Strukturfarbe

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Wände gestalten mit Strukturfarbe

Strukturfarben sind in aller Regel Dispersionsfarben, die strukturgebende Zusätze enthalten, z. B. Quarzsand. Beim Auftragen der Farbe mit der Rolle oder dem Pinsel entsteht daher eine Struktur auf der Wand, die mit speziellen Strukturierungswalzen oder anderen Werkzeugen noch individuell verändert werden kann. Auch die sogenannte „flüssige Raufaser“ ist eine solche Strukturfarbe. Mit dieser Variante lässt sich die bekannte Raufaser-Struktur nachbilden, daher ist sie als Alternative zum Tapetenkleben oder Reparieren von Raufasertapeten beliebt.

Wie andere Kunststoffdispersionen sind auch Strukturfarben für viele Untergründe geeignet. Sie können damit glatte und raue, tapezierte und bereits gestrichene Wände streichen und durch die Struktur auch kleine Unebenheiten des Untergrunds kaschieren. In Baumärkten und dem Fachhandel gibt es verschiedene Arten von Strukturfarbe zu kaufen; auch viele unter dem Namen „Rollputz“ angebotene Produkte können wie Strukturfarbe verwendet werden.

Wenn Sie kein fertig angemischtes Produkt aus dem Baumarkt verwenden wollen, können Sie für die kreative Wandgestaltung auch eine selbst gemachte Strukturfarbe verwenden. Dafür benötigen Sie lediglich eine Dispersionsfarbe Ihrer Wahl und strukturgebende Partikel bzw. Zusätze, die Sie dann entweder in die Farbe einrühren oder nach dem Streichen in die noch feuchte Farbschicht einbringen. In DIY-Shops gibt es verschiedene Zusätze für selbst gemachte Struktur- und Effektfarben, darunter Pflanzenfasern, zerstoßenes Glas und Glitter in allen erdenklichen Farben und Körnungen.

Strukturfarbe mit Glitzereffekt © rawpixel.com, stock.adobe.com
Mit buntem Glitter können Sie Ihre eigene Strukturfarbe herstellen oder frisch gestrichene Wände effektvoll veredeln © rawpixel.com, stock.adobe.com

Strukturfarbe auf die Wand bringen

Streichfertige Strukturfarbe lässt sich in aller Regel wie normale Wandfarben mit gängigen Streichrollen und Pinseln verarbeiten. Manche Hersteller bieten auch aufeinander abgestimmte Produkte an, mit denen sich ein mehrschichtiger Farbaufbau realisieren lässt. Dabei wird die Wand z. B. zuerst vorgestrichen oder grundiert und dann trocknen gelassen. Anschließend wird die Strukturfarbe (oder mit Strukturzusätzen vermischte, verdünnte Grundfarbe) aufgetragen. Nach dem abermaligen Trocknen kann zur Fixierung noch eine Schicht Klarlack, transparenter Tiefgrund oder Tapetenkleister aufgetragen werden. Um Glanz- und Glitzereffekte optimal zur Geltung zu bringen, kann die Schicht, die die Glitzerpartikel enthält, nach dem Trocknen noch mit einem weichen Tuch poliert werden.

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DIY-Strukturfarbe für kreative Wandgestaltungen

Wenn Sie eine Struktur- oder Effektfarbe selber herstellen wollen, probieren Sie Ihre Mischung immer erst in einer kleinen Menge Farbe und an einer kleinen Wandstelle aus. Lassen Sie die Testfläche trocknen, dann begutachten Sie das Ergebnis.

Sind z. B. glitzernde Partikel nicht wie gewünscht zu sehen, sondern zu sehr von der Farbe umschlossen, können Sie sie alternativ nach dem Streichen in die feuchte Farbe einstreuen, einblasen oder mit einer trockenen Bürste aufnehmen und dann gegen die feuchte Wand werfen. Oder Sie bringen eine transparente zweite Schicht auf, in die sie die Glitzerpartikel einrühren.

Bei selbst gemachten Effekt- und Strukturfarben gibt es keine Standard-Vorgehensweise, sondern hier sind Experimentierfreude und Kreativität gefragt. Das gilt sowohl für das Anrühren und Auftragen als auch für die Auswahl der Werkzeuge.

Entscheiden Sie sich dagegen für eine vorgemischte Strukturfarbe oder Effektbeschichtung, folgen Sie den Anleitungen des Herstellers, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Um eigene Strukturen zu erzeugen, finden Sie im Baumarkt ein reichhaltiges Sortiment an Strukturierungswerkzeugen vor, vom Schwamm bis zur Noppenwalze. Alternativ können Sie auch hier kreativ werden und z. B. einen Strohbesen durch die feuchte Farbe ziehen oder sie mit einem zusammengeknüllten Lappen betupfen.

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