ein Marmorbad ist einfach ein Traum. Bereits die Römer waren fasziniert von der lebendigen Wirkung der Maserung, die an Äste, Wolken oder Wasserläufe erinnert. Noch heute strahlt der Kalkstein eine Würde und Noblesse aus, wie sie kein anderes Material erreicht. Mit einem Bodenbelag aus Marmor zieht ein Hauch von Luxus in Ihr Badezimmer ein.

Tipp: Sind Wände, Becken und der Fußboden aus poliertem Marmor, kann leicht der Eindruck der Monumentalität entstehen. Bei einem marmornen Bodenbelag fürs Badezimmer empfehlen sich also Waschtische und Wannen aus moderner Keramik. Für die Wandverkleidung eignen sich schlichte, glatte Fliesen – gerne in Kombination mit einer Marmor-Trennwand.

Dem Marmor ähnlich ist der Travertin. Die Eigenschaften sind dieselben, die Komponenten jedoch etwas unterschiedlich. Der südländische Bruder weist daher eine wärmere Farbgebung auf – von Cremeweiß bis Karamellbraun. Travertin ist als Bodenbelag fürs Badezimmer äußerst beliebt. Er verleiht dem Raum ein mediterranes Flair, das an Urlaub und Erholung erinnert.

Granit ist zeitlos – dazu unverwüstlich, unempfindlich und deutlich pflegeleichter als andere Natursteinarten. Für die Wände wird Granit meistens hochglanzpoliert. Für den Fußbodenbelag wäre er damit jedoch zu glatt. Ein Flammen oder Bürsten der Granitfliesen hemmt die Rutschgefahr und erzielt zudem eine matt-edle Optik. Das Farbspektrum von Granit ist beeindruckend.

Badezimmer mit Granitboden © photographee.eu, fotolia.com
Badezimmer mit Granitboden © photographee.eu, fotolia.com

Bei Schiefer sind vor allem graue und anthrazitfarbene Fliesen gefragt. Dabei ist das Sedimentgestein auch in rötlichen Nuancen und als mehrfarbiger Buntschiefer erhältlich. Erkennbar ist Naturschiefer an seiner geschichteten Oberfläche, den Schieferungen. Sie sorgen für eine rustikale, naturnahe Optik und geben selbst nassen Füßen ausreichend Halt.

Vorteile der Steinbeläge Nachteile
  • Edle Optik
  • Einzigartig in Färbung und Maserung
  • Unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit
  • Abnutzungsresistent
  • Bei speziell behandelter Oberfläche rutschhemmend
  • Mit Fußbodenheizung angenehm warm
  • Oberfläche kann abgeschliffen und neu versiegelt werden
  • Große Farbauswahl (v.a. bei Granit)
  • Schwierig zu verlegen
  • Hochpreisig
  • Pflegeintensiv
  • Ohne Bodenheizung fußkalt
  • Kratzempfindlich (Schiefer)
  • Fleckempfindlich
  • Empfindlich gegenüber Kalk, Kosmetika und Säuren (beim Reinigungsmittel beachten)
  • Oberfläche muss perfekt versiegelt werden (außer Granit)
Vorteile und Nachteile von Natursteinböden im Badezimmer
Vorteile und Nachteile von Natursteinböden im Badezimmer
Tipp: Um die willkommenen Strukturen des Natursteins nicht zu stören, sollten Ihre Badtextilien keine Muster aufweisen, sondern unifarben sein. Wiederholen sie einen Farbton des Steins, ist die Wirkung sehr edel. Knallfarben wie Rot oder Gelb setzen mutige Akzente. Pastellfarben dagegen wirken blass und schwach. Und: Je flauschiger die Textilien sind, desto reizvoller der Kontrast zur Härte des Steins.

Holz, Bambus und Kork – natürliche Rohstoffe für Ihr Badezimmer

Nach der Feng-Shui-Lehre harmonisiert das Element HolzHolz das Element Wasser – und ist deshalb gerade im Bad besonders wichtig. Auch wer sich mit der asiatischen Harmonielehre weniger auskennt, spürt sofort die Wohnlichkeit, die ein Holzfußboden ausstrahlt. Die repräsentativen Parkettböden werden in der Regel aus dem Holz heimischer und exotischer Laubbäume gefertigt. Es gibt zahlreiche Parkettarten, darunter auch die derzeit besonders beliebten Holzdielen. Parkett ist langlebig, trittelastisch und fußwarm. Dass es im Bad vor stehender Nässe geschützt werden muss, versteht sich von selbst.

Badewanne freistehend © ALDECAstudio, fotolia.com
Badewanne auf Holzboden © ALDECAstudio, fotolia.com

Eine interessante Alternative ist Bambus. Die verholzten Stängel des Bambusgrases werden in Form von Parkett, Dielen, Platten, Furnier, Rollenware oder Fliesen zum strapazierfähigen, feuchtebeständigen Fußboden. Bambus wird verlegt wie Holz, ist jedoch deutlich günstiger. Seine hohe Dichte macht das Material sehr formstabil und kratzbeständig. Auf dem Bodenbelag aus Bambus platzierte Bambuspflanzen runden das fernöstliche Ambiente ab.

Der pflanzliche Rohstoff Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und ist damit nachhaltig. Ein Korkboden ist fußwarm und behaglich. Mit Wasserlack versiegelt, hält er die Feuchtigkeit im Bad gut aus. Zu beachten ist allerdings, dass kein Wasser unter die Korkfliesen dringt.

Vorteile der Naturböden Nachteile
  • Langlebig
  • Wohnlich
  • Fußwarm
  • Trittelastisch
  • Schallschluckend
  • Abschleifbar (Holz und Bambus)
  • Nachhaltig (Bambus und Kork)
  • Geeignet für Fußbodenheizung
  • Relativ hochpreisig
  • Die Böden müssen vor Feuchtigkeit und chemischen Mitteln geschützt werden
  • Holz kann durch Licht vergrauen
Vorteile und Nachteile von Naturböden im Überblick
Vorteile und Nachteile von Naturböden im Überblick

TIPP

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Vinyl und Laminat – preiswerte Alternativen in hochwertiger Optik

Vinyl zählt zu den elastischen Bodenbelägen und ist damit schallschluckend, wärmedämmend und bei entsprechender Oberflächenbehandlung leicht zu pflegen. Die Dekors werden in einer schier endlosen Bandbreite angeboten. Vinyl wird im Badezimmer optimalerweise als Rollenware verlegt. Ideal im Badezimmer: Da Fugen und Ritzen fehlen, kann keine Feuchtigkeit eindringen.

Badezimmer mit Bodenbelag in Holzoptik © georgejmclittle, fotolia.com
Laminat oder Vinylböden im Badezimmer in Holzoptik © georgejmclittle, fotolia.com

Laminat mit Holzdekor unterscheidet sich optisch kaum von einem Echtholzboden, ist jedoch deutlich preiswerter. Die Nut- und Federelemente werden schwimmend verlegt oder verklebt. Die Qualität der Laminatdielen kann sehr unterschiedlich sein. Positiv sind eine zusätzliche Trittschalldämmung und eine Antistatikausrüstung. Laminatböden können durch Feuchtigkeit aufquellen. Im Fachhandel werden jedoch auch Laminatdielen angeboten, die speziell für Feuchträume geeignet sind.

Schalldämmung durch Trittschalldämmung
Schalldämmung durch Trittschalldämmung

Die Vor- und Nachteile von Laminat und Vinyl finden Sie auf unserer Seite Bodenbeläge im Vergleich.

Hinweis: Den Böden dieser Kategorie ist eines gemeinsam: Sie sind (überwiegend) synthetisch hergestellt. Bei Laminat sollte der Kunstharzanteil nicht zu hoch sein; hier hilft das Siegel mit dem „Blauen Engel“ weiter. Vinyl sollte nach der ISO 14001, Umweltmanagement und Ökobilanzen, zertifiziert sein.
Tipp: Für welchen Bodenbelag Sie sich auch entscheiden: Helle Fußböden und Wände bringen Weite in den Raum. Zusammen mit geschickt platzierten Spiegeln lassen sie ein kleines Badezimmer erheblich größer erscheinen.
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