Fliesenmenge berechnen

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Den Bedarf an Fliesen richtig berechnen – so geht`s

Fliesenstapel © Viktor Fedorenko, stock.adobe.com
Mit einer guten Berechnung bleiben nur einige Ersatzfliesen übrig © Viktor Fedorenko, stock.adobe.com

Gute Fliesen kosten ihr Geld. Dann ist es schade, wenn nach dem Verlegen noch ganze Pakete übrig sind, weil Sie den Bedarf überschätzt haben. Ebenso ärgerlich ist es, wenn Sie Fliesen nachkaufen müssen, denn die Fliesen verschiedener Chargen unterscheiden sich oft ein wenig. Eine exakte Berechnung hat darüber hinaus den Vorteil, dass Sie die Kosten genau kennen und sich gegebenenfalls für eine günstigere oder – sofern Ihr Budget dies zulässt – teurere Fliese entscheiden können. In diesem Artikel erklären wir Ihnen deshalb, wie Sie die Fliesenmenge möglichst exakt berechnen. Einige Fliesen sollten nach dem Verlegen jedoch auf jeden Fall übrig bleiben. Dieser Vorrat ermöglicht es Ihnen, einzelne Fliesen bei einer Beschädigung auszutauschen.

Nennmaß und Werkmaß – was ist der Unterschied?

Bevor Sie sich an die Berechnung der Fliesenmenge machen, sollten Sie wissen, dass man bei Fliesen zwischen dem Nennmaß und dem Werkmaß unterscheidet. Das Werkmaß ist die tatsächliche Größe einer Fliese, das Nennmaß errechnet sich aus dem Werkmaß plus einer halben umlaufenden Fuge. Beide Maße stehen in der Regel auf den Kartons, in denen die Fliesen verpackt sind. Dort finden Sie in der Regel auch eine Angabe, für wie viele Quadratmeter ein Karton Fliesen reicht.

Fliesen: Nennmaß und Werkmaß
Fliesen: Nennmaß und Werkmaß

Besonders exakt: die Planung auf Millimeterpapier

Fliesen im Hexagonverbund verlegt © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
Auf Millimeterpapier lassen sich selbst Muster planen © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com

Um den Fliesenbedarf zu berechnen, messen Sie den Raum möglichst genau aus und fertigen eine Skizze an. Besonders exakt wird die Berechnung, wenn Sie Millimeterpapier verwenden. Dieses Papier ermöglicht Ihnen außerdem eine genaue Planung, denn an einigen Stellen müssen Sie die Fliesen sicherlich passend zuschneiden. Bei einer Planung auf Millimeterpapier können Sie daher schon vor Beginn jeglicher Arbeiten überlegen, wo die zugeschnittenen Fliesen am wenigsten auffallen. Eventuell haben Sie sogar die Möglichkeit, durch beispielsweise etwas schmalere oder breitere Fugen den Zuschnitt komplett zu verhindern. Es ist daher durchaus lohnenswert, sich vorab einige Gedanken zu machen.

Fliesen planen: Exakte Planung mit Milimeterpapier
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Schneller und einfacher: die Berechnung der Flächen

Fensterbank ausmessen © Lightfield Studios, stock.adobe.com
Von den Wandflächen Fenster und Türen abziehen © Lightfield Studios, stock.adobe.com

Wenn Sie es sich etwas einfacher machen möchten, multiplizieren Sie bei Bodenfliesen die Länge des Bodens mit seiner Breite. Auf diese Weise ermitteln Sie die Fläche, für die Sie Fliesen benötigen. Bei Wandfliesen messen Sie die Länge der einzelnen Wände und multiplizieren diese mit der Höhe der Wände beziehungsweise der gewünschten Höhe, wenn Sie die Wände nicht bis zur Decke fliesen möchten. Diese Werte addieren Sie und ziehen gegebenenfalls die Flächen ab, an denen sich Fenster, Türen und andere Bauteile befinden, für die Sie keine Fliesen benötigen.

Die Anzahl der Fliesen richtig berechnen
Die Anzahl der Fliesen richtig berechnen

Die ermittelte Fläche in Quadratmeter teilen Sie durch die Fliesengröße zuzüglich der geplanten Fugenbreite in Quadratmetern. Ist der Raum zum Beispiel 25 Quadratmeter groß und Sie möchten dort quadratische, 30 Zentimeter große Fliesen mit drei Millimeter breiten Fugen verlegen, rechnen Sie

25 qm : (0,3 m + 0,003 m)² = 25 : 0,092 = 272 Fliesen

und bei rechteckigen Fliesen in einer Größe von beispielsweise 30 x 20 Zentimetern

25 qm : (0,3 m + 0,003 m) x (0,2 m + 0,003 m) = 25 : 0,062 = 403 Fliesen

Nun kennen Sie die Anzahl Fliesen, die Sie für den Raum benötigen. Zu dieser Menge rechnen Sie für den Verschnitt fünf bis zehn Prozent hinzu, wenn Sie die Fliesen parallel zu den Wänden verlegen. Fünf Prozent reichen bei einem Zimmer mit vier geraden Wänden, sind viele Nischen oder Vorsprünge vorhanden, sollten es dagegen eher zehn Prozent sein. Bei einer diagonalen Verlegung ist der Verschnitt grundsätzlich etwas höher. In diesem Fall rechnen Sie daher mindestens zehn Prozent hinzu. Dieser Zuschlag beinhaltet auch den Bruch beim Zuschnitt der Fliesen.

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