Fehler beim Fassade streichen vermeiden

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Fehler beim Fassade streichen vermeiden – damit sich die Eigenleistung auch lohnt

Das Wichtigste beim Fassadestreichen ist eine gründliche und fachgerechte Vorbereitung © Eleonore H, fotolia.com
Das Wichtigste beim Fassadestreichen ist eine gründliche und fachgerechte Vorbereitung © Eleonore H, fotolia.com

Die meisten Fehler beim Fassade streichen passieren bei der Untergrundvorbereitung. Denn während das eigentliche Streichen – also das Auftragen der Fassadenfarbe mit Pinsel und Rolle – auch von Laien mit ein wenig handwerklichem Geschick ohne weiteres durchgeführt werden kann, besteht das Vorbereiten der Fassade aus vielen verschiedenen Arbeitsschritten, von denen jeder besondere Herausforderungen, Tücken und Risiken mitbringt. Das ist der Hauptgrund dafür, dass selbst erfahrene Heimwerker, die ihre Fassade selbst streichen möchten, den Aufwand dafür oft grob unterschützen.

Fehler beim Fassade streichen: Fehleinschätzung des Aufwands

Die meisten Fehleinschätzungen betreffen gewöhnlich die Vorbereitungen, die man sich so kompliziert nicht vorgestellt hatte, auf die man rückblickend schlecht vorbereitet war und die sich deswegen häufig als echte Zeit- und Nervenfresser herausstellen.

Das Unterschätzen der Vorbereitungsarbeiten – sowohl im Umfang als auch von der Zeit her – ist der häufigste Fehler beim Fassade streichen. Dass die gesamte Fassade vor dem Anstrich gereinigt, danach sämtliche Oberflächen kontrolliert und alle Mängel beseitigt werden müssen, ist den meisten durchaus bewusst. Der Fehler liegt darin, die einzelnen Schritte, die sich daraus ergeben, vor Beginn der Arbeiten nicht richtig durchdacht und geplant zu haben. Unser Artikel über das Selberstreichen der Fassade kann Ihnen bei der Planung helfen.

Auch der finanzielle Aufwand wird beim Fassade streichen oft unterschützt. Viele Bauherren oder Sanierer glauben, durch Eigenleistung viel Geld sparen zu können – und vergessen dann zum Beispiel die Kosten für das Gerüst. Das kann ein Fachbetrieb der Innung gleich mitbringen, aufstellen, abbauen und den Preis dafür routinemäßig mit einkalkulieren. Müssen Sie jedoch extra eins beim Gerüstbauer leihen, es anliefern, aufstellen und wieder abmontieren lassen, können die Kosten für den Fassadenanstrich schon durch die Decke gehen, bevor Sie auch nur einen Pinselstrich getan haben.

Auf ein professionelles Gerüst zu verzichten und stattdessen nur mit einer Leiter zu arbeiten oder ein Heimwerkergerüst zu verwenden, kann sich ebenfalls als teurer Fehler herausstellen. Denn beim Fassade streichen wird von Laien oft nicht bedacht, welchen enormen Mehraufwand es verursacht, mit einer Leiter zu arbeiten, die man immer wieder nachrücken und gegebenenfalls jedes Mal neu sichern muss. Auch die kleinen Heimwerkergerüste mit Rollen müssen vergleichsweise häufig bewegt werden, was jedes Mal Zeit kostet – ebenso wie das ständige Auf- und Absteigen und Mitnehmen des Arbeitsmaterials.

Die Baustelle ausreichend abzusichern ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe, die nicht unterschätzt werden darf. Dabei geht es nicht nur um das Tragen von Schutzkleidung und den Schutz der Umgebung vor Schmutzwasser, Staub oder Farbspritzern. Falls Ihnen ein Werkzeug oder Material von der Leiter fällt und einen Passanten verletzt oder auch nur dessen Kleidung beschmutzt, sind sie für den Schaden haftbar. Außerdem müssen Sie bei Außenarbeiten am Haus verschiedene Sicherheitsvorschriften beachten, die auch von der Lage abhängen. Vielleicht muss ein Gehweg besonders gesichert oder eine Spur der Straße gesperrt werden.

Lösung: Jeden Schritt detailliert planen, Aufwand realistisch einschätzen

Zu den notwendigen Vorbereitungen beim Fassadenanstrich gehört zuerst das Einrichten und Absichern der Baustelle – informieren Sie sich vorher beim Bauamt bzw. Ihrer Gemeinde, um vorschriftsmäßig und rechtssicher zu arbeiten – und dann die Reinigung der kompletten Fassade, zum Beispiel mit dem Hochdruckreiniger. Danach muss die Oberfläche trocknen, und dann muss alles gründlich kontrolliert werden.
Anschließend müssen Sie jeden Mangel, den Sie finden, fachgerecht „verarzten“: Risse sanieren, gegebenenfalls alarmieren, sonst mit geeigneter Spachtelmasse verfüllen. Lose Stellen entfernen, dort den Putz reparieren und den Reparaturputz so strukturieren, dass er sich auch optisch gut in die Fassade einfügt. Je nach Untergrund und geplanter Farbe ist es sinnvoll, die Fassade zu grundieren. Und bei jedem Schritt bzw. Material ist die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit einzuhalten.

Besondere Sorgfalt – also auch besonders viel Zeit – brauchen Sie beim Reinigen, Kontrollieren und ggf. Sanieren schwieriger Stellen. An den Kanten zeigt sich der Meister: Das gilt für die Ecken, Winkel und Kanten, Rahmen, Laibungen, Faschen und Zierelemente der Fassade, aber auch beim Abdecken und Abkleben, bei der Arbeitssicherheit, beim geduldigen Abwarten aller Trocknungszeiten und beim Abpassen des richtigen Wetters.

Zu einer sorgfältigen Planung gehört nicht nur, alle Vorbereitungsschritte genau durchzudenken, sondern auch den zeitlichen Aufwand realistisch einzuschätzen und dies alles dann mit dem Angebot eines Fachbetrieb zu vergleichen. In vielen Fällen stellt sich heraus, dass Kostentransparenz und Planungssicherheit überhaupt nur durch die Beauftragung eines Fachhandwerkers zu bekommen sind.

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Fehler beim Fassade streichen: Nicht mit dem Wetter gerechnet

Das richtige Wetter bzw. die richtige Temperatur ist enorm wichtig, damit der Anstrich später gut und gleichmäßig trocknet und sich keine Risse, Wellen oder andere Fehlstellen bilden. Viele Fehler beim Fassade streichen sind auf falsche Verarbeitungstemperatur oder eine durch Regen oder Tau feuchte Fassade zurückzuführen.

Dieser Fehler lässt sich am besten durch kluge Planung und zügiges Arbeiten vermeiden. Zum Aufstellen des Gerüsts, Farbenkauf etc. brauchen Sie kein besonderes Wetter – erledigen Sie solche Arbeiten vorher, so dass Sie bereit sind, wenn das ideale „Fassadenwetter“ – trocken, um die 20 °C, möglichst keine direkte Sonne – kommt. Dann gut organisiert (am besten mit mindestens einem Helfer) durchstarten und bei der Arbeit möglichst wenig „verzetteln“: Bei Heimwerkern, die eine Arbeit zum ersten Mal machen, kommt es immer wieder vor, dass Baustellen, für die ursprünglich eine Woche veranschlagt war, sich wegen immer neuer Kleinigkeiten über Monate hinziehen und im schlimmsten Fall über den Winter liegenbleiben.
Am schnellsten streichen die Profis

Denken Sie daran, dass Sie, wenn Sie Ihre Fassade selber streichen, viel länger brauchen und ein höheres Fehlerrisiko haben als der Fachbetrieb. Außerdem müssen Sie selbst für sämtliche Fehler und Schäden, Nacharbeiten oder Reparaturen aufkommen.

Das Streichen der Fassade von Anfang bis Ende optimal durchzuplanen und den Aufwand richtig einzuschätzen ist gerade für Laien, die das zum ersten Mal machen, sehr schwer. Obwohl jeder einzelne Arbeitsschritt auch von einem geschickten Heimwerker erledigt werden kann, ist das Gesamtprojekt eben doch viel mehr als die Summe seiner einzelnen Schritte.
Mit wesentlich weniger Aufwand können Sie herausfinden, welchen Preis Handwerksbetriebe in Ihrer Nähe fürs Fassadestreichen aufmachen. Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen und unverbindlichen Angebotsservice – Sie erhalten dann innerhalb weniger Tage mehrere Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region, selbstverständlich ohne Beauftragungs- oder Kaufverpflichtung.

Fehler beim Fassade streichen: Falsche oder zu wenig Fassadenfarbe

Es gibt mineralische und organische Fassadenfarben. Rein mineralische Silikatfarben sind eine hervorragende Wahl für mineralische Untergründe wie Zement- und Kalkputze, Stein, Beton oder Faserzement. Für Kunststoff, Holz, Metall und Gips sind sie nicht geeignet, außerdem ist ihre Verarbeitung sehr anspruchsvoll.
Die zum Teil organische Dispersionssilikatfarbe ist leichter zu verarbeiten, sollte jedoch ebenfalls nicht auf gipshaltigen Untergründen gestrichen werden. Hier lesen Sie mehr über reine Silikatfarbe vs. Silkatdispersionsfarbe.

Dispersionsfarben für Fassaden sind für nahezu jeden Untergrund geeignet, auch für Gipsfaser- und Gipskartonplatten. Viele enthalten Biozide, um Schimmel, Moos- oder Algenbewuchs auf der Fassade vorzubeugen. Wer das nicht will, muss genau auf die Inhaltsstoffe achten.

Silikonharzfarben sind ebenfalls ein Mittelding zwischen Mineral- und organischer Farbe. Varianten mit dem sog. Lotoseffekt sind wasser- und schmutzabweisend und besonders gut für beanspruchte Fassaden (z. B. durch Luftverschmutzung oder Witterung geeignet. Sie haften jedoch nicht auf Metall und Holz. Hier finden Sie einen Vergleich von Silikat- und Silikonharzfarbe für Fassadenanstriche.

Die benötigte Farbmenge hängt von der Saugfähigkeit des Untergrunds ab. Rechnen Sie bei stark saugenden Putzen mit mindestens 200 ml Farbe pro m². Bei vielen Farben werden zwei Anstriche benötigt oder empfohlen – in dem Fall das Doppelte rechnen. Statt einer separaten Grundierung können Sie auch verdünnte Farbe (10-15 % Wasser zugeben) zum Vorstreichen verwenden, um die Haft- und Saugfähigkeit des Untergrunds zu optimieren.

Kaufen Sie zu viel Dispersionsfarbe ein, können Sie unangebrochene Gebinde später zurückgeben. Reine Silikatfarbe wird jedoch vor der Verarbeitung frisch angerührt und kann danach nicht aufbewahrt werden.

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