Gesundheitsrisiko von Farben und Lacken

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Richtiger Umgang mit Farben und Lacken

Die meisten Farben und Lacke sind mit giftigen oder zumindest potenziell gesundheitsschädlichen Chemikalien versetzt, etwa Lösungsmitteln. Aus diesem Grund sollten Sie beim Umgang mit diesen einige Vorsichtsmaßnahmen beachten und so Risiken soweit möglich reduzieren. Der folgende Artikel stellt Ihnen wichtige Gefahren und Risiken bei Farben und Lacken vor und zeigt Ihnen auf, wie Sie diese vermeiden.

Alkydharzlack © aykuterd, stock.adobe.com
Bei dem Umgang mit Lacke ist Vorsicht geboten © aykuterd, stock.adobe.com

Achten Sie auf die Gefahrensymbole auf der Verpackung

Gefahrstoffe sind laut offizieller Definition Stoffe, die aufgrund ihrer Eigenschaften für Menschen, Tiere oder die Umwelt eine Gefahr darstellen (können). Solche Gefährdungen müssen auf der Verpackung mit Warnhinweisen in Form von Piktogrammen gekennzeichnet werden. Bei Farben und Lacken sind das in der Regel

  • ein Totenkopfsymbol für giftige Stoffe,
  • eine Flamme, die auf leicht- oder sogar hochentzündliche Inhaltsstoffe hinweist oder
  • ein schwarzes, auf der Seite liegendes Kreuz, das vor gesundheitsschädlichen oder reizenden Wirkungen warnt.

Es gibt auch viele weitere Gefahr- und Warnsymbole, die jedoch für Farben oder Lacke nicht relevant sind, sondern sich beispielsweise auf Reinigungsmitteln finden

Gefahr- und Warnsymbole © Seetwo, stock.adobe.com
Gefahrstoffe werden international einheitlich mit Piktogrammen gekennzeichnet. © Seetwo, stock.adobe.com
Wichtig: Beachten Sie die Warn- und Gefahrenhinweise und nehmen Sie diese stets ernst. Insbesondere sollten Sie Gefahrstoffe daher immer in einem abgeschlossenen, geschützten und vor Witterungs- uns sonstigen Einflüssen geschützten Schrank aufbewahren und Restmengen ordnungsgemäß entsorgen, etwa durch Abgabe auf einem Wertstoffhof oder einer Schadstoffsammelstelle.

Üblicherweise finden Sie solche Symbole auf lösemittelhaltigen Farben und Lacken, auf Sprühdosen sowie auf Be- und Entschichtungsstoffen, Beizmitteln, Klebstoffen oder aggressiven Reinigern. Allerdings ist es in der Regel nicht mehr unbedingt erforderlich, gefährliche Stoffe beizumengen, vielmehr sind für fast alle Anwendungen auch ungefährliche Formulierungen möglich. Daher sollten Sie im Baumarkt oder Fachhandel gezielt nach ungefährlichen Alternativen fragen, die jedoch bisweilen teurer sein können.

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Schützen Sie sich und andere

Beim Umgang mit Gefahrstoffen sollten Sie diese allgemeinen Sicherheitsregeln beachten:

  • Tragen Sie chemikalien- und feuchtigkeitsfeste Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille, um Augen- oder Hautkontakt (beispielsweise beim Aufrühren von Farbe) auszuschließen.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Frischluftzufuhr oder arbeiten Sie am besten direkt im Freien, um gefährliche Schadstoffkonzentrationen in der Luft zu vermeiden.
  • Rauchen, offenes Feuer oder ein Smartphone sind beim Umgang mit brennbaren und entzündlichen Stoffen verboten, da unter ungünstigen Umständen bereits ein Funken reichen kann, um eine Explosion zu verursachen.
  • Bei der Arbeit mit Aerosolen (z. B. Sprühdosen) sollten Sie auch eine Atemschutzmaske tragen (FFP2 oder besser FFP3) und bei dieser auf den korrekten Sitz achten.
  • Nehmen Sie verschüttete Mengen sofort mit einem saugfähigen Lappen auf.
  • Sorgen Sie auch nach dem Streichen für eine ausreichende Belüftung, damit alle flüchtigen Substanzen ausgasen können und sich keine gefährlichen Schadstoffkonzentrationen in der Raumluft bilden können.
Lösungsmitteldämpfe erfordern Profimasken
Lösungsmitteldämpfe erfordern Profimasken

Gefahrstoffe richtig lagern

Wenn Sie lösemittelhaltige Farben und Lacke nicht komplett aufbrauchen, sollten Sie diese möglichst im Originalgebinde einlagern. Denn hier finden Sie auf der Verpackung alle relevanten Informationen zu möglichen Gefährdungen und dem richtigen Verhalten bei Vergiftungen.

Wichtig: Wenn Sie Farben, Lacke oder andere Flüssigkeiten mit gefährlichen Inhaltsstoffen in ein anderes Gefäß umfüllen, verwenden Sie bitte stets gut verschließbare Behältnisse. Achten Sie zudem darauf, dass diese nicht mit Getränken verwechselt werden können und beschriften Sie die Gefäße gut sichtbar, ggf. auch mit einem oder mehreren Gefahrensymbolen.

Lagern Sie Lack- und Farbreste an einem zentralen Ort, den Sie vor unbefugtem Zugriff schützen, etwa durch ein Schloss oder eine abgeschlossene Tür. Achten Sie darauf, dass alle Gebinde luftdicht verschlossen sind, denn nur dann können flüchtige Chemikalien nicht in die Umgebungsluft entweichen, was zum einen eine potenzielle Gesundheitsgefährdung darstellt und zum anderen die Nutzbarkeit des Farb- oder Lackrestes beeinträchtigt.

Wenn Sie unterschiedliche Gefahrstoffe lagern, sollten Sie immer überprüfen, ob diese ggf. miteinander reagieren können. Ist das der Fall, müssen solche Stoffe räumlich voneinander getrennt gelagert werden.

Verwenden Sie nach Möglichkeit unbedenkliche Lacke
Verwenden Sie nach Möglichkeit unbedenkliche Lacke

Gefahrstoffe richtig entsorgen

Gefahrstoffe und schädliche Chemikalien dürfen in der Regel nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden. Sie finden auf dem Gebinde oder auf der Website des Herstellers Hinweise, wie Reste ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Zu diesem Thema haben wir auf sanier.de einen ausführlichen Artikel für Sie erstellt: Farben und Lacke richtig entsorgen.

Spraydosen entsorgen © mipan, stock.adobe.com
Spraydosen entsorgen © mipan, stock.adobe.com

Verwenden Sie möglichst ungefährliche Alternativen

Nicht nur beim Verarbeiten können Farben und Lacke mit gesundheits- oder umweltschädlichen Inhaltsstoffen ein Problem darstellen. Viele Inhaltsstoffe können über einen längeren Zeitraum gefährlich sein und das Wohnklima beeinträchtigen. Daher lohnt es sich eigentlich immer, sich nach ungefährlichen Alternativen umzusehen und diese zu verwenden. Gerade bei Farben und Lacken gibt es viele Möglichkeiten, etwa auf gefährliche Lösungsmittel zu verzichten und stattdessen verträglichere Inhaltsstoffe zu nutzen. Beispiele dafür sind Kalkkaseinfarben, und auch bei Lasuren, Lacken und Holzschutzmitteln gibt es mittlerweile Formulierungen, die mit weniger oder komplett ohne giftige Inhaltsstoffe auskommen.

Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“, das ein wichtiger Hinweis für ungefährliche Formulierungen ist.
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