Lack ausbessern

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Lack ausbessern – so wird die Lackierung wieder schön und stabil

Kleine Mängel im Lack, zum Beispiel Kratzer, Macken, Abplatzungen oder stumpfe Stellen, sind auf den meisten Oberflächen nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein funktionales Problem. Denn wenn die Lackoberfläche nicht mehr geschlossen, dicht und glatt ist, können Feuchtigkeit, Schmutz oder UV-Licht bis an den Untergrund gelangen. Das schädigt auf Dauer nicht nur das darunterliegende Material, z. B. Holz oder Metall, sondern beschleunigt auch den Verschleiß der Lackierung.

Rostendes Metall © Ims Ims, stock.adobe.com
Auf Rost kann selbst der beste Lack nicht mehr halten © Ims Ims, stock.adobe.com

Mit seinem sprichwörtlichen „dünnen Kopf“ kommt Wasser mühelos zwischen Lack und Untergrund, setzt sich dort fest und bringt verschiedene unerwünschte Prozesse in Gang. So kann sich etwa Rost entlang eines feinen Kratzers sehr rasch ausbreiten, unter den bislang unversehrten Lack gelangen und diesen bald mitsamt dem oxidierten Metall abheben. Dasselbe gilt für lackiertes Holz, das zwar nicht rostet, aber an den ungeschützten Stellen aufquellen, schwinden oder spröde werden kann, sodass auch der umliegende Lack bald nicht mehr richtig hält. Dann lässt sich der Lack nicht mehr einfach reparieren, sondern vorher muss alles gründlich gereinigt, entrostet, geschliffen und gegebenenfalls neu grundiert werden, um das Zerstörungswerk zu stoppen.

Lackierte Oberflächen im Innen- und Außenbereich sollten daher regelmäßig in Augenschein genommen und kontrolliert werden, um das Entstehen tieferer oder größerer Schadstellen zu vermeiden. Kleinere Lackmängel, die auf beginnenden Verschleiß hindeuten, etwa eine raue Oberfläche, Haarrisse oder oberflächliche Beschädigungen, lassen sich in aller Regel gut reparieren, sofern der Untergrund intakt und tragfähig ist.

Lack erst reinigen, dann reparieren

Holzfenster lackieren © Stockphoto-Graf, stock.adobe.com
Holzfenster lackieren © Stockphoto-Graf, stock.adobe.com

Lackoberflächen, egal ob im Innen- oder Außenbereich, müssen ohnehin regelmäßig gereinigt und gepflegt werden, damit sie schön bleiben und lange halten. Wichtig ist dabei, so schonend wie möglich vorzugehen – also auf aggressive Reinigungsmittel verzichten und nicht scheuern, sondern am besten nur mit einem weichen Tuch, etwas Wasser, milder Seifenlauge oder einem geeigneten Lackreiniger bzw. Pflegemittel arbeiten. Davon gibt es jede Menge, etwa Fett- und Silikonreiniger für lackierte Metalle, Auffrischer und pflegende Reiniger für lackierte Holzmöbel, Parkettreiniger für versiegelte Holzböden und Treppenstufen, spezielle Polituren für Schellack, Pflegemittel für den Autolack etc.

Um rau oder stumpf gewordene lackierte Flächen wieder glatt und glänzend zu bekommen, können sie außerdem poliert werden. Für empfindliche Oberflächen gibt es besonders sanfte Polituren, die keine Schleifmittel oder Silikone enthalten. Wird mit einer schleifmittelhaltigen Politur gearbeitet, ist die richtige Technik entscheidend – wenig und gleichmäßiger Druck, kleine Bewegungen, auch Menge und Auftrag der Politur müssen stimmen.

Wer einmal zugehört hat, wenn ein professioneller Maler und Lackierer über das Polieren spricht, weiß, dass das eine Wissenschaft für sich ist. Lackierwerkstätten haben folgerichtig viel damit zu tun, die Fehler von Hobbyhandwerkern auszugleichen, z. B. Hologramme im Autolack zu entfernen oder Stellen beizulackieren, an denen nach übereifrigem Polieren Spachtel und Grundierung durchscheinen. Das Auffrischen, Schützen und Schönpflegen der Möbel kann jedoch auch ein Laie sehr gut bewältigen – es reicht, die Herstellerhinweise auf der Packung zu beachten. Und auch das Ausbessern kleiner Lackmängel ist mit Bordmitteln und den richtigen kleinen Helfern aus dem Baumarkt kein Problem.

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Lack ausbessern – Kratzer, Abplatzungen und Macken beseitigen

Wachskitt um den Holzbelag zu reparieren © Fukume, stock.adobe.com
Zum Ausbessern kleiner Lackschäden gibt es viele Materialien, Werkzeuge und Komplettsets. © Fukume, stock.adobe.com

Zum Ausbessern kleiner, unproblematischer Fehlstellen im Lack gibt es eine Reihe von Hausmitteln und Tricks. So lassen sich oberflächliche Kratzer in Holzmöbeln vielfach schon durch Darüberreiben mit einer geschälten Walnuss kaschieren, oder Sie besorgen sich im Baumarkt für kleines Geld eine Hartwachsstange, einen Retuschierstift oder ein Lackausbesserungs-Set. Sie finden dort passende Reparaturmaterialien und -werkzeuge für jede erdenkliche Lackart und Beschädigung, darunter verschiedene Spachtelmassen und Flüssigwerkstoffe wie Holzspachtel oder Flüssigzink zum Verfüllen und Ausgleichen tieferer Risse und Löcher.

Grundsätzlich muss die Schadstelle vor dem Ein- oder Aufbringen des Reparaturmaterials sauber und trocken sein. Lose Teile wie abgeplatzten Lack entfernen Sie je nach Untergrund und Größe mit Pinzette oder Spachtel, Drahtbürste oder Schleifpapier – dabei immer so schonend und kleinflächig arbeiten wie möglich. Bei tiefer gehenden oder großflächigen Schäden kann es sinnvoll sein, die komplette Fläche neu zu lackieren, damit nachher keine Übergänge zu erkennen sind.

Bei sanier.de finden Sie verschiedene Artikel über das Lackieren, die Ihnen helfen können, die passenden Materialien auszuwählen und die Arbeit richtig anzugehen. Lesen Sie etwa unsere Ratgeber zum Lackieren von Metall oder Lackieren von Kunststoffen – darin finden Sie auch Tipps zum Reinigen und Reparieren des Lacks. Zur besseren Planung und Vorbereitung können auch diese beiden Artikel über Lackarten für unterschiedliche Einsatzbereiche und das Herstellen guter Lackoberflächen sehr hilfreich sein.

Neuen Lack auf alten auftragen – das sollten Sie beachten

Professionelle Lackierungen bestehen nicht nur aus dem Decklack, also der klaren oder farbigen Lackschicht, die zu sehen ist, sondern werden aus verschiedenen Materialien in mehreren Schichten aufgebaut. Daher sprechen Profis auch vom Lackaufbau oder Lacksystem und verwenden beim Lackieren Produkte, die perfekt aufeinander abgestimmt sind – in der Regel auch alle vom selben Hersteller. Nach dem Reparieren (z. B. Reinigen, Füllen/Spachteln, Glätten und Grundieren) eines größeren Lackschadens wird neuer Decklack aufgetragen. Die Reparatur- oder Beilackierung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Schadstelle, sondern bezieht auch die umliegende Fläche mit ein – beim Auto beispielsweise die komplette Tür oder Motorhaube, bei einer antiken Kommode die ganze Ablagefläche oder Schubladenfront. So lassen sich sichtbare Übergänge vermeiden, und alles wird wieder wie neu.

Allerdings ist auch das Beilackieren eine Wissenschaft für sich. Wenn Sie also eine perfekte Fläche wollen, an der die Reparaturstelle nicht mehr zu erkennen ist, beauftragen Sie lieber einen Lackierer damit. Zu einer professionellen Lackierwerkstatt gehören staubfreie, heizbare Lackierkabinen, in denen mit Schutzausrüstung und besten Lackierwerkzeugen (z. B. Druckluft und Lackierpistolen) gearbeitet wird. Zudem haben die Profis nicht nur alle Produkte für den optimalen Lackaufbau zur Hand, sondern auch Abdeckmaterialien, die die meisten Laien nicht einmal kennen – etwa spezielles Abklebeband, das harte Lackkanten verhindert und auch an schwierigen Stellen perfekte Übergänge und Verläufe ermöglicht. Darüber hinaus können sie mit Spezialgeräten, passender Software und anhand von riesigen Datenbänken exakt den richtigen Lack ermitteln und anmischen, wenn Name, Hersteller und Art des Originallacks nicht mehr bekannt sind.

Falls Sie einen größeren oder komplizierteren Lackschaden zu reparieren haben, können Sie mithilfe unseres kostenlosen Angebotsservices einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden und bequem die Angebote mehrerer Handwerker vergleichen. Diesen Service stellen wir Ihnen rund um die Uhr gern zur Verfügung, und er ist völlig unverbindlich – ihn zu nutzen kann sowohl beim Planen als auch beim Sparen helfen, doch die erhaltenen Angebote verpflichten Sie zu nichts.

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