Farbenwahl im Wohnzimmer

Teilen:

Die richtige Wandfarbe für das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist der Mittelpunkt der Wohnung – zumindest für die allermeisten Menschen. Für kaum einen anderen Raum wird mehr Zeit in die Planung der Farbgestaltung investiert. Welche Farbe sind für das Zimmer nun die richtigen? Hängt des von den Möbeln ab? Vom Licht? Oder ist es nichts weiter als eine Geschmacksfrage?

Moderne Beleuchtung im Wohnzimmer © starush, stock.adobe.com
Das Wohnzimmer ist wohl einer der persönlichsten und intimsten Räume einer Wohnung. Die richtige Farbgestaltung beeinflusst, ob Sie sich wirklich wohlfühlen © starush, stock.adobe.com

In unserem Beitrag finden Sie wertvolle Tipps und Anregungen, wie Farbe das Wohnzimmer verändert und welche Farbe die „richtige“ Farbe ist. Bereits jetzt sei verraten – nehmen Sie Farbtrends nur nicht zu ernst!

Farbgestaltung im Wohnzimmer – alles eine Frage des Typs!

Alles ist erlaubt! Im Wohnzimmer gibt es keine Tabus. Die „richtige“ Wandfarbe ist eine Frage des Geschmacks. Streichen Sie Ihren Wohnraum in Ihrer Lieblingsfarbe – ruhigen Gewissens. Sie müssen sich nämlich vor allem eines: wohlfühlen. Unterwerfen Sie sich keinen Farbtrends, lassen Sie sich höchstens inspirieren!

Wände im Altbau rot streichen © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Rot ist Ihre Lieblingsfarbe? Wenn Sie ein paar wenige Tipps beachten, dürfen Sie das Wohnzimmer auch in einem feurigen Rotton streichen © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Machen Sie sich bewusst: Alle Zimmer einer Wohnung haben einen klar definierten Zweck – Bad, Küche, Schlafzimmer. Das Wohnzimmer ist wesentlich vielseitiger. Es ist ein Ort, an dem Sie entspannen, sich unterhalten wollen, genießen und feiern. Lernen Sie deshalb zunächst Ihren eigenen Typ kennen. Für welche Zwecke wollen Sie Ihr Wohnzimmer hauptsächlich nutzen?

So beeinflussen Sie das Wohnzimmer mit Farben

Farben wirken. Auf jede*n Betrachter*in unterschiedlich. So kann ein rotes Zimmer anregend und inspirierend wirken, aber auch aggressiv und hitzig. Wieder stellt sich die Frage nach Ihrem Typ. Ein Beispiel soll verdeutlichen, wie eine Farbe das Wohnzimmer beeinflussen kann. Vorausgesetzt wird, dass die jeweilige Farbe die Hauptfarbe des Zimmers darstellt.

  • Orange – wirkt kommunikativ. Ein warmer, sanfter Orangeton regt Gespräche an, lässt das Zimmer lebendig und wohnlich erscheinen. Orange beeinflusst das Gemüt positiv und steigert die Geselligkeit. Eine gute Farbe, wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer häufig Gäste empfangen.
Wohnzimmer © Ujac, fotolia.com
Orange regt die Kommunikation an. Es ist die ideale Farbe, um das Wohnzimmer in einen geselligen Ort zu verwandeln © Ujac, fotolia.com
  • Grün – fördert die Konzentration. Grüntöne drücken Ruhe und Naturnähe aus – die optimale Umgebung, um klar und besonnen zu denken. Grün ist daher besonders gut als Wohnzimmerfarbe geeignet, wenn Sie hier auch arbeiten, lesen oder Hobbys nachgehen.
Dachgeschoss © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
Grün fördert die Konzentrationsfähigkeit. Es entspannt die Umgebung und unterstreicht einen naturnahen Charakter. Sie können sich voll und ganz Ihrer Aufgabe widmen © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
bis zu 30% sparen

Malern, Verputzen, Tapezieren
Günstige Angebote

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Günstigste Maler- und Verputzer-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

Richtige Kombination der Farben ist das wichtige Thema

Versteifen Sie sich nicht so sehr darauf, DIE beste Farbe zu finden – hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und seien Sie bitte mutig. Viel wichtiger ist es, die gewählte Farbe richtig zu kombinieren. Ihnen stehen dafür zwei Optionen zur Auswahl:

  • Stimmen Sie das Wohnzimmer innerhalb einer Farbfamilie ab: Farbtöne aus einer Familie wirken ruhig und harmonisch – ganz egal, ob es Rot-, Blau- oder Brauntöne sind.
  • Ton in Ton einrichten im Wohnzimmer © FollowTheFlow, stock.adobe.com
    Behalten Sie die Farbfamilien im Blick. Die verschiedenen Abstufungen passen auf natürliche Weise zueinander und wirken dennoch spannend © FollowTheFlow, stock.adobe.com
  • Kombinieren Sie die Hauptfarbe mit gedeckten und klassischen Tönen: Nutzen Sie Ihre Lieblingsfarbe als echtes Highlight. Wichtig ist es dann, z. B. mit gedeckten Pastelltönen, einen ruhigen Gegenpol zu schaffen. So bietet sich u. a. eine Wand in Taupe an, in Betongrau oder Beige. Natürlich geht auch klassisches Weiß. Besonders schön sind dann Abstufungen in Creme, sonst wirkt das Wohnzimmer zu steril.

Wandfarbe in kleinen Zimmern

Nicht alle haben den großen Luxus, ein komfortables und geräumiges Wohnzimmer zu genießen – doch auch dafür gibt es Lösungen. Ziel ist es, das kleine Wohnzimmer offener und heller zu streichen. Dadurch wirkt es größer und dehnt sich optisch aus. Als schick zählen u. a. Flieder, Sand oder Mint.

Greifen Sie in kleinen Wohnzimmern unbedingt zu hellen Farben, z. B. in Pastelltönen. Essentiell ist es allerdings, dass die Wände dennoch dunkler als die Decke sind. Kleine Räume verlangen fast immer nach einer weißen Decke. Die Ausnahme bilden Altbauwohnungen mit sehr hohen Wänden. Dann darf die Farbe der Decke durchaus dunkler sein.

Wandfarbe in großen Zimmern

Große Wohnzimmer, wie sie in Einfamilienhäusern oder Lofts vorkommen, neigen dazu, ihre Konturen und Grenzen zu verlieren. Wände in Weiß oder hellen Farbtönen entfliehen dem Auge und wirken grenzenlos – das Wohnzimmer strahlt sofort eine unruhige Atmosphäre aus. Geräumige Wohnzimmer streichen Sie deshalb am besten in dunkleren Farbtönen. Das steigert die Wohnlichkeit, Gemütlichkeit und verleiht dem Raum eine wohltuende Struktur. Als mögliche Wandfarben kommen z. B. Türkisblau, ein dunkles Grau oder ein sonniges Gelb in Frage.

Wichtig: Streichen Sie eine oder maximal zwei Wände in der gewünschten Farbe. Dies reicht vollkommen aus, um das Zimmer „einzufangen“. Würde Sie das gesamte Wohnzimmer in einem kräftigen Farbton streichen, stellt sich schnell ein umgekehrter Effekt ein und der Raum verliert seine Tiefe.

Wohnzimmer mit grüner Wand © New Africa, stock.adobe.com
Bereits eine Wand in einem kräftigen Moosgrün reicht aus, um dem Wohnzimmer einen einzigartigen und modernen Look zu verleihen © New Africa, stock.adobe.com

Farben auf die Beleuchtung und den Lichteinfall abstimmen

Lampe per Fernbedienung steuern © FotoHelin, stock.adobe.com
Ob hängende Lampen, indirekte Beleuchtung oder natürliches Tageslicht – Licht beeinflusst stark, wie eine Wandfarbe wirkt © FotoHelin, stock.adobe.com

Farben wirken heller oder dunkler, je nachdem, wie das Licht ins Zimmer fällt. Genießen z. B. ein sehr helles Zimmer, da natürliches Tageslicht durch mehrere Fenster fällt, sind sehr helle Wandfarben nicht zu empfehlen. Blassgelbe Farbtöne oder gar Weiß fangen richtig an zu leuchten – sie gleißen. Besser eignen sich in diesen Fällen dunklere Wandfarben. Hierbei sollten Sie aber auf einen etwaigen Gelbstich achten. Zu warme Farben wie Rot, Orange oder Sonnenblumengelb heizen das Wohnzimmer regelrecht auf – passend im Winter, ungünstig im Sommer.

Wohnzimmer ganz in weiß © AntonSh, stock.adobe.com
Große Fenster, weiße Wände, weiße Couch – das Wohnzimmer erscheint dadurch schnell viel zu steril. Wirklich gemütlich ist das nicht © AntonSh, stock.adobe.com
Tipp: Bestellen Sie ein Farbmuster, wenn möglich. Gleichen Sie die angebotenen Farbtöne mit dem natürlichen und künstlichen Licht (Beleuchtung) im Wohnzimmer ab. Achten Sie darauf, wie sich die Farbwirkung jeweils verändert.
Farbenwahl © djama, fotolia.com
Über Farbmuster können Sie genau feststellen, wie eine Farbe wirklich im Wohnzimmer wirkt. Überprüfen Sie die Farbwirkung bei natürlichen und künstlichen Licht © djama, fotolia.com

4 Quick-Tipps für ein gemütliches Wohnzimmer

  1. Wählen Sie ein ruhiges Farbkonzept: Setzen Sie auf verschiedene (maximal 3) Farbtöne aus einer Farbfamilie.
  2. Mit einem Farbkonzept in Beige oder Grau machen Sie immer alles richtig. Gedeckte Farben sind für kleine und große sowie helle und dunkle Wohnzimmer bestens geeignet.
  3. Denken Sie um! Tönen Sie Ihre Wände. Statt Wohnzimmerwände in satten und kräftigen Farben zu „färben“, tönen Sie die Wandflächen lieber in natürlichen und gediegenen Pastelltönen.
  4. Schaffen Sie Farbübergänge: Vor allem in kleinen Zimmern sollten Sie unten kräftigere Farben (z. B. dunkelbraunes Sofa anwenden und nach obenhin heller werden. Die Wand sollten Sie heller als die Möbel streichen und zur Decke immer einen weißen Streifen stehen lassen.
bis zu 30% sparen

Günstige Angebote
Maler, Lackierer, Verputzer

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: