Fliesen Grundierung

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Die Grundierung – eine sinnvolle Maßnahme beim Verlegen von Fliesen

Ob Wand- oder Bodenfliesen viele Jahre gut aussehen, hängt nicht allein von der Qualität der Fliesen ab. Auch die Haftung auf dem Untergrund spielt eine wichtige Rolle, denn lösen sich einzelne Fliesen, wird oft der ganze Fliesenbelag unansehnlich. Diese Haftung lässt sich durch eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds und eine Grundierung verbessern.

In diesen Fällen ist eine Grundierung besonders wichtig

Badsanierung: Fliesen von Trockenbau-Platten © Marco2811, stock.adobe.com
Gipskarton nimmt viel Wasser auf © Marco2811, stock.adobe.com

Eine Grundierung ist vor allem bei stark saugenden Untergründen wie Gipskartonplatten, Beton, Porenbeton, mineralischem Putz und altem Gips- oder Zementputz erforderlich. Sie entziehen dem angemischten Fliesenkleber das Wasser, sodass die Aushärtung des Klebers zu schnell erfolgt. Dadurch ist keine ausreichende Haftung gewährleistet. Darüber hinaus müssten Sie sehr schnell arbeiten. Auch für Räume wie das Bad, in denen oft eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, ist eine Grundierung zu empfehlen. Sie schützt den Untergrund vor Feuchtigkeit, denn sie wirkt wie eine Barriere. Grundieren Sie außerdem extrem glatte Untergründe, denn sie bieten dem Fliesenkleber keinen Halt.

Gipskarton im Badezimmer: Eine Grundierung ist ratsam
Gipskarton im Badezimmer: Eine Grundierung ist ratsam
Tipp: Sind Sie unsicher, ob ein Untergrund saugend ist, befeuchten Sie ihn einfach mit Wasser. Wird er an den befeuchteten Stellen dunkler, sollten Sie ihn grundieren.
Saugender Untergrund? Machen Sie den Wassertest
Saugender Untergrund? Machen Sie den Wassertest

Selbst bei weniger saugfähigen Materialien ist eine Grundierung jedoch zu empfehlen. Sie macht den Untergrund gleichmäßig saugend und sorgt dadurch beim Fliesenlegen für ein insgesamt besseres Ergebnis. Zudem bindet eine Grundierung Staub, der die Haftung des Fliesenklebers beeinträchtigen würde. Allein einen neuen und sehr sauber gearbeiteten Betonboden müssen Sie nicht unbedingt grundieren. Möchten Sie dennoch eine Grundierung auftragen, ist es wichtig, dass der Beton genug Zeit hatte, auszutrocknen.

Fliesen verlegen: Viele Gründe sprechen für eine Grundierung
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Darauf sollten Sie beim Kauf der Grundierung und des Werkzeugs achten

Eine Grundierung muss stets auf den Untergrund abgestimmt sein. Lesen Sie deshalb die Angaben auf der Verpackung oder lassen Sie sich bei der Auswahl beraten. Beachten Sie beim Kauf außerdem, dass einige Grundierungen unverdünnt gestrichen und andere mit Wasser verdünnt werden. Sind zwei Schichten erforderlich, wird die erste Schicht oft verdünnt und die zweite unverdünnt aufgetragen.

Wand grundieren © Gavial, stock.adobe.com
Mit einer Deckenbürste lässt sich eine Grundierung gut auftragen © Gavial, stock.adobe.com

Für die Verarbeitung einer Grundierung eignet sich ein Fellroller, also ein Farbroller mit Fellwalze, ein breiter Pinsel, eine Deckenbürste, die auch Quast genannt wird, oder eine Sprühflasche. Wichtig ist ein gleichmäßiger Auftrag. Wählen Sie deshalb das Werkzeug, mit dem Sie am besten arbeiten können.

Achten Sie auf die richtige Grundierung
Achten Sie auf die richtige Grundierung

So tragen Sie eine Grundierung auf

Bevor Sie eine Grundierung aufbringen, sollten Sie den Untergrund reinigen. Entfernen Sie sämtliche Verschmutzungen und lose Materialreste, saugen Sie den Staub ab und befreien Sie den Untergrund von Fett. Nach solch einer sorgfältigen Reinigung kann die Grundierung gut haften.

Boden grundieren © karepa, stock.adobe.com
Ein langer Stiel erleichtert die Bearbeitung von großen Flächen © karepa, stock.adobe.com

Mit dem gewählten Werkzeug streichen oder sprühen Sie die Grundierung auf die Wand beziehungsweise den Boden. Danach benötigt sie eine gewisse Zeit, um zu trocknen. Beachten Sie auch hierbei wieder die Angaben des Herstellers.

Ist der Untergrund uneben oder hat er Schadstellen, tragen Sie die Grundierung ein zweites Mal auf. Gleiches gilt für stark saugende Untergründe wie die Gipskartonplatten. Nach einem zweiten Auftrag sollten Sie eine Pause von 24 Stunden einlegen, bevor Sie mit der Arbeit fortfahren. Dadurch sind beide Schichten ausreichend trocken.

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