Silikonharzfarbe

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Silikonharzfarbe – modernes Mittelding zwischen Dispersions- und Mineralfarbe

Silikonharzfarbe werden vor allem für Hausfassaden verwendet, weil sie in diesem Bereich die günstigen Eigenschaften von Silikat- und Dispersionsfarben verbinden können. Dazu kommt der sogenannte Lotoseffekt, der dafür sorgt, dass eine mit Silikonharzfarbe beschichtete Fassade wasser- und schmutzabweisend wird und sich leichter reinigen lässt. Der „selbstreinigende“ Anstrich schützt Fassaden vor Moos, Algen und Pilzen und erleichtert sogar das Entfernen von hartnäckigen Verschmutzungen wie Graffiti.

Silikonharz-Fassadenfarben mit Lotoseffekt werden auch unter dem Namen „Nanofarben“ angeboten. Sie sind sowohl zum Streichen direkt auf Putz und anderen mineralischen Untergründen geeignet als auch für Renovierungsanstriche, etwa auf festhaftenden matten Dispersionsfarben oder älteren Silikatanstrichen.

Die Farbauswahl ist bei Silikonharzfarbe geringer als bei normalen Dispersionsfarben. Silikonharzfarben haben eine hohe Deckkraft und sind leichter zu verarbeiten als Silikatfarben. Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden hochwertigen Fassadenfarben lesen Sie in unserem Artikel über Silikatfarben und Silikonharzfarben im Vergleich.

Geeignete Untergründe für Silikonharzfarbe

Am besten haftet Silikonharzfarbe auf rein mineralischen Untergründen wie Putz, Beton, Faserzement oder Gips. Auch auf Glas, Acryl oder Kunststoff kann die Farbe verwendet werden. Weniger geeignet sind Holz und Metall, etwa Fassadenteile aus Aluminium oder Stahl. Silikonharzfarbe kann mit Pinsel und Rolle verarbeitet, mit Schwamm oder Bürste aufgebracht oder mit geeigneten Sprühgeräten aufgesprüht werden.

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Woraus besteht Silikonharzfarbe?

Die Grundbestandteile von Silikonharzfarbe sind eine Silikonharzemulsion als teilweise mineralisches, eine Kunststoffdispersion als organisches Bindemittel sowie Farbpigmente, Füll- und Hilfsstoffe. Die mit Quarz verwandten Silikonharze sind gewissermaßen Zwitter, die weder eindeutig den mineralischen/anorganischen noch den organischen Stoffen zugeordnet werden können. Durch Kombination mit Silikonöl werden der Lotuseffekt bzw. die schmutz- und wasserabweisende Wirkung erreicht. Eine weitere Besonderheit der Silikonharzfarbe ist, dass sie Sie diffusionsoffen ist, obwohl einige ihrer Inhaltsstoffe in einen kaum dampfdurchlässigen Bindemittelfilm eingebettet sind.

Fassade streichen © Markus Thoenen, stock.adobe.com
Silikonharzfarbe hat eine schmutz- und wasserabweisende Wirkung, so dass eine damit gestrichene Oberfläche länger sauber bleibt © Markus Thoenen, stock.adobe.com

Woran ist eine gute Silikonharzfarbe zu erkennen?

Viele Farben werden unter dem Namen „Silikonharzfarbe“ angeboten. Dieser Name ist weder geschützt noch an klare Bestimmungen oder Definitionen gebunden. Ob eine Silikonharzfarbe gut ist, erkennen Sie allerdings an einigen Zahlen, die sie im technischen Datenblatt der Farbe finden:

  • Diffusionswiderstand (SD) < 0,1 – das entspricht der Einstufung „wasserdampfdurchlässig und mikroporös“.
  • Kreidungsbeständigkeit Klasse 1 gemäß ISO 4628-7 – das bedeutet, dass die Farbe auch nach zwei Jahren der Bewitterung unverändert ist und nicht kreidet.
  • Das Bindemittel darf höchstens 10 Prozent organische Bestandteile enthalten (gemäß DIN 18556).
  • Die Silikonharzfarbe darf nicht filmbildend sein (DIN 53155)

Mit welchen Farben lässt sich Silikonharzfarbe überstreichen?

Auf dem Markt gibt es drei gängige Arten von Fassadenfarben: Dispersionsfarben, Silikatfarben und Silikonharzfarben. Diese drei Farbarten können allerdings nicht bedenkenlos in beliebiger Reihenfolge auf derselben Oberfläche verwendet werden. Gerade Silikatfarbe verträgt sich chemisch nicht mit den anderen und kann daher nicht auf Silikonharzfarbe gestrichen werden.

Die Verträglichkeit mit Dispersionsfarbe ist deutlich besser: Damit können Sie Silikonharzfarben überstreichen. Allerdings verliert der Anstrich dadurch seine besonderen Eigenschaften, zum Beispiel die Schutzwirkung gegen Algen oder Pilze oder die Dampfdurchlässigkeit. Darum sollten Sie Silikonharzfarben oder Silikonharzputze entweder gar nicht oder nur mit einer Silikonharzfarbe überstreichen.

Kann ich Silikonharzfarbe auch für Wohnräume bzw. den Innenbereich verwenden?

Eine Silikonharzfarbe für die Fassade sollten Sie keinesfalls in Innenräumen verwenden, denn Fassadenfarben sind speziell für den Außenbereich formuliert. Viele enthalten giftige chemische Substanzen, zum Beispiel um einem Bewuchs mit Algen oder der Schimmelbildung vorzubeugen. Doch grundsätzlich ist die Verwendung von Silikonharzfarben in Wohnräumen möglich, und es werden auch entsprechende Produkte als Innenwandfarben angeboten.

Allerdings sind Silikonharzfarben für Wohnräume deutlich teurer als gute Kunststoffdispersionen, und Eigenschaften wie der Lotoseffekt sind in Wohnräumen kaum sinnvoll. Die Deckkraft einer Silikonharzfarbe ist aufgrund der hohen Pigment-Volumen-Konzentration (PVK) auch im Innenbereich sehr gut, doch hier können Sie auch eine hochwertige Kunststoffdispersion (z. B. Latexfarbe oder Silikatdispersion) mit Deckkraftklasse 1 und Abriebbeständigkeit 1-2 verwenden.

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