Holz lasieren

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Holz lasieren und mit Lasuren richtig umgehen

Holzlasuren sind transparent, die Maserung ist also auch nach dem Lasieren noch zu sehen. Dadurch ergeben sich Effekte und Möglichkeiten, die andere, deckende Beschichtungen nicht bieten, etwa das farbige „Anfeuern“ blasser Holzarten, gezieltes Aufhellen oder Nachdunkeln sowie Angleichen verschieden heller Oberflächen. Auch farblose Lasierungen verleihen der Holzoptik mehr Tiefe und bringen die Naturfarbe und Maserung optimal zur Geltung.

Holztisch lasieren © Janni, fotolia.com
Holztisch lasieren © Janni, fotolia.com

Bei Lasuren für den Außenbereich steht üblicherweise der Holzschutz im Vordergrund. Im Innenraum werden Lasuren vielfach zur Verschönerung und Aufwertung der Oberflächen – z. B. Holzdecken, Täfelungen oder Möbel – verwendet. Zarte bis kräftige, natürlich und frisch wirkende Lasuren liegen voll im Trend und passen unter anderem perfekt zum skandinavischem und mediterranen Stil, zum Shabby Chic, Vintage Style und den zur Zeit so beliebten Grobholz- und Palettenmöbeln.

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Verschiedene Arten von Lasuren

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasuren. Dünnschichtlasuren sind dünn wie Wasser und dringen ebenso tief ins Holz ein. Da sie im Lauf der Zeit – im Außenbereich schneller, im Innenbereich langsamer – ausgewaschen werden und verblassen können, empfiehlt sich ab und zu ein Folgeanstrich, damit die Oberfläche schön und das Holz geschützt bleibt.

Holzbeize ©TELCOM-PHOTOGRAPHY, fotolia.com
Dünnschichtlasuren dringen tief ins Holz ein und bringen die Maserung schön zur Geltung © TELCOM-PHOTOGRAPHY, fotolia.com

Dickschichtlasuren sind von der Konsistenz und den Verarbeitungseigenschaften her eher mit Lacken zu vergleichen. Sie dringen kaum ins Holz ein, sondern bilden eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche und können – anders als Dünnschichtlasuren – beim Verwittern auch abblättern. Dickschichtlasuren sind als schützende und/oder dekorative Beschichtungen für Möbel beliebt und auch für maßhaltige Bauteile geeignet, z. B. Türen oder Fensterrahmen, die nicht durch Ausdehnung, Schrumpfen oder Verziehen aus der Form geraten dürfen.

Hinweis: Eine Dünnschichtlasur mit einer Dickschichtlasur zu überstreichen, ist möglich und oft sogar empfehlenswert. Umgekehrt klappt das aber nicht: Auf eine Dickschichtlasur können Sie keine Dünnschichtlasur mehr auftragen.
Holz lasieren: Dünnschicht und Dickschicht
Holz lasieren: Dünnschicht und Dickschicht

Im Handel gibt es inzwischen auch Mischformen zwischen Dick- und Dünnschichtlasur, die komfortabel zu verarbeiten und für viele Untergründe geeignet sind. Je nachdem, wo und was Sie lasieren möchten, können Sie farbige oder farblose, wasser- oder schmutzabweisende, dichtere oder diffusionsoffene Lasur verwenden. Für wirksamen UV-Schutz sollte die Lasur möglichst viele Farbpigmente enthalten – farblose Beschichtungen schützen meist kaum oder gar nicht vor Schäden durch Sonneneinstrahlung.

Holz lasieren: UV-Schutz für das Holz
Holz lasieren: UV-Schutz für das Holz

Das Angebot an dekorativen Lasuren ist groß und inspirierend – Holzlasuren sind in allen Farben und sogar mit Glanz- und Metalleffekten erhältlich. Und Sie können wie bei anderen Farben und Lacken auch hier entweder ein wasserbasiertes, lösemittelarmes oder lösungsmittelhaltiges Produkt wählen. Es gibt auch ökologische Lasuren, die lösemittelfrei und damit gesundheitlich unbedenklich sind. Sie werden üblicherweise auf Basis von Leinöl hergestellt, das bei bunten Lasuren mit Farbpigmenten versetzt ist. Nach dem Lasieren bleibt die Holzoberfläche offenporig und behält ihre natürlichen, wohngesunden Eigenschaften.

Hinweis: In den Herstellerhinweisen (auf der Verpackung oder im technischen Datenblatt) finden Sie alle Infos, die Sie brauchen, um zu wissen, ob eine Lasur für Ihren Zweck und Ihre individuellen Ansprüche geeignet ist. Falls Sie einen Begriff oder Inhaltsstoff nicht kennen oder zuordnen können, fragen Sie beim Fachpersonal nach oder lassen Sie sich von einem Maler ausführlich beraten.

Holzoberflächen mit Lasur veredeln

Die Vorbereitungsarbeiten sind die gleichen wie beim Lackieren von Holz: Rohes Holz bereiten Sie durch Wässern bzw. Reinigen mit Wasser und anschließendes Abschleifen auf die Lasur vor, alte Beschichtungen entfernen Sie durch Abbeizen oder mit Heißluft. Dann tragen Sie mit dem Pinsel oder der Rolle die erste Schicht in Richtung der Holzmaserung auf. Sollen auch Struktur und Haptik des Holzes so weit als möglich erhalten bleiben, können Sie Überschüsse („schwimmende Stellen“) noch mit einem weichen Lappen oder Schwamm abnehmen, bevor Sie die Lasur trocknen lassen.

Beim Eindringen lassen Lasuren das Holz aufquellen. Die feinen Holzfasern richten sich auf und stehen aus der Oberfläche heraus, wodurch sich das Holz nach dem Trocknen plötzlich wieder richtig rau anfühlen kann. Das ist aber kein Grund zur Panik, denn die winzigen Fasern lassen sich mit feinem Schleifpapier (z. B. 180er oder 240er Körnung) ganz einfach wie mit einem Lappen abwischen.

Raue Oberflächen nach Lasur vermeiden
Raue Oberflächen nach Lasur vermeiden
Holzstuhl abschleifen © Halfpoint, fotolia.com
Feine Holzfasern können einfach und ohne Druck mit feinem Schleifpapier angenommen werden, um eine glatte Oberfläche zu erreichen © Halfpoint, fotolia.com
Hinweis: Falls Sie lieber sprühen als streichen: Es gibt auch Lasuren, die für Farbsprühgeräte geeignet sind.

Verwenden Sie bei Stühlen, Tischen und Co. spätestens für den zweiten Auftrag eine spezielle Möbellasur, um die natürliche Holzoptik mit ein wenig Glanz oder seidigem Schimmer zusätzlich aufzuwerten. Und erkundigen Sie sich gleich beim Einkauf der Lasur danach, ob und wie Sie die lasierte Fläche später pflegen oder nachbehandeln sollten, damit sie lange schön bleibt.

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